Skip to main content
main-content

01.12.2017 | Erneuerbare Energien | Infografik | Onlineartikel

Weltmeister bei den Erneuerbaren gekürt

Autor:
Julia Ehl

​​​​​​​Unter den Teilnehmerländern der Fußball-WM 2018 wurde schon jetzt der Gewinner bei der Nutzung von erneuerbaren Energien ermittelt. Nach Zahlen der Internationalen Energieagentur liegt Island vorne.

Nachdem alle Teilnehmer der Fußball-WM 2018 feststehen, hat die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) auf Basis der Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) eine Erneuerbaren-Energien-Rangliste für diese Länder erstellt. In der Rangliste liegt Island vorne, gefolgt gemeinsam von Uruguay und Costa Rica auf Platz 2. Deutschland liegt in der globalen Regenerativ-Rangliste nur im Mittelfeld.

Für das Ranking wurden die Anteile Erneuerbare Energien am Primärangebot und an der Stromproduktion für das Jahr 2015 ausgewertet. Island deckt seinen Strombedarf vollständig aus Wasserkraft und Erdwärme und führt dabei in beiden Kategorien. Brasilien, Kolumbien, Dänemark, Schweden, Kroatien, Panama, Nigeria, die Schweiz, Peru und Spanien schneiden alle besser ab als Deutschland. Am Ende der Rangliste stehen Iran, Südkorea und Saudi-Arabien. Immerhin hat sich Südkorea kürzlich auch für die Einleitung einer Energiewende entschieden. Derzeit dominieren dort noch Kohle und Atomkraft.

Mit der Veröffentlichung der Rangliste hat die AEE einen Vergleich zwischen dem Energieverbrauch der Aktiven bei der Fußball-WM und dem Energieverbrauch eines deutschen Durchschnittshaushalts gezogen: Laut FIFA-Schätzung verbraucht ein Fußballspieler pro Partie rund 6,5 Megajoule, das entspricht etwa 1,8 Kilowattstunden (kWh). Hochgerechnet für alle 22 Spieler auf dem Platz und zuzüglich der Unparteiischen, multipliziert mit 64 WM-Partien, ergibt sich ein Energieverbrauch der Aktiven auf dem Spielfeld von knapp 3.000 kWh. Dieser Wert entspricht etwa dem jährlichen Strombedarf eines Familienhaushaltes in Deutschland. Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE stellt daher fest: "Wie die Fußballer sich körperlich und mental von Spiel zu Spiel erneuern, so sollte die Fußball-WM Ansporn für alle sein, voll auf Erneuerbare Energien zu setzen".

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Geothermie

Quelle:
Handbuch Regenerative Energietechnik

Das könnte Sie auch interessieren

03.11.2017 | Kohle | Im Fokus | Onlineartikel

Raus aus der Kohleverstromung

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Systemische Notwendigkeit zur Weiterentwicklung von Hybridnetzen

Die Entwicklung des mitteleuropäischen Energiesystems und insbesondere die Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur sind konfrontiert mit einer stetig steigenden Diversität an Herausforderungen, aber auch mit einer zunehmenden Komplexität in den Lösungsoptionen. Vor diesem Hintergrund steht die Weiterentwicklung von Hybridnetzen symbolisch für das ganze sich in einer Umbruchsphase befindliche Energiesystem: denn der Notwendigkeit einer Schaffung und Bildung der Hybridnetze aus systemischer und volkswirtschaftlicher Perspektive steht sozusagen eine Komplexitätsfalle gegenüber, mit der die Branche in der Vergangenheit in dieser Intensität nicht konfrontiert war. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise