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08.11.2019 | Ergonomie + HMI | Nachricht | Onlineartikel

Jaguar Land Rover erforscht aufgedruckte Elektronik im Interieur

Autor:
Patrick Schäfer

Jaguar Land Rover entwickelt gedruckte und eingegossene Elektronik für automobile Innenräume. Die 3-D-strukturierte Elektronik soll in Zukunft tastenlose Cockpitdesigns ermöglichen.

"Lightweight Electronics in Simplified Architecture" (Lesa) nennt der Automobilhersteller Jaguar Land Rover (JLR) die 3-D-strukturierte Elektronik für den Innenraum. Für die In-Car-Elektronik werden Kabel, Sensoren und andere Steuerungselemente in allen nichtmetallischen Materialien direkt eingegossen oder aufgedruckt. Die Anwendungsbeispiele reichen laut Hersteller von Ambiente-Beleuchtung über Sensoren für Fahrwerksregelsysteme und gebogenen, tastenlosen Kontrollpanels bis zu neuartigen beheizten Lenkrädern.

In den hochautomatisierten Fertigungsprozessen wird ein Teil mit Hilfe von CAD "aufgefaltet", das heißt, der elektronische Schaltkreis wird auf die flache Oberfläche gedruckt und die Komponenten montiert, ehe die CAD-Darstellung zurück in das 3-D-Original wechselt. JLR hat die Lesa-Technik an einem Prototyp für ein Overhead-Bedienpanel getestet und kommt durch den Wegfall von Steuergeräten auf eine Gewichtseinsparung von bis zu 60 Prozent. Zudem können Panels und andere Bauteile wesentlich dünner gefertigt werden. Die britische "Institution of Engineering and Technology" hat JLR für Lesa mit einem Innovation Award ausgezeichnet.

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