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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In der agrarwissenschaftlichen Literatur findet sich nicht selten die These, daß im pflanzlichen Produktionsprozeß der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel eine risikopolitische Maßnahme ist, die in ihrer Wirkung einer Versicherung ähnelt. Dies gilt insbesondere für einen prophylaktischen Einsatz, als dessen primäres Ziel die Vermeidung von Ertragsverlusten in Jahren ungünstiger Witterungsbedingungen anzusehen ist. Die Gemeinsamkeiten, die viele Pflanzenschutzmaßnahmen mit einer Versicherung aufweisen, liegen in der erwarteten Risikoreduktion, der Unsicherheit zum Entscheidungszeitpunkt, ob die Maßnahme im konkreten Einzelfall tatsächlich notwendig wäre, sowie der Tatsache, daß Kosten entstehen. Diese Kosten sind in dem einen Falle die Pflanzenschutzkosten und in dem anderen Falle die Versicherungsprämie. Die Wirkungsaffinität der beiden Risk Management-Instrumente ‘chemisch-synthetischer Pflanzenschutz’ und ‘Versicherung’ wirft die Frage auf, ob eine Ertragsausfallversicherung, die einen sehr weit gefaßten Deckungsschutz bietet, Pflanzenschutzmaßnahmen zu substituieren und somit die spezielle Intensität dieses Produktionsfaktors zu mindern vermag.
Peter Schlieper

2. Bestehende Versicherungen pflanzlicher Produktion

Zusammenfassung
Eine empirische Analyse des existierenden Versicherungsangebotes der pflanzlichen Produktion muß über den deutschen Versicherungsmarkt hinausgreifen. Dies wird deutlich, wenn das im Produktionsprozeß befindliche Produktionsgut als Versicherungsgegenstand betrachtet wird. Schäden der Kulturen im laufenden Prozeß lassen sich in Deutschland nur durch den Abschluß einer Hagelversicherung, im Rahmen einer Feuerversicherung sowie im Unterglasanbau im Rahmen einer Sturmversicherung versichern. Damit sind im Freilandanbau die Ursachen kompensierbarer Schäden auf Hagel und Feuer eingeschränkt, während Schäden bedingt durch andere Schadenursachen nicht versicherbar sind, da kein adäquates Versicherungsangebot am deutschen Markt existiert.
Peter Schlieper

3. Unternehmenserfolg der Mehr- und All-Gefahrenversicherungen

Zusammenfassung
Bei den in den Kapiteln 2.3.1 und 2.3.2 betrachteten Mehr- und All-Gefahrenversicherungen pflanzlicher Produktion wird deutlich, daß aufgrund hoher Unternehmensver-luste nahezu alle existierenden Ausgestaltungen unter rein marktwirtschaftlichen Maßstäben nicht existenzfähig sind, so daß deren Überlebensfähigkeit maßgeblich von der finanziellen Unterstützung durch staatliche Institutionen abhängt.
Peter Schlieper

4. Ursachen mangelnden Unternehmenserfolges

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die Ursachen des mangelnden finanziellen Unternehmenserfolges bestehender Mehr- und All-Gefahrenversicherungen betrachtet. Analysiert werden somit die Gründe für die Verfehlung des Zieles, auf einer finanziell gesunden Unternehmensbasis zu operieren. Obwohl sich diese Analyse stark an der FCI orientiert, werden hierbei die wesentlichsten Probleme einer Mehr-Gefahrenversicherung pflanzlicher Produktion deutlich, die keinesfalls nur für die FCI, sondern für den gesamten Versicherungstypus spezifisch sind.
Peter Schlieper

