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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Erweiterung und Integration der EU: eine Rechnung mit vielen Unbekannten

Zusammenfassung
Die bislang umfangreichste Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft ist in vollem Gange. Der Stichtag des Beitritts von zehn Staaten wird mit Hoffen und Bangen erwartet, große Veränderungen stehen ins Haus. Die derzeitige Erweiterungsrunde stellt besonders hohe Anforderungen an die beitrittswilligen Staaten wie auch an die bisherigen Mitgliedsländer und die EU. Weder die eine noch die andere Gruppe von Ländern ist ein homogenes Gebilde, ebenso wenig die der westeuropäischen Staaten, die über Jahrzehnte außerhalb der Gemeinschaft geblieben sind.
Jörg Glombowski, Nora Fuhrmann, Karin Pieper, Kai Rabenschlag

Zum Problem der Wettbewerbsfähigkeit im Außenhandel der mittelosteuropäischen Länder

Zusammenfassung
Mit der Umorientierung der Handelsbeziehungen auf die Märkte Westeuropas war die Hoflhung verbunden, den notwendigen Strukturwandel und die Modernisierung der mittelosteuropäischen Volkswirtschaften zu beschleunigen. Diese Handelsstrategie sollte den Entwicklungsprozess der MOEL1 in der Weise stützen, dass über einen leistungsfähigen Exportsektor die Einkommensbildung in der Region ausgeweitet werden kann, und damit ein interner Kapitalbildungsprozess initiiert wird.
Dagmar Stockmann

Auswirkungen der Integrationspolitik der Europäischen Union auf die Regionalpolitiken in Ungarn und Polen

Zusammenfassung
Die von der Europäischen Union (EU) in Aussicht gestellten Gemeinschaftsmittel im Politikfeld Regionalpolitik haben in den zehn mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL), die derzeit über ihren Beitritt zur EU verhandeln1, bereits in der Vorbeitrittsphase innenpolitische Machtspiele um regionalpolitische Kompetenzen ausgelöst. Dabei stellt sich die Frage, ob die Konzeptionen der Regionalpolitiken zur Lösung von sozio-ökonomischen Konflikten in den Beitrittsländern beitragen können. Vieles deutet daraufhin, dass auf dem Anpassungspfad, also der Umsetzung von Strukturen und der Anwendung von Verfahren der EU-Regionalpolitik, nicht unbedingt der direkte Weg eingeschlagen, sondern ein anderer Pfad gewählt wird. Die innenpolitischen Konflikte im Politikfeld Regionalpolitik im Kontext der EU-Integration, die von regionalpolitischen Akteuren in Ungarn und Polen auf der nationalen und regionalen Ebene unterschiedlich gelöst werden, stehen im Mittelpunkt dieses Aufsatzes.2
Karin Pieper

Foreign Direct Investment as a Source of Technology-Spillovers in Central East European Candidate-Countries

Abstract
There are a number of ‘Western’ transition economies in Eastern Europe which applied for membership in the European Union in the early 1990s and have visibly succeeded in preparing for EU-accession. Czech Republic, Hungary and Poland but also Slovenia, Slovakia and the Baltic states are frequently mentioned as the most advanced transition economies and promising candidates for EU eastern enlargement. In preparation for EU-accession, the economy and society of these countries has gone through substantial changes.1
Jutta Günther

Wirtschaftliche Verflechtung Polens mit der EU vor und nach dem Beitritt

Zusammenfassung
Die Integrationsprozesse, die in den letzten Jahren in der Weltwirtschaft auftreten, sind sehr komplex und betreffen tiefe wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche und kulturelle Wandlungen. Polen ist neben den anderen EU-Beitrittskandidaten aus Mittel- und Osteuropa an diesen Wandlungen aktiv beteiligt. Die 90er Jahre waren durch zwei parallele Prozesse gekennzeichnet: In den MOE-Ländern erfolgte eine Systemtransformation, und gleichzeitig fanden dort Anpassungsprozesse an die Bedingungen und Strukturen der EU-Länder statt.
Ryszard Barczyk

Die Zentrums-Peripherie-Struktur kollektiver Identitäten in West und Ost. Ein Vergleich des europäischen und des deutsch-deutschen Einigungsprozesses

Zusammenfassung
Im Kontext der anstehenden Beitritte Polens, Ungarns und der Tschechischen Republik zur Europäischen Union werden in diesen Ländern Ablehnungshaltungen immer vernehmlicher. Diese Situation bietet sich für einen Vergleich mit ähnlichen Strukturen des Einigungsprozesses von Ost- und Westdeutschland an.
Anne Sophie Krossa

Umbau oder Abbruch des „Europäischen Sozialmodells“? Bemerkungen zu einer aktuellen europäischen Strategiedebatte

Zusammenfassung
Seit einigen Jahren taucht in Dokumenten der Europäischen Union immer häufiger der Begriff des Europäischen Sozialmodells auf. Mit diesem Terminus verbindet sich die These einer (west-)europäischen Identität, die auf einer spezifischen Ausgestaltung der sozioökonomischen Ordnung beruhe — einer Ordnung, die in besonderer Weise in der Lage sei, wirtschaftlichen Erfolg und sozialen Ausgleich zu kombinieren. „Entdeckt“wurde das Europäische Sozialmodell (im Folgenden meist: ESM) Mitte der 80er Jahre im Kontext einer doppelten Herausforderung: dem in den USA und dem Vereinigten Königreich wirkungsmächtig gewordenen Neoliberalismus und der revitalisier-ten Europäischen Integration mit dem Projekt „Binnenmarkt 1992“. Dem ESM kam in diesem Zusammenhang eine doppelte Funktion zu. Zum einen postulierte das ESM eine spezifisch europäische Tradition des politisch vermittelten sozialen Ausgleichs. In der wissenschaftlichen Diskussion führte dieser Strang der Debatte zu der Frage, ob es tatsächlich von außereuropäischen Ländern abgrenzbare, übergreifende Gemeinsamkeiten gibt, die das Reden von einem Europäischen Sozialmodell sinnvoll machen (vgl. Therborn 1995; Crouch 1999; Ebbinghaus 1999; Aust u.a. 2002).
Andreas Aust

Die Flexibilität der Europäischen Union gegenüber Mitgliedern und europäischen Drittstaaten

Zusammenfassung
In den 1990er Jahren war der Prozess der europäischen Integration von einer wachsenden Flexibilisierung gekennzeichnet. Die Europäische Union hat einerseits die Vertiefung ihrer eigenen Integration durch die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza gelockert und andererseits ihre Beziehungen zu Drittstaaten zunehmend variabel gestaltet.
Sieglinde Gstöhl

The Implications of Deepening and Widening for EU’s External Economic Relations

Abstract
For better or worse, the 1990s was the decade of regional integration in Europe and globally. Outside Europe, 50 of the 125 regional integration arrangements (RIAs) concluded after 1945 were concluded between 1990–94. In Europe, the EU went through a deepening process and embarked on a process of enlargement. This paper aims to identify the possible implications of EU’s deepening and widening for external economic relations. Utilising a political economy model of integration, it tries to answer the following questions: has deepening been conducive to liberalisation in EU’s trade policy? What are the implications of deepening and widening for the EU’s compatibility with the multilateral trading regime? What are the consequences of the widening (hence, increased heterogeneity) for EU’s external economic relations? Finally, is the current enlargement strategy sufficient for the integration of what may be called reluctant reformers, such as Turkey or the Balkan countries?
Mehmet Ugur

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