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Der Einsatz von multikulturellen virtuellen Teams ist integraler Bestandteil vieler Unternehmen und nimmt durch die Digitalisierung rapide zu. Annalena Fajen veranschaulicht die neuen Herausforderungen für Führungskräfte und analysiert, wie aufgaben¬bezogene und sozioemotionale Prozesse (z. B. Effektivität bzw. Vertrauen und Motivation) positiv beeinflusst werden können. Sie beschreibt detailliert die Dimensionen des am besten geeigneten Führungsverhaltens (u. a. Sensing-Leadership und Flex-Style-Leadership), um in einer multikulturellen virtuellen Umgebung bestmöglich auf Mitarbeiter mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen sowie verschiedenen Persönlichkeitstypen eingehen zu können und moderne Informations- und Kommunikationsmedien wie beispielsweise Videokonferenzsysteme gewinnbringend einzusetzen.
Der Weg zu einem neuen Paradigma der Arbeit ist geebnet, der „virtuelle Arbeitsplatz“ ist Realität geworden und alles deutet darauf hin, dass sich dieser Trend unaufhaltsam fortsetzen wird. Unabhängig von Ort und Zeit in einem Team von Experten, die über mehrere Städte, Länder oder sogar Kontinente verteilt sind, tätig zu sein, ist nicht nur für Mitarbeiter attraktiv, sondern eröffnet auch aus Unternehmenssicht zahlreiche neue Perspektiven.
Da eine präzise Sprache die Voraussetzung für die Exaktheit des Denkens und des wissenschaftlichen Arbeitens ist, werden in diesem Kapitel die für die vorliegende Arbeit grundlegenden Termini zum Untersuchungsobjekt „multikulturelles virtuelles Team“ definiert. Nach der genauen Betrachtung des Diversitäts- und Kulturbegriffes wird sich dem zentralen Begriff des „multikulturellen virtuellen Teams“ über die terminologische und konzeptionelle Auseinandersetzung mit den Termini „(Arbeits- )Gruppe“, „Team“ und „virtuell“ und über die notwendige Unterscheidung von traditionellen und virtuellen Teamformen sukzessive angenähert. Im Anschluss daran wird sich der Konzeptualisierung und mehrdimensionalen Messung von Teamvirtualität gewidmet.
Die bisherigen Erkenntnisse dieser Arbeit weisen auf die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Untersuchung von Führung in multikulturellen virtuellen Teams hin: Da die Kommunikation, die sozioemotionalen Prozesse (vor allem Vertrauen und Motivation) und auch die sozioemotionalen Ergebnisse (zum Beispiel Zufriedenheit) aufgrund der kulturellen Diversität und Virtualität der Teams zahlreiche Besonderheiten aufweisen, sollten auch deren führungsrelevante Implikationen Berücksichtigung finden. Eine genaue Betrachtung der Kommunikation in multikulturellen virtuellen Teams ist nicht zuletzt deswegen von großer Bedeutung, weil Führung nur über Informations- und Kommunikationsmedien realisiert werden kann.
Fokus dieses Kapitels ist es, die Einflussfaktoren auf die Teamarbeit (Inputebene), die während der Zusammenarbeit stattfindenden Prozesse (Prozessebene) und die von der Teamarbeit zu erwartenden Ergebnisse (Outputebene) sowie das Zusammenwirken von Input-, Prozess- und Outputebene darzustellen, um dem Leser ein umfassendes Verständnis der multikulturellen virtuellen Teamarbeit zu vermitteln. Hierzu erfolgt eine Erläuterung der speziell für den multikulturellen virtuellen Kontext entwickelten Rahmenmodelle der Teamarbeit von Köppel (2007a) sowie Hertel und Konradt (2007). Diese basieren auf den traditionellen Effektivitätsmodellen der Teamarbeit, die ebenfalls Berücksichtigung finden.
Wunderer (1995) beschreibt mit den zitierten Worten sehr passend die Vielschichtigkeit des Führungsphänomens, die in diesem Kapitel detailliert beleuchtet wird. Die Auseinandersetzung mit der traditionellen Führungsforschung ist für diese Arbeit bedeutend, da die Untersuchungen zur Führung (multikultureller) virtueller Teams auf diesen Erkenntnissen aufbauen. Das erste Anliegen ist die Klärung der Frage, was Führung ist und in welcher Weise ähnliche Termini, wie zum Beispiel Management und Leadership, vom Führungsbegriff abzugrenzen sind.
Newton verdeutlicht mit diesen Worten, dass wissenschaftlicher Fortschritt nur durch die intensive Auseinandersetzung mit bereits bestehender Forschung gelingen kann: Bis dato existierendes Wissen sollte als Ausgangspunkt genutzt und in einem schrittweisen Prozess weiterentwickelt werden. Demgemäß widmet sich dieses Kapitel der Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstands zur Führung in (multikulturellen) virtuellen Teams. Ziel ist es, zu erforschen, welche Erkenntnisse zu multikulturellen virtuellen Teams bereits gewonnen wurden, um Forschungsdefizite aufzudecken und konkrete Fragestellungen vor dem Hintergrund bereits vorhandenen Wissens zu formulieren.
Eine detaillierte Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Datenerhebung und -auswertung ist ein wichtiges Kriterium einer qualitativ hochwertigen empirischen Untersuchung. Dieses Kriterium soll durch die Ausführungen in diesem Kapitel erfüllt werden. Nach der einleitenden Explikation des Ziels der qualitativen Interviewstudie sowie der forschungsleitenden Fragen wird erörtert, warum Experteninterviews mit Führungskräften und Mitgliedern multikultureller virtueller Teams zu dessen Erfüllung die geeignetste Methode der Datenerhebung darstellen.
Die Erkenntnisse der qualitativen Interviewstudie, die in diesem Kapitel präsentiert werden, sind zweigeteilt: Zunächst findet eine Zusammenfassung der Ergebnisse zu den Untersuchungseinheiten, das heißt den verschiedenen multikulturellen virtuellen Teams, statt. Diese Ergebnisse dienen als „Fundament“ für die weiteren Befunde. Da die Führung multikultureller virtueller Teams der Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist, muss zunächst belegt werden, dass es sich bei den Untersuchungseinheiten um multikulturelle virtuelle Teams im Sinne der dieser Arbeit zugrunde liegenden Definition handelt.
Die folgenden Ausführungen haben zum Ziel, die empirische Untersuchung anhand der Gütekriterien qualitativer Forschung kritisch zu würdigen, die Arbeit zusammenfassend zu betrachten, theoretische Schlussfolgerungen zu ziehen und Handlungsempfehlungen für die unternehmerische Praxis zu liefern. Schließlich werden die im Rahmen der Arbeit identifizierten Desiderata aufgezeigt und zukünftige Entwicklungen angeführt, welche die Arbeit von Führungskräften und Mitgliedern multikultureller virtueller Teams beeinträchtigen. Eine kritische Würdigung der durchgeführten empirischen Untersuchung rundet das Kapitel ab.
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