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Ernst Gombrich, Karl Popper und die Kunsttheorie

  • 2019
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

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Zusammenfassung

Der Kunsthistoriker Ernst Hans Josef Gombrich (1909–2001) hat einen „wissenschaftlichen“ oder kognitiven Ansatz zur Erforschung der Geschichte und Psychologie der Künste entwickelt, der sehr maßgeblich von der Wissenschaftstheorie seines engen Freundes Karl Popper beeinflusst worden ist. Die geistige Nähe zwischen beiden wird in Gombrichs zentraler Arbeit zur Wiederentdeckung der Repräsentation in der Renaissance und zur Historiografie der Kunst deutlich. Ihre Differenzen verdienen allerdings ebenfalls Beachtung. Gombrichs Ansicht zufolge verändern sich Geschmack und Stil entsprechend der von ihm so genannten „Logik der Mode“. Gombrich hat dargelegt, auf welch vielfältige Weise Veränderungen in der Kunst sich vollziehen. Während sich die Moden in der Kunst auf unvorhersehbare, launenhafte Weise wandeln, tauchen technische Veränderungen als Lösungen für technische Probleme auf und werden im Modus von Versuch und Irrtum ermittelt. Auf diese Weise stieß Gombrich auf eine Antinomie in der Kunsttheorie: Handwerkliche Fähigkeiten und Können wandeln sich durch rationalen Fortschritt, während sich Stile durch den irrationalen Mitläufereffekt verändern. In der Kunst ist der relativistische Pluralismus zur Mode geworden, und diese Mode hat seine Antinomie ignoriert – und zwar, sofern er richtig liegt, recht willkürlich.

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Titel
Ernst Gombrich, Karl Popper und die Kunsttheorie
Verfasst von
Sheldon Richmond
Ian Jarvie
Joseph Agassi
Copyright-Jahr
2019
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-16239-9_43
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