Skip to main content

17.03.2015 | Erneuerbare Energien | Schwerpunkt | Online-Artikel

Weltweit größter Offshore-Windpark wird gebaut

verfasst von: Sabine Voith

2:30 Min. Lesedauer

Aktivieren Sie unsere intelligente Suche, um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.

search-config
print
DRUCKEN
insite
SUCHEN
loading …

Das Offshore-Windprojekt "Dogger Bank" ist eines der größten Energieprojekte der Welt. Mit "Dogger Bank Creyke Beck" beginnt nun der Bau eines Windparks mit 2.400 Megawatt installierter Leistung.

Der erste Teil des Offshore-Windparks „Dogger Bank Creyke Beck“ in Großbritannien ist genehmigt. Damit wird der weltweit größte Windpark im Offshore-Feld Dogger Bank gebaut. Zugleich ist es das größte Projekt im Bereich der Erneuerbare Energien in Großbritannien. Es soll in zwei Teilen eine Windenergie-Leistung von insgesamt 2.400 Megawatt installiert werden.

Es sollen zwei Mal je 200 Windräder errichtet werden. Die beiden Projektteile verfügen über eine Leistung von jeweils 1.200 MW, also insgesamt 2.400 MW. Der Park wird an die Umspannstation Creyke Beck in der Nähe von Cottingham angebunden sein. Nach Fertigstellung soll der See-Windpark etwa acht Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen, was etwa zwei Prozent des gesamten Strombedarfs Großbritanniens ausmacht.

Sieben Gigawatt installierte Leistung geplant

Weitere Artikel zum Thema

"Dogger Bank“, zwischen England und Dänemark gelegen, ist die größte Sandbank der Nordsee und eine der größten Offshore-Flächen in Entwicklung. Bis 2020 sollen hier Offshore-Windparks mit einer Zielkapazität von 7,2 Gigawatt entstehen. Ursprünglich waren neun Gigawatt geplant, mit einer Erweiterung bis 13 Gigawatt. Diese Pläne wurden jedoch geändert.

"Dogger Bank" ist rund 8.660 Quadratkilometer groß und liegt zwischen 125 und 290 Kilometer vor der Küste der ostenglischen Grafschaft Yorkshire. Das Meer der Nordsee ist an dieser Stelle laut RWE nur 30 Meter tief und damit ideal für die Installation von Windkraftanlagen.

Großbritannien bleibt "Offshore-Windkraft-König"

Die Politik hofft auf hunderte "grüne" Arbeitsplätze und auf "grünen" Strom für rund zwei Millionen Haushalte. Das Projekt soll etwa 4.750 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen und mehr als 1,5 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft beitragen. Das Vereinigte Königreich ist Weltmarktführer in der Branche. Umweltpolitische Aspekte spielen jedoch eine immer bedeutendere Rolle in der Offshore-Windstromerzeugung. So wurde die zweite Bauphase von London Array, der aktuell noch weltgrößte Offshore-Park, aufgrund umweltpolitischer Bedenken nicht eingeleitet.

Projektierer von "Dogger Bank Creyke Beck" ist das Konsortium Forewind mit seinen vier Partnern, RWE, Scottish and Southern Energy, Statkraft und Statoil. Der Projektvorlauf betrug vier Jahre. Dies beinhaltete laut Statkraft die – mit 60 Millionen Pfund, die für Gutachten ausgegeben wurden – umfangreichste Studie eines Offshore-Entwicklungsabschnitts, die jemals durchgeführt wurde.

Springer-Autor Philip Würfel beschreibt im Buchkapitel "Das Powerhouse: Technische Grundlagen der Stromversorgung" die technischen "Kinderkrankheiten" der Offshore-Windenergie, die durch Gegebenheiten wie Wassertiefe, Witterungsbedingungen, Salzwasser oder das raue Seeklima hervorgerufen werden.

print
DRUCKEN

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt