Skip to main content
main-content

22.07.2014 | Erneuerbare Energien | Im Fokus | Onlineartikel

Tiefe Geothermie als Eckstein der Energiewende

2 Min. Lesedauer

Erneuerbare Grundlastträger sind im Zuge der zunehmend volatilen Energieerzeugung notwendig. Tiefe Geothermie kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, wenn sie denn entsprechend gefördert würde. Willi Freeden kommentiert.

Alternative Energien bestimmen immer mehr unsere wirtschaftliche Entwicklung und die öffentliche Diskussion. Die Energiewende und das dafür entwickelte Instrumentarium - das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) - sind in der letzten Zeit heftig in die Kritik geraten, sei es durch Proteste gegen Überlandstromtrassen, eine lokale "Verspargelung" mit Windkrafträdern oder die immer weiter steigende EEG-Umlage für den privaten Stromnutzer.

Es gilt, den Blick für die wesentliche Schwachstelle der Energiewende zu schärfen: das fehlende Eintreten für die Tiefe Geothermie, einer erneuerbaren Energie, die klimatisch bedingte Stromerzeugungsschwankungen von Photovoltaik und Windkraft ausgleicht und als Grundlastträger für Strom fungieren kann .

Positive Beispiele Tiefer Geothermieprojekte

Weitere Artikel zum Thema

Tiefe Geothermie wurde in Deutschland schon an einigen Standorten realisiert. Geothermie Unterhaching fördert seit 2009 reibungslos und konstant Fernwärme und erzeugt Strom. Das älteste Geothermiekraftwerk in Waren (Müritz) ist seit 1984 ununterbrochen am Netz. Jüngstes Beispiel ist das Geothermische Kraftwerk Traunreuth, das seit Februar 2014 Fernwärme liefert und ab Oktober 2015 Strom.
Fehlgeschlagene Bohrungen, die zu einer spürbaren Seismizität geführt haben (Staufen oder auch Landau) bestimmen aber weiterhin die öffentliche Meinung zu diesem Thema.

Warum das Handbuch?

Das "Handbuch Tiefe Geothermie" gibt erstmalig in deutscher Sprache einen vollständigen Überblick über alle Aspekte eines tiefengeothermischen Projektes: von der Prospektion, Exploration, Realisierung und schließlich der Nutzung dieser Energie. So wird die notwendige Kompetenz und Sicherheit bei Projektplanern, Projektbeteiligten, kommunalen Einrichtungen wie auch interessierten Bürgern geschaffen, ein geothermisches Projekt erfolgreich und wirtschaftlich durchzuführen sowie seismische Risiken frühzeitig zu erkennen und abzuwenden.

Die geballte Kompetenz von über 40 Autoren und deren reichhaltige Praxiserfahrung, erklären dem Leser verständlich die verschiedenen Schritte eines tiefengeothermischen Projektes, was bedeutsam ist und wie die Dinge richtig angegangen werden müssen, damit die Tiefe Geothermie positiver wahrgenommen wird und zum Erfolg des Umbaus des Energiesystems beitragen kann.

Zum Autor
Prof. Dr. Willi Freeden ist Leiter des Instituts Geomathematik an der Technischen Universität Kaiserslautern und neben Prof. Dr.-Ing Dr. h.c. Mathias Bauer, CBM Gesellschaft für Consulting, Business und Management mbH, Prof. Dr.-Ing. Hans Jacobi, Jacobi & Partner Industrieberatung GmbH und Dipl.-Ing. Thomas Neu, Geothermische Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH, Herausgeber des Fachbuches "Handbuch Tiefe Geothermie".

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

Wärmenutzung

Quelle:
Handbuch Tiefe Geothermie

2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

Seismizität

Quelle:
Handbuch Tiefe Geothermie
    Bildnachweise