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2022 | Buch

Erkenntnisse aus COVID-19 für zukünftiges Pandemiemangement

Multiperspektivische Analyse mit Fokus auf eHealth und Society

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Über dieses Buch

Dieses Herausgeberwerk vereint die Vorträge und zusammengefassten Diskussionen der 7. Transfertagung "eHealth & Society 2022" zum Thema: "Erkenntnisse aus COVID-19 - Was bedeuten diese für zukünftiges Pandemiemanagement?". Die Beiträge diskutieren zahlreiche Perspektivfragen, so vor allem diejenige nach den Erkenntnissen für zukünftiges Epidemiemanagement mit Unterstützung von eHealth und digitalen Lösungen wie elektronische Patientenakte und telemedizinische Angebote. Der zweite Fokus der Beiträge liegt auf der Analyse gesellschaftlicher und sozialer Konsequenzen aus der Pandemiesituation und beschäftigt sich mit Fragen der Partizipation, Gesundheitskommunikation, Gesundheitskompetenz und Gesundheitsbildung. Dabei wird ersichtlich, dass sich an den Schnittstellen von medizinischer Versorgung, Bildung und Staat ein erheblicher Innovationsbedarf mit entsprechenden perspektivisch absehbaren Veränderungspotenzialen abzeichnet und in naher Zukunft mit gut durchdachten und eHealth-gestützten Konzepten dringlichst gedeckt werden sollte. Erste Anregungen und praxisrelevante Hinweise werden in den Beiträgen mitgeliefert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Erkenntnisse aus SARS-CoV-2/COVID-19 – Ein persönlicher Erfahrungsbericht zur fehlenden Harmonisierung seuchenrechtlicher Regelungen in der EU am Beispiel Österreichs und Deutschlands
Zusammenfassung
Trotz diverser epidemischer Geschehen in den letzten 20 Jahren traf die COVID-19-Pandemie Europa eher unvorbereitet. Die in der Zeit und Ausdehnung begrenzten Epidemien (MERS, SARS, EHEC und zwei Grippewellen) haben die Überwachungs- und Katastrophenpläne nicht an die Erfordernisse der heutigen Zeit anpassen lassen. Dieser Beitrag möchte subjektive Erfahrungen, Eindrücke und Schlussfolgerungen neben objektiven Beobachtungen in nunmehr zwei Jahren Pandemie zusammenstellen. Dies geschieht aus der Sicht eines Arztes, der Ende 2019 von Deutschland nach Tirol übersiedelte, um dort in einem medizinischen Labor zu arbeiten. Die in der bisherigen Zeit gemachten Erfahrungen mit unterschiedlichen Strukturen staatlicher Organisationen und deren Meldewesen beider Länder werden aus europäischer Perspektive reflektiert und zudem in Beziehung zu Handlungs- und Vorgehensweisen im ebenfalls angrenzenden Südtirol gesetzt. Somit wird ein Drei-Länder-Vergleich (Österreich – Italien – Deutschland) möglich.
Leitritz Lorenz
2. Erkenntnisse aus COVID-19: Das Pandemiemanagement in der Schweiz und erste Erkenntnisse für die Digitalisierung im Gesundheitswesen
Zusammenfassung
Die Schweiz mit ihrer Nähe zur Lombardei wurde früh in den Strudel der Pandemie einbezogen. Wesentliche Kennzeichen im Vergleich zum Ausland sind eine hohe Übersterblichkeit in der ersten Welle, relativ geringe, aber kantonal unterschiedliche Einschränkungen, eine mäßige und kantonal unterschiedliche Impfquote, eine gute wirtschaftliche Erholung und ein enormer Digitalisierungsbedarf im Gesundheitswesen. Die Einschränkungen wurden vom Souverän in zwei Volksabstimmungen mit großer Zustimmung legitimiert. Der Bundesrat und die Kantonsregierungen sind nun gefordert, die für die Digitalisierung im Gesundheitswesen notwendigen Ressourcen bereitzustellen.
