Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch zeigt, wie Sie zielorientiert und methodisch bei der Erstellung von Bachelor- und Masterarbeiten vorgehen. Neben Hinweisen zum wissenschaftlichen Arbeiten finden Sie erfolgreiche Abschlussarbeiten, die von Studierenden der Hochschule Heilbronn (HHN) im Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung (BU) eingereicht wurden. Sie werden nun, nachdem die Bewertung der Arbeiten abgeschlossen ist, in enger Zusammenarbeit zwischen der herausgebenden Professorin und den inzwischen ehemaligen Studierenden veröffentlicht.

Dieser Leitfaden bietet praktische Hilfestellung zu folgenden Grundsatzfragen: Welche inhaltlichen Bestandteile sind unbedingt zu integrieren? Was steht in den wichtigsten Kapiteln, der Einleitung und der Zusammenfassung? Wie ist die grundlegende Einführung in das Thema zu gestalten? Welches Vorgehen ist im Hauptteil effektiv? Wie gelingt es, konsequent den „roten Faden“ zu verfolgen?

Es empfiehlt sich, dieses Buch schon vor Erstellung der ersten Seminararbeit zur Hand zu nehmen. Dadurch kann das Konzept bereits in der ersten Projektarbeit optimal umgesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Es ist der Gesamteindruck Ihrer Abschlussarbeit, der zum Erfolg führt. Ausschlaggebend für die Bewertung ist ein positives Gesamtbild, nicht nur inhaltlich, sondern auch in formaler Hinsicht. Ihre Thesis ist ein Abbild Ihrer wissenschaftlichen Arbeitsweise, die Sie sich im Laufe Ihres Studiums angeeignet haben; Effektivität und Effizienz bilden die Basis des Erfolgs.
Effektivität bedeutet, dass Sie im Vorfeld eine Strategie für Ihre Arbeit festlegen. Der Begriff basiert auf dem lateinischen Verb efficere („bewirken, entstehen lassen, zustande bringen“). Sie kennen Ihr Thema oder sind bereits im Gespräch mit der oder dem Betreuenden, um dieses festzulegen. Die Formulierung Ihres Themas ist von wichtiger Bedeutung; eine konkrete Themenstellung, welche die Schwerpunktsetzung erkennbar macht, ist unabdingbar. Eine zu allgemeine Themenformulierung birgt die Gefahr in sich, dass Sie eine andere Vorstellung der wichtigen Schwerpunkte entwickeln als von Ihnen erwartet wird; beispielsweise ist das Thema „Fair‐Value‐Bewertung“ zu ungenau. Lautet es hingegen „Darstellung und kritische Würdigung der Fair‐Value‐Bewertung von Finanzinstrumenten“, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass Sie das Thema verfehlen. Zur Effektivität gehört auch eine deutliche Zielorientierung.
Im Zentrum der Überlegungen zur Effizienz steht die Frage, „wie“ Sie das zuvor festgelegte Ziel erreichen können. Effizienz bezieht sich auf die Art und Weise, wie Sie Ihre Strategie umsetzen.
Ingrid Malms

2. Vier Säulen einer erfolgreichen Abschlussarbeit

Zusammenfassung
Ziel des zweiten Kapitels ist es, Ihnen konkrete Tipps für Ihre Abschlussarbeit zu geben. Eine erfolgreiche Abschluss­arbeit beruht auf vier Säulen:
· Abschn. 2.1: Auswahl von Literaturquellen
· Abschn. 2.2: Zielorientierte Strukturierung
· Abschn. 2.3: Erfolgreiches Schreiben
· Abschn. 2.4: Sorgfältiges Korrigieren
Die Basis einer Seminar- und Abschlussarbeit ist ein fundiertes Literaturstudium. Die Kunst liegt vor allem darin nicht irgendwelche, sondern die relevanten Quellen auszuwählen. Welche Arten von Literaturquellen angemessen und welche besonders geeignet sind, erfahren Sie in Abschn. 2.1.
Das Lesen von darstellender und kritischer Literatur zu Ihrem Thema reicht bei Weitem nicht aus. Literaturrecherche und Kritische Analyse stehen in einem engen Zusammenhang. In Abschn. 2.2 finden Sie detaillierte und tiefgründige Ausführungen zur zielorientierten Strukturierung Ihrer Arbeitsweise mittels der Trichter-Methode (″funnel method″).
Der Abschn. 2.3 zum erfolgreichen Schreiben beinhaltet Hinweise zur Gestaltung des Textes, zum Aufbau Ihrer Abschlussarbeit, hilfreiche Tipps zur inhaltlichen Überprüfung und Qualitätsverbesserung sowie Hinweise zur formalen Gestaltung, insbesondere Zitierung.
Die vierte Säule bildet das sorgfältige Korrigieren; die Korrekturphase wird zumeist unterschätzt. In Abschn. 2.4 werden abschließende Hinweise zur Lesbarkeit und zur Strukturierung des Textes gegeben.
Ingrid Malms

3. Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17 – Darstellung und kritische Analyse der Änderungen