5. Maßnahmen zur Begrenzung der Wirkungen asymmetrischer Information

Zusammenfassung
Da sich die Asymmetrie der Information als eine wesentliche Ursache des mangelnden Unternehmenserfolges erweist, greift dieses Kapitel diese versicherungstechnische Problematik erneut auf, um Maßnahmen zu diskutieren, die auf eine Begrenzung der Effekte einer asymmetrische Information auf den Unternehmenserfolg des Versicherungsgebers zielen. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich sowohl um optionale Gestaltungselemente der Vertragsbedingungen als auch um mögliche staatliche Intenven-tionen in den Transaktionsprozeß. Gemein ist allen Maßnahmen das Ziel, zu einer Gesundung und zur Überlebensfähigkeit einer Versicherung beizutragen. Bei einer solchen grundsätzlichen Diskussion ist es letztlich unerheblich, ob es sich um ein staatliches Versicherungsprogramm oder eine kommerziell orientierte Versicherungsunternehmung handelt. Die Diskussion der Vertragselemente und der staatlichen Interventionsmöglichkeiten sucht dabei immer wieder den Bezug zur FCI, um aus dem Fundus der Erfahrungen mit den im Zeitverlauf häufig modifizierten Vertragsgestaltungen der FCI sowie der zahlreichen Diskurse innerhalb der nordamerikanischen Agrarökonomie zu schöpfen.
Peter Schlieper

6. Intensität und Risiko pflanzlicher Produktion

Zusammenfassung
Im Vorfeld einer jeglichen Diskussion der Intensität pflanzlicher Produktion ist es unabdingbar, zunächst eine klare Begriffsbestimmung vorzunehmen. Obwohl die Intensitätslehre, die bereits von Aereboe und Brinkmann entscheidend geprägt wurde, innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebslehre auf eine vergleichsweise lange Historie zurückblicken kann, hat sie keinesfalls an Aktualität verloren. Denn sowohl die mengenmäßige Überlastung der Agrarmärkte, die Europäische Agrarreform als auch die zunehmende Integration ökologischer Aspekte in die Betriebslehre haben in den zurückliegenden Jahren für eine erneute Belebung der Intensitätsdiskussion gesorgt.
Peter Schlieper

7. Quantitative Analyse der Auswirkungen einer Ertragsausfallversicherung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird eine Konzeption einer Ertragsausfallversicherung pflanzlicher Produktion entworfen. Die weiter oben beschriebenen historischen Erfahrungen, die in vielen Staaten und insbesondere in den USA mit diesem Versicherungstypus gesammelt wurden, legen nahe, daß die Implementierung einer solchen Versicherung erhebliche versicherungstechnische Probleme aufwirft und die Durchführbarkeit im Rahmen eines marktwirtschaftlichen Prozesses als außerordentlich fragwürdig zu bewerten ist. Aus diesem Grunde erscheint eine mögliche Einführung durch ein kommerziell orientiertes Versicherungsunternehmen als wenig ratsam, so daß sich an dieser Stelle die Konzeption dieser Versicherung als ein agrarpolitisches Instrument empfiehlt.
Peter Schlieper

8. Diskussion und Ausblick

Zusammenfassung
In den vorhergehenden Kapiteln wurde eine Versicherungskonstruktion definiert, die bewußt auf eine den chemischen Pflanzenschutzmitteleinsatz substituierende Wirkung zielt. Unterstützt wurde diese Intention durch die Vertragsbedingung, die einen Versicherungsabschluß nur bei einem Verzicht zuläßt. Es stellt sich somit die Frage, ob auch eine Ertragsausfallversicherung, die eine solche Bedingung nicht vorsieht, zu einer zumindest partiellen Substitution führt.
Peter Schlieper

9. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Der Blick über den Tellerrand des hiesigen landwirtschaftlichen Versicherungsmarktes führt zu der Erkenntnis, daß neben der weltweit etablierten Hagelversicherung in vielen, insbesondere außereuropäischen Staaten Versicherungen existieren, die für die pflanzliche Produktion einen sehr weit gefaßten Deckungsschutz bieten. Einige dieser Versicherungen basieren auf dem Prinzip der All Risks-Deckung, d. h., der Anspruch ‘ auf eine Versicherungsleistung tritt im Falle eines Ertragsverlustes unabhängig von der Schadenursache ein, sofern die Ursache nicht explizit in der für All Risks-Versicherungen typischen Ausschlußliste enthalten ist. Andere Versicherungen hingegen definieren die Anzahl der versicherten Gefahren so weitreichend, daß sie sich im Dekkungsumfang nur unwesentlich von dem einer All Risks-Versicherung unterscheiden.
Peter Schlieper

10. Literaturverzeichnis

Ohne Zusammenfassung
Peter Schlieper

11. Anhang

Ohne Zusammenfassung
Peter Schlieper

Backmatter

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