Beat Pierre Arnet
3. Erkenntnisse aus COVID-19: Welche Potenziale bietet die Distributed Ledger Technologie für optimierte Impf- und Genesungsnachweise
Zusammenfassung
Seit Mitte 2021 gehören digitale Nachweise zu COVID-19-Impfungen, -Genesungen sowie -Tests zu unserem Alltag. Mittels des in Europa verbreiteten digitalen COVID-Zertifikats sind jedoch Fälschungen möglich, Daten werden nur lokal auf Smartphones gespeichert und sind somit nicht zu Forschungszwecken verwendbar. Bei der Abfrage eines Impfnachweises könnten personenbezogene Daten systematisch erfasst werden, dem Betroffenen wäre ein von der Prüfung des Impfzertifikats abweichender Zweck nicht ersichtlich. Dieser Artikel zeigt mittels einer Technologiepotenzialanalyse, dass die Distributed Ledger Technologie (DLT) in der Lage ist, die genannten Herausforderungen zu adressieren. So könnten etwa Daten zu Impfungen und Tests mittels eines alternativen Systems in Echtzeit und anonymisiert verfügbar gemacht werden. Dennoch bringt die DLT im Vergleich zu etablierteren Technologien auch technologiespezifische Herausforderungen wie die Nicht-Löschbarkeit von Transaktionen mit sich.
Dominik Schrahe, Thomas Städter
4. Erkenntnisse aus COVID-19 – Was bedeuten diese für die Rolle der Telearbeit in internationalen, mittelständischen Unternehmen?
Zusammenfassung
Im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird Telearbeit flächendeckend in Unternehmen eingesetzt, um Kontakte zu reduzieren und die Gesundheit der Mitarbeitenden zu schützen. Anhand einer umfassenden Analyse der Literatur und einer Fallstudie in einem mittelständischen, produzierenden und international agierenden Unternehmen wird dargelegt, inwiefern sich die Erkenntnisse zur Telearbeit geändert haben und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Telearbeit aktuell und zukünftig erfolgreich eingesetzt werden kann. Während vor der Pandemie grundsätzlich die Vorteile der Telearbeit thematisiert werden, ist nun ein Fokuswechsel auf die Herausforderungen zu erkennen. Das theoretische Rahmenwerk von Wang et al. (2020), welches die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Telearbeit beschreibt, wird im Rahmen dieser Ausarbeitung überprüft und erweitert.
Marc Fritz, Thomas Städter
5. Das innovative Tele-Reha-Nachsorgeangebot der Deutschen Rentenversicherung für psychosomatische Indikationen
Zusammenfassung
Die psychotherapeutische und psychosomatische Situation war bereits vor der COVID-19-Pandemie für Personen mit Indikationsstellung aufgrund von langen Wartezeiten schlecht; die Versorgungssituation hat sich seit Beginn der Pandemie nochmals zugespitzt. Der Handlungsdruck, digitale Nachsorgeprogramme für die poststationäre Erhaltungstherapie zu entwickeln war von Anbeginn der Pandemie sehr hoch. Die Klinik Höhenried hat die Entwicklung einer solchen IT-basierten Lösung in Auftrag gegeben und nutzt diese seit Oktober 2021 nach Durchlaufen sämtlicher notwendiger Genehmigungsverfahren unter dem Titel „ProTheraFit“. Erste Bewertungen seitens Nachbehandelnder, Patientinnen und Patienten stehen aktuell noch aus. Im Ergebnis kann aber bereits festgellt werden, dass die für den Start von „ProTheraFit“ notwendigen Verfahren und Prozesse in dem Sinne für mustergültig befunden werden, indem alle Beteiligten konsequent und der pandemischen Situation absolut angemessen agierten.
Robert Zucker
6. Erkenntnisse aus COVID-19: Ist das Pandemiegeschehen auch eine Folge defizitärer Gesundheitsbildung?
Zusammenfassung
Die Gesundheitsbildung stellt eine zentrale Säule sowohl innerhalb der Gesundheitspädagogik als auch der Gesundheitswissenschaften dar. Im bisherigen Pandemieverlauf fand eine Debatte darüber, welchen Beitrag sie zu sozialen Reaktionen auf die Gesundheitspolitik leisten kann, faktisch nicht statt. Es dominiert die klassische, auf primär quantitativ generierten Daten basierende Gesundheitsinformationspolitik, der sozialepidemiologische Erklärungsmodelle zugrunde liegen. Der derzeitige Sachstand wird anhand des HLS-COVID-19, der Gutenberg COVID-19 und des COSMO COVID-19 Snapshot Monitorings aufbereitet. Die Berichte kommen zu übereinstimmenden Handlungsempfehlungen für die öffentliche Gesundheitsinformation. Der Beitrag kommt zum Ergebnis, dass dies aktuell und perspektivisch nicht mehr ausreicht, um die gesellschaftlich sozialen Herausforderungen zu bewältigen. Die Gesundheitsbildung kann einen bislang ungenutzten Teilbeitrag des Gesundheitsinformationssystems darstellen, um die bestehende Lücke zu schließen.
Carolin Zeller, Manfred Cassens, Nadja Mayer-Wingert
7. Erkenntnisse aus COVID-19: Öffentliche Gesundheit radikal neu denken
Zusammenfassung
Die während der vergangenen Jahrzehnte etablierten Erfolge einer sich allmählich etablierenden Public Health wurden während der bisherigen Pandemie maximal reduziert. Die über Jahrhunderte etablierte Medizin dominiert mit den tradierten Maßnahmen der Hygiene, der Virologie und der Epidemiologie das Geschehen. Sich davon weitgehend unbeachtet entwickelnde Langzeitfolgen legen offen, dass parallel zur unbestritten notwendigen medizinischen Komponente ein eigenständiger und neuer Bereich der öffentlichen Gesundheit erforderlich ist: die Public Health. Die bereits in der Ottawa Charta (1986) geforderte Neuorientierung der Gesundheitsdienste muss nun erfolgen, um einer dramatischen Beschleunigung der epidemiologischen Transition damit effizient und effektiv zu begegnen. Der vorliegende Beitrag fokussiert, wie die öffentliche Gesundheit von Anbeginn eine medizinische Domäne war, was Auswirkungen bis in die Gegenwart hat. Eine grundsätzliche Neuorientierung ist daher nicht nur anzudenken, sondern umzusetzen.
Nadja Mayer-Wingert, Manfred Cassens, Carolin Zeller
8. Erkenntnisse aus COVID-19 für die onkologische Versorgung von Krebspatienten
Zusammenfassung
Die COVID-19-Pandemie kann neben der Infektion auch für Menschen mit Krebserkrankungen durch Versorgungsengpässe prognostisch bedeutsam werden. Dieser Beitrag stellt in einem Review Ergebnisse einer systematischen Literaturrecherche zu der Frage der Veränderungen der Versorgungslage von Patientinnen und Patienten mit malignen Erkrankungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie im Vergleich zur präpandemischen Lage dar. Dabei werden einerseits der stationäre und andererseits der ambulante Versorgungsbereich betrachtet und sowohl internationale als auch nationale Daten berücksichtigt. Es zeigt sich, dass es in der Pandemie zu einem Rückgang von Früherkennungsuntersuchungen und Diagnosen sowie Inzidenzen bei Tumorerkrankungen kam. Auch Tumorbehandlungen wurden eingeschränkt. Prognosen aus Modellierungen gehen von einer signifikanten Zunahme krebsbedingter Todesfälle durch die veränderte Versorgungslage aus. Aufklärungskampagnen sind dringend indiziert, um einer Verstetigung der reduzierten Inanspruchnahme entgegenzuwirken. Darüber hinaus ist die Datenverfügbarkeit für die Gesundheitsforschung zu verbessern.
Robert Dengler
9. Medizinischer Dienst Bayern im Fokus der COVID-19-Pandemie. Amtshilfe im Gesundheitssystem und Arbeitsprozesse ohne Personenkontakt. Erfahrungen und Ausblick
Zusammenfassung
Die Corona-Pandemie stellt eine in dieser Art nie zuvor da gewesene Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. Dies gilt auch für den Medizinischen Dienst Bayern (MD Bayern). Seit 2020 leisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MD Bayern immer wieder Unterstützung in systemrelevanten Bereichen des Gesundheitssystems, wo sie ihre fachlich ärztliche, pflegerische und organisatorische Expertise in die Pandemiebekämpfung einbringen. Zeitgleich muss das Tagesgeschäft des Medizinischen Dienstes pandemiekonform aufrechterhalten werden, um dem gesetzlichen Auftrag nachzukommen. Beiden Anforderungen gerecht zu werden erforderte gerade zu Pandemiebeginn, angesichts einer völlig neuen und schwer überblickbaren Situation, schnelle Reaktionsfähigkeit und innovative Lösungswege, beispielsweise durch multiple prozessuale Anpassungen, Aufgabenpriorisierungen und Ressourcenumverteilung. Wie der MD Bayern diese Aufgabe gemeistert hat und wie sich seine Arbeitsweise auch künftig nachhaltig verändern wird, ist im vorliegenden Beitrag beschrieben.
Julia K. Maier, Katja Lehmann
10. Erkenntnisse aus COVID-19 – Was bedeuten diese für zukünftiges politisches Pandemiemanagement?
Zusammenfassung
Die COVID-19-Pandemie war und ist ein Stresstest für unser Gesundheitssystem. Den Opfern der Pandemie und auch den Beschäftigten im Gesundheitswesen sind wir es schuldig, so viele Erkenntnisse wie nur möglich aus der Pandemie zu ziehen. Denn nach der Pandemie ist vor der Pandemie. Eine Erkenntnis war und ist, dass die Arthur Schopenhauer zugeschriebene Sentenz stimmt: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Um künftig noch besser für derartige Lagen gerüstet zu sein, ist und bleibt die Bekämpfung des Fachkräftemangels in den medizinischen und pflegerischen Berufen eine der zentralen Herausforderungen. Auf diese und weitere anstehende Herausforderungen möchte der Autor im Folgenden in einigen Schlaglichtern eingehen.
Bernhard Seidenath
11. Triagierung und Priorisierung im Falle von Versorgungsengpässen
Zusammenfassung
Zu Beginn der COVID-19-Pandemie waren zunächst die Blicke insbesondere auf das italienische Krankenhaus Papa Giovanni XXIII in Bergamo gerichtet. Dies hat sich jedoch mit der weltweiten Ausbreitung der COVID-19-Pandemie sehr schnell geändert. Plötzlich ist auch in Deutschland der Begriff der Triage aus der öffentlichen Diskussion nicht mehr wegzudenken gewesen. Doch wie wäre im Falle von Versorgungsengpässen auf der Grundlage der derzeit herrschenden Rechtslage im deutschen Gesundheitssystem vorgegangen worden? Nach welchen medizinischen Grundlagen wäre im Fall einer derartigen Situation in Deutschland entschieden worden? Welche gesetzlichen Grundlagen wären zu beachten gewesen und auf welche Empfehlungen hätten die behandelnden Ärzte und Ärztinnen zurückgreifen können? Zu diesen aktuell noch nicht abschließend behandelten medizinethischen Fragestellungen höchster Relevanz leistet dieser Aufsatz einen Beitrag.
Michael Schörnig, Isabel Schörnig
12. Die COVID-19-Pandemie in Polen als gesellschaftliches Problem – Über die Notwendigkeit von Solidarität, Objektivität, Transparenz und Vertrauen
Zusammenfassung
Zwei Jahre Erfahrung mit COVID-19 in Polen ermöglichen den Versuch, eine vorläufige Einschätzung des Verlaufes, der durchgeführten Maßnahmen und Handlungen sowie der Richtigkeit und Angemessenheit der getroffenen Entscheidungen vorzunehmen. Einerseits wurden bestimmte Phänomene, Mechanismen und Regelmäßigkeiten entwickelt, die vielen Ländern gemeinsam sind; andererseits gab es erkennbare Unterschiede in den jeweiligen Strategien und den durchgeführten Maßnahmen. Dies alles beachtend sollte nicht vergessen werden, dass das durch die Pandemie fokussierte Gesundheitssystem auch andere Lebensbereiche stark tangiert hat: Politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rahmenbedingungen haben sich stark verändert. Aus dieser globaleren Gesamtbetrachtung heraus lassen sich ausgewählte relevante Postulate für die Gestaltung und Umsetzung zukünftiger Strategien zum Umgang mit solchen unvorhersehbaren Krisensituationen formulieren.
