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10.07.2013 | Erneuerbare Energien | Im Fokus | Onlineartikel

Smartes Monitoring von PV-Anlagen

Autor:
Sabine Voith

Das Energiesystem der Zukunft soll "smart" sein. Dieser Trend zeigt sich auch im flexiblen Monitoring für PV-Anlagen. Alle gewünschten Informationen über Energieerzeugungsdaten, Anlagenzustände und Serviceprozesse sollen für den Betreiber jederzeit abrufbar sein. Auf der Messe Intersolar in München wurden innovative Lösungen präsentiert.

Das Monitoring unterstützt alle für das Anlagenmanagement wichtigen Aufgabenbereiche und erlaubt so eine optimale Effizienz der Energieanlage über die gesamte Lebensdauer. Analyse- und Diagnoselösungen bestimmen die Leistungsfähigkeit der Photovoltaik-Anlage und die Betriebszustände der Wechselrichter. Die gemessenen Werte werden mit vorher festgelegten Schwellenwerten verglichen. Weichen diese ab, teilt die Anlage dies dem Betreiber beispielsweise durch einen Alarm mit.

Auftretende Defekte werden so zeitnah entdeckt, sodass Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ein Punkt ist hier die Reduzierung von Fehlzeiten. Außerdem wird durch die Bereitstellung aller relevanten Anlagedaten wie Komponenten, Standort oder Hersteller die Wartung optimiert.

Das Monitoring bietet eine Datenerhebung, Auswertung und Berichterstattung für die Gesamtanlage. Die mittels Monitoring bereitgestellten Daten, dazu zählen unter anderem die produzierten Kilowattstunden pro Tag und Monat, werden in automatisch generierten Reports oder als Daten-Download zur Verfügung gestellt. Dies dient der Finanzierung oder der Abrechnung. Die Ertragssicherung steht hier im Vordergrund. Auf der Messe Intersolar zeigten Hersteller ihre Lösungen sowohl zur übergreifenden Überwachung einer oder mehrerer dezentraler Anlagen, als auch in den Bereichen Verteilnetz-Automatisierung, Transportnetze, Regelenergie, Metering und Vergütungsberechnung.

Anlagedaten online abrufbar

Die Überwachung der Anlage ist heute flexibel. Sie kann lokal per Display oder internetbasiert über ein Internetportal erfolgen. Diese Portale sind verknüpft mit Applikationen, die Anwender auf ihr Smartphone laden können. Informationen über den Energieertrag, den durch den Einspeisetarif generierten Geldbetrag und die eingesparte Menge CO2 sind so jederzeit abrufbar.

Auch Wechselrichterhersteller bieten Monitoringsystem für ihre Schnittstellen an. Sind Wechselrichter verschiedener Hersteller installiert, müssen mehrere Monitoringsysteme mit entsprechenden Steuerungsmöglichkeiten installiert werden. Es gibt jedoch auch Lösungen, die Schnittstellen unterschiedlicher Hersteller zu kombinieren und mit einem ausgereiften System zu steuern.

Ein Einsatz von Energiespeichern und eine intelligente Lastflusssteuerung durch Monitoring könnte Leitungsnetze entlasten. Doch das Monitoring ist nur ein Teil der Informations- und Kommunikationstechnologien, die in einem künftigen Energienetz eine immer größere Rolle einnehmen, wie die Autoren Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jürgen Appelrath, Prof. Dr. Dr. E. h. Henning Kagermann, Dr. Christoph Mayer im Kapitel "Szenarien für das Future Energy Grid" ausführen.

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