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Über dieses Buch

Energiegenossenschaften erleben derzeit einen rasanten Zuwachs, denn sie sind starke Einkaufsgemeinschaften und bieten ihren Mitgliedern günstige Tarife. Auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werden die Genossenschaften auch immer öfter selbst zu Energieproduzenten. Sie stellen jedoch zahlreiche Anforderungen an das Management sowie an die Rechts- und Steuerberatung.

Dieses Buch begleitet Sie bei Gründung, Führung und Beratung solch eingetragener Genossenschaften (eG). Es klärt über geeignete Tätigkeitsfelder, Finanzierung und Projektmanagement auf und bietet darüber hinaus praxistaugliche Checklisten und Fallbeispiele für erfolgreiche Akteure auf kommunaler Ebene.

Die dritte Auflage wurde unter anderem um die Themen Unternehmensführung, Controlling und Rechnungswesen in Energiegenossenschaften erweitert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

In vielen Ländern ist der Klimawandel bereits Realität. Auch hierzulande sind erste Veränderungen sichtbar: Extreme Wetterlagen bilden sich immer stärker heraus: Im Sommer wird es heißer, im Winter wird es deutlicher feuchtkalt. Die zehn wärmsten Jahre sind laut der UN-Organisation für Meteorologie (WMO) seit Beginn der Messungen allesamt ab dem Jahr 1998 gemessen worden. Das Jahr 2010 war dabei das wärmste Jahr überhaupt, mit weltweiten Durchschnittstemperaturen von 0,53 °C über dem Mittelwert der Jahre 1961–1990. Auch der deutsche Winter 2013/2014 war einer der zehn wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen 1881. Mit 2,6 °C übertraf die durchschnittliche Temperatur von Dezember bis Mitte Februar den langfristigen Mittelwert von 0,2° deutlich.
Jürgen Staab

2. Rechtsformauswahl

Im Folgenden sollen einmal die verschiedenen Rechtsformen betrachtet werden, um einen Überblick über die Möglichkeiten der Unternehmensgestaltung in Deutschland zu geben. Die Aufstellung berücksichtigt allerdings nur die gängigen und zum Thema dezentraler Energieversorgung gebräuchlichsten Rechtsformen. Mögliche Rechtsformen sind: Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Offene Handelsgesellschaft (OHG), die Kommanditgesellschaft (KG), die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die Aktiengesellschaft (AG), die GmbH & Co. KG sowie die Genossenschaft. Vorweggenommen sei die Entscheidung für die eingetragene Genossenschaft (eG), deren Vorteile in einem der nachfolgenden Kapitel beschrieben werden.
Jürgen Staab

3. Gründungsprozess und erste Projekte

In diesem Kapitel sollen mögliche Vorgehensweisen in der Vorgründungsphase sowie Gründungsphase vorgestellt werden, die sicherlich nur einen Ausschnitt aus den Möglichkeiten in der Anfangsphase wiedergeben können. Dennoch hat sich der nachfolgend beschriebene Weg als sinnvoll und damit praktikabel herausgestellt.
Jürgen Staab

4. Ressourcen und Geschäftsfelder in den Regionen

In diesem Kapitel werden die Ressourcen betrachtet, die, auch statistisch gesehen, die höchste Relevanz für den Umbau der dezentralen Energieversorgung aufweisen. Dabei ist weniger der Output an Energie gemeint, sondern eher das, was am ehesten regional umsetzbar erscheint. So ergibt eine Umfrage des deutschen Instituts für Urbanistik unter Kommunen in Deutschland zur Nutzung erneuerbarer Energien folgendes Bild: An erster Stelle steht die Fotovoltaik mit 115 Nennungen, gefolgt von Solarthermie mit 98 Nennungen, anschließend Biomasse mit 84 und Geothermie mit 30 Nennungen. Schlusslicht bildet die Wasserkraft mit 14 sowie die Windkraft mit 9 Nennungen. Diese Umfrage ist nicht repräsentativ, gibt jedoch einen gewissen Überblick zu den Gewichten einzelner Energieerzeugungsformen.
Jürgen Staab

5. Vorteile der Technologien für die Region

Der Einsatz Erneuerbarer Energien in Kommunen verfügt neben bereits erwähnten Vorteilen, die im rein technischen Bereich liegen, über eine Fülle von Vorteilen gegenüber fossilen Brennstoffen, so dass hier nachfolgend noch einmal die Argumente in strukturierter Form erwähnt werden sollen.
Jürgen Staab

6. Finanzierung und Versicherung der Vorhaben

In den nachfolgenden Kapiteln zum Thema Finanzierung handelt es sich um eine Auflistung und um Ratschläge zu reinen Projektfinanzierungen. Die allgemeine Ausstattung mit nicht auf Projektbasis vergebenen Unternehmenskrediten, wie zum Beispiel Überziehungskredite auf dem laufenden Konto, sollen hier nicht behandelt werden.
Jürgen Staab

7. Gesetzliche Rahmenbedingungen und Rentabilität der Vorhaben

Alle Erneuerbaren Energien werden in spätestens einigen Jahren wettbewerbsfähig sein. Bis es so weit ist, werden noch Milliarden an Subventionen fließen, um auch die neuen Technologien unter Renditegesichtspunkten interessant zu machen.
Daher soll in diesem Kapitel noch einmal auf diesen Zusammenhang aufmerksam gemacht werden, indem zunächst die gesetzlichen Regelungen vorgestellt und dann in einem zweiten Schritt die Rentabilitäten einzelner Technologien aufgezeigt werden.
Jürgen Staab

8. Projektmanagement von Energiegenossenschaften

In diesem Kapitel soll es um die Systematik des Vorgehens innerhalb der Planung, Kontrolle und Steuerung von Projekten zur Gründung von Genossenschaften sowie deren Betriebszwecke in der kommunalen Energieversorgung gehen. Hier können sich zwar Überschneidungen zu anderen Kapiteln im Buch ergeben, relevant ist aber ein möglichst strukturiertes Vorgehen, das für den Gründungsprozess selbst wie auch für die einzelne Projektdurchführung gilt.
Jürgen Staab

9. Unternehmensführung, Controlling, Kostenrechnung

Die Führung einer Energiegenossenschaft erfolgt – insbesondere in den ersten Jahren – meist ehrenamtlich. Daher soll in diesem Kapitel einmal in die elementaren Instrumente zur Unternehmensführung, zum Controlling und zur Kostenrechnung eingeführt werden.
Jürgen Staab

10. Die Generalversammlung, Ausschüttungspolitik

Die einmal jährlich im Folgejahr stattfindende Generalversammlung sowie der Beschluss über die Ausschüttung an die Genossenschaftsmitglieder stellt gewissermaßen die wichtigste Veranstaltung im Jahresverlauf sowohl für die Mitglieder als auch den Vorstand und Aufsichtsrat dar.
Jürgen Staab

11. Beispiele für erfolgreiche Genossenschaften

Eine ganze Reihe von Genossenschaften stellen es heute schon unter Beweis: Erneuerbare Energien bringen viele Vorteile und neue Perspektiven in die Region.
Von gut geplanten Projekten können nicht nur die Genossenschaften profitieren. Auch Planer, Betreiber, Kommunen und die Bürger. Auf den folgenden Seiten werden verschiedene Genossenschaften mit einem heterogenen Spektrum von Betätigungsfeldern vorgestellt.
Jürgen Staab

12. Zukunftsszenarien der dezentralen Energieversorgung, Ausblick: Auf dem Weg zur Postwachstumsökonomie

Wie bereits in der Einleitung in Abschn. 1.3 beschrieben, werden sich in Deutschland in Zukunft dezentrale Strukturen der Energieversorgung herausbilden. Von Haushaltsgröße bis zu industriellen Anwendungen wird das Spektrum der Erneuerbaren Techniken reichen.
Jürgen Staab

13. Anhang

Die Mitgliedschaft endet nur zum Schluss eines Geschäftsjahres durch Kündigung (§ 5) oder Tod (§ 6) oder Auflösung einer juristischen Person oder einer Personengesellschaft (§ 7) oder Ausschluss (§ 8) oder Übertragung des gesamten Geschäftsguthabens (§ 28).
Jürgen Staab

Backmatter

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