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17.10.2012 | Erneuerbare Energien | Im Fokus | Onlineartikel

Interesse an dachintegrierten Systemen steigt

Autor:
Sabine Voith
1:30 Min. Lesedauer

Die gebäudeintegrierte Photovoltaik, kurz BIPV, untergliedert sich in Fassaden- und Dachintegration. Diese Systeme erzeugen nicht nur Strom, sondern schützen als Teil des Daches auch vor Wetter, Wärme, Brand und elektromagnetischer Strahlung. Laut einer Studie von EuPD Research für die Monier Group, einem führenden Baustoffanbieter, wird sich der Anteil an dachintegrierten Systemen am PV-Gesamtmarkt bis 2015 von derzeit drei auf künftig sechs Prozent verdoppeln.

Status Quo ist, dass Produkt- und Systemlösungen im Bereich der dachintegrierten Systemen wenig standardisiert sind. Ferner gibt es ein noch begrenztes Marktvolumen von ca. 300 mWp in 2012 in den europäischen Kernmärkten und eine hohe Abhängigkeit von Subventionen.

Eine Änderung verspricht sich die Branche von der europäischen Effizienzrichtlinie für Gebäude, die besagt, dass alle Neubauten ab dem Jahr 2021 dem Null-Energie-Richtwert entsprechen müssen. Der PV kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Die Kosten für dachintegrierte Systeme liegen laut der Studie leicht unter denen für Aufdachanlagen, was hauptsächlich am geringeren Planungsaufwand liege.

Die Monier Group spricht von einem Marktvolumen von 4,3 Milliarden Euro. Das Volumen errechnet sich aus einem Potenzial von 2,15 gWp pro Jahr und einem durchschnittlichen Systempreis von 2.000 Euro pro KWp. Wichtigste Märkte sind Frankreich und Italien, wobei die dachintegrierte Photovoltaik speziell im deutschen Markt derzeit seine Nischenposition verlässt und zu einem anerkannten Baumaterial avanciert, so die Monier-Gruppe.

"Drei Aspekte spielen aus unserer Sicht eine besonders große Rolle bei der Erschließung dieses Potenzials: Zum einen ist es wichtig, bei den Kunden mehr Wissen und Akzeptanz rund um die Vorteile dachintegrierter Anlagen zu schaffen. Außerdem muss die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit unter den Installateuren optimiert werden. Gleichzeitig sollten Anbieter die aufgrund der Multifunktionalität des Produkts gestiegenen Anforderungen der Endkunden in ihrem Leistungspaket berücksichtigen", sagt Jens Milnikel, der den Geschäftsbereich Solar der Monier Gruppe leitet. Die Gruppe hat vor kurzem von Schott Solar die InDaX-Technologie zur Herstellung von Indach- Photovoltaiksystemen übernommen.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Marktanalyse von Ende 2011 ist als Whitepaper erhältlich.

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