Zusammenfassung
Die Leasingbranche ist Deutschlands größter Investor. Marktstudien zeigen, dass knapp 80 % der Finanzentscheider in deutschen Unternehmen Leasing zur Realisation ihrer Investitionspläne in Betracht ziehen. Die Motive, die für das Leasing sprechen, sind dabei u. a. Liquiditätsschonung, Kalkulierbarkeit der Kosten, neuester Stand der Betriebsausstattung und eine bilanzschonende Finanzierung. Die bilanzschonende Finanzierung ergibt sich bei Erstellung von Konzernabschlüssen nach IFRS aus der Ausnutzung der aktuellen Bilanzierungsregeln des IAS 17, durch die es möglich ist, bestimmte Leasingverhältnisse außerbilanziell abzubilden. Genau diese Möglichkeit der bilanzneutralen Darstellung von Leasingverhältnissen steht stark in der Kritik, weshalb sich die Standardsetter IASB und FASB dieser Problematik angenommen haben. In einem gemeinsamen Konvergenzprojekt versuchen sie seit mehr als einem Jahrzehnt, eine Reform der Leasingbilanzierung in der internationalen Rechnungslegung voranzubringen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die aktuellen und die künftig geplanten Bilanzierungsvorschriften nach momentanem Stand darzustellen und diese kritisch zu betrachten.
Helen Bay

4. Wertminderung nach IAS 36 – Eine kritische Analyse der Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes im Konzernabschluss

Zusammenfassung
Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Mergers & Acquisitions stehen in den Bilanzen bedeutender Konzernunternehmen hohe aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte (GoF). Empirische Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, dass die Geschäfts- oder Firmenwerte in den Finanzberichten der Konzerne deutlich zugenommen haben. Von wesentlicher Bedeutung sind die Regelungen des IFRS 3 zu Unternehmenszusammenschlüssen, wonach Geschäfts- und Firmenwerte jährlich im Rahmen des Wertminderungstests (Impairmenttest) nach IAS 36 zu testen sind und keine planmäßige Abschreibung von Geschäfts- und Firmenwerten erfolgt. Dieser als Impairment-Only-Approach bezeichnete Ansatz in der internationalen Rechnungslegung ist in Fachkreisen sehr umstritten. Zum einen ist die Anwendung des IAS 36 für die Unternehmen sehr aufwendig und zum anderen wird in der Rechnungslegung der Unternehmen Transparenz vermisst. Gleichzeitig wird ein Risiko für das Eigenkapital und die Kapitalstruktur gesehen, wegen der mangelnden planmäßigen Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten. Damit ist eine genaue Betrachtung des Impairment-Only-Approach und der damit zusammenhängenden kritischen Analyse der Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes angebracht.
Tanja S. Gehring

5. Bilanzanalyse: Ein Beitrag zur Verminderung der Manipulation von Kennzahlen

Zusammenfassung
Seit jeher werden Bilanzierungsregeln verändert, um sie der jeweiligen Zeit und ihren Gegebenheiten anzupassen. Dennoch bieten sie geübten Kaufleuten eine Fülle von Wahlrechten und Ermessensspielräumen, um Bilanzpolitik zu betreiben. Ein besonderes Wahlrecht ist die für nicht-kapitalmarktorientierte Unternehmen in Deutschland befreiende Konzernabschluss­erstellung nach den Vorschriften der IFRS anstatt des HGB. Die Wahl des Rechnungslegungssystems sowie weitere Wahlrechte haben direkten Einfluss auf Positionen der einzelnen Berichtsinstrumente des Jahresabschlusses und somit auch auf die daraus ermittelten Kennzahlen. Ziel dieser Arbeit ist es, diesen Einfluss anhand ausgewählter Beispiele zu analysieren und zu konkretisieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Kennzahlen der Kapitalstruktur, Umschlagshäufigkeit und Liquidität.
Matthias Müller

6. Die neuen Vorschriften zur Umsatzrealisierung nach IFRS 15 – Eine kritische Analyse der gesetzten Ziele und notwendigen Umsetzungsmaßnahmen

Zusammenfassung
Die Umsatzerlöse gehören zu den wichtigsten Werten zur Messung der Performance und zur Vergleichbarkeit von Unternehmen. Bereits seit vielen Jahren steht diese Größe aufgrund der hohen Ermessensspielräume in der Kritik. Das IASB und das FASB haben sich bereits im September 2002 zusammengeschlossen, um gemeinsam einen neuen Standard zur Ermittlung der Umsatzerlöse zu entwickeln. Im Mai 2015 wurde der neue Standard „Revenue from Contracts with Customers“ verabschiedet. Diese neuen Regelungen der beiden Boards beinhaltet eine komplett neue Ermittlung der Umsatzerlöse. Das neue 5-Schritte-Modell des IFRS 15, wodurch insbesondere die Bilanzierung von Mehrkomponentenverträgen geregelt werden soll, stellt dabei eine kleine Revolution dar. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Prinzip des neuen IFRS 15 zu erläutern. Darüber hinaus sollen die notwendigen Umsetzungsmaßnahmen für Unternehmen zur Implementierung des Standards und die gesetzten Ziele des Standardsetters sowohl aufgezeigt als auch kritisch analysiert werden.
Marlon Ramolla
Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise