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2023 | OriginalPaper | Buchkapitel

8. Erkenntnissen durch Beobachtung der Zielkunden in ihrem natürlichen Umfeld gewinnen

verfasst von : Claude Diderich

Erschienen in: Strategieentwicklung mit Design Thinking

Verlag: Springer Nature Switzerland

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Zusammenfassung

Die Geschäftsmodellebene des Strategieentwicklungsprozesses mit Design Thinking konzentriert sich auf die Gestaltung der Art und Weise, wie das Unternehmen einen Mehrwert für seine Kunden schaffen will. Der erste Schritt, die Beobachtung, zielt darauf ab, Erkenntnisse zu gewinnen, die für die Strategiegestaltung von Nutzen sein können. Der Schwerpunkt der Beobachtung liegt auf der Schaffung der Grundlagen für die anschließende Entwicklung innovativer Ideen, auf denen das angestrebte Geschäftsmodell und die Strategie des Unternehmens aufbauen können. Zu diesem Zweck werden die Zielkunden in ihrem natürlichen Umfeld beobachtet. Es wird nach Analogien, Assoziationen und Widersprüchen gesucht. Die Beobachtung erfolgt in vier Schritten: passive Beobachtung der Zielpopulation, ethnografische Interviews mit Informanten, Gegenprüfung der gewonnenen Erkenntnisse mittels Fokusgruppen und Sekundärforschung, um eine ganzheitliche Perspektive zu erhalten. Ziel der Beobachtungsphase ist es, die wirklichen Herausforderungen der Kunden zu erkennen, welche angegangen werden müssen, anstatt sich auf die Symptome zu konzentrieren, wie sie von den Zielpopulationen wahrgenommen werden. Der fundierte Beobachtungsprozess wird durch verschiedene Instrumente und Bezugsrahmen unterstützt.

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Fußnoten
1
Ein federführender Informant ist ein Kunde eines Angebots, dessen Wert für ein breiteres Publikum noch unbekannt ist. Federführende Informanten sind in der Regel frühe Anwender, die dazu beitragen, den Wert eines Angebots aus der Kundenperspektive zu definieren, bevor es überhaupt einen Markt dafür gibt.
 
2
Wenn ein Treffen nach den Chatham House Regeln abgehalten wird, steht es den Informanten frei, die erhaltenen Informationen zu nutzen. Jedoch darf weder die Identität noch die Zugehörigkeit des/der Redner(s), noch die eines anderen Informanten preisgegeben werden. Die Regeln wurden 1927 von der Zentrale des britischen Royal Institute of International Affairs, dem Chatham House, aufgestellt.
 
Literatur
Zurück zum Zitat Liedtka, J., Ogilvie, T., & Brozenske, R. (2014). The design for growth field book. Columbia University Press.CrossRef Liedtka, J., Ogilvie, T., & Brozenske, R. (2014). The design for growth field book. Columbia University Press.CrossRef
Zurück zum Zitat So, C., & Joo, J. (2017). Does a persona improve creativity? The Design Journal, 20(4), 459–475.CrossRef So, C., & Joo, J. (2017). Does a persona improve creativity? The Design Journal, 20(4), 459–475.CrossRef
Zurück zum Zitat Spradley, J. P. (1979). The ethnographic interview. Waveland Press. Spradley, J. P. (1979). The ethnographic interview. Waveland Press.
Zurück zum Zitat Spradley, J. P. (1980). Participant observation. Waveland Press. Spradley, J. P. (1980). Participant observation. Waveland Press.
Zurück zum Zitat Verganti, R. (2009). Design-driven innovation. Harvard Business Press. Verganti, R. (2009). Design-driven innovation. Harvard Business Press.
Metadaten
Titel
Erkenntnissen durch Beobachtung der Zielkunden in ihrem natürlichen Umfeld gewinnen
verfasst von
Claude Diderich
Copyright-Jahr
2023
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-031-25021-7_8