Marek Kulesza, Michał Stańczuk
13. Zwischenstand Pandemie: Was bedeutet das für unsere Gebäude und den öffentlichen Raum?
Zusammenfassung
Eine Architektur ohne Barrieren ermöglicht die Teilhabe aller am und im gesellschaftlichen Leben. Um den Ablauf des öffentlichen Lebens aufrecht zu erhalten, ist gut geplante Architektur ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Die Pandemie war eine bisher unbekannte Barriere, die teilweise unsere innovativen Ansätze hinsichtlich der bisherigen Architektur zum Stillstand gebracht hat: Die Erschließung der Gebäude auf traditionellem Weg war nicht mehr möglich. Das lag zum Teil am gemeinsamen Ein- bzw. Ausgang, zu enger Wegeführung im Gebäude als auch zu starren baulichen Vorgaben. „Bewusstes Bauen“ bedeutet nachhaltige Gebäude zu erschaffen, die auf die Anforderungen des Menschen eingehen können und auf deren Nutzung abgestimmt sind. Seit März 2020 sollte sich zukünftig „Nachhaltiges Bauen“ auch mit allen Erkenntnissen aus der Pandemie befassen oder noch besser deren Anforderungen enthalten. Gemeinschaftliches Ziel sollte eine resiliente Architektur sein, die durch ihre Ästhetik und Funktionalität unsere Lebensqualität sichert.
Annette Brunner, Manfred Cassens
14. Mehr als nur eine Krankenversicherung – COVID-19 als Chance zur Positionierung für GKV
Zusammenfassung
In vielen Bereichen des Gesundheitswesens spielt die Diskussion um die Digitalisierung eine große Rolle, häufig sind jedoch die Herangehensweise an die jeweiligen Herausforderungen und Chancen vom operativen Denken der Verantwortlichen geprägt. Dies zeigt sich nicht nur in der geringfügigen Resonanz bei den Patienten. Hier gilt es für die gesetzlichen Krankenkassen, aus den Fehlern der Verantwortlichen in der Pandemie zu lernen und ein strategisches Vorgehen einzuhalten, das sich am Faktor Gesundheit und an den Denk- und Verhaltensweisen der gesetzlich Versicherten orientiert. So kann man beispielsweise aus der geringfügigen Akzeptanz der elektronischen Patientenakte (ePA) bei den Versicherten Erkenntnisse für das weitere Vorgehen im Bereich Digitalisierung gewinnen. Um jedoch bestmögliche Ansätze zu erarbeiten und anschließend zu operationalisieren, müssen auch kreative Lösungsentwicklungsansätze wie das Design-Thinking eine Rolle spielen
Thomas Breisach
15. Anregungen für die Hochschulbildung der Zukunft – Erfahrungswirklichkeiten der Lernenden und Lehrenden hinsichtlich der Lehre und des Lernens in der Zeit der COViD-19-Pandemie.
Zusammenfassung
Die Corona-Pandemie hat Hochschulen in die digitale Lehre und bereits vorhandene, bis dahin wenig genutzte digitale Tools, in den Fokus der Lehre gerückt. Meist vollzog sich hier ein ad-hoc-Start der virtuellen Lehrformate, die einige Herausforderungen, aber auch viele Chancen mit sich brachten. Eruiert man die Chancen, die sich aus einer stärker digital orientierten Welt für die Zukunft der Lehre ergeben, zeigt sich, dass die zeitliche und räumliche Flexibilität steigt und dadurch auch zukünftig starre Strukturen aufgebrochen werden können. Die Kombination der Neuerungen und der traditionellen Lehr-/Lernformate bieten das Potenzial, personalisierte Lehr-/Lernszenarien zu entwickeln. Aus der Erweiterung der digitalen Kompetenzen ergeben sich neue Kommunikations- und Austauschformate. Eine der größten Herausforderungen ist es, die Chancen zu erkennen und adäquat zu nutzen, um etwaige individuelle und hochschulspezifische Hürden zu überwinden. Der Beitrag betrachtet sowohl die Chancen als auch Herausforderungen und erarbeitet anhand dieser Anregungen für die Hochschulbildung der Zukunft.
Tanja Kistler, Annette Kluge-Bischoff, Helena Kosub, Marion Matheis, Julia Schorlemmer, Dominik Schrahe
Metadaten
Titel
Erkenntnisse aus COVID-19 für zukünftiges Pandemiemangement
herausgegeben von
Manfred Cassens
Thomas Städter
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-38667-2
Print ISBN
978-3-658-38666-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-38667-2

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