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Über dieses Buch

Das Buch gibt eine Einführung in die Spezifikationssprachen Estelle, LOTOS und SDL. Die Sprachen sind Standardsprachen der ISO (Estelle, LOTOS) und des CCITT (SDL) zur Spezifikation von Diensten und Protokollen in Kommunikationssystemen. Insbesondere im Zusammenhang mit der Idee und den Konzepten von OSI (Open Systems Interconnection) gewinnen die drei Sprachen zunehmend an Bedeutung - innerhalb und außerhalb der Normung. Das Buch stellt die drei Sprachen weitgehend anhand von durchgängigen Beispielen vor, bei denen es sich um Dienste und Protokolle handelt, die den OSI-Konzepten folgen. Das Besondere an dem Buch ist, daß durch die Verwendung identischer Beispiele die drei Sprachen direkt miteinander vergleichbar werden. Obwohl Estelle, LOTOS und SDL formale Sprachen sind, wird weitgehend auf Formalismen verzichtet, so daß die Darstellung allgemein und leicht verständlich ist. Das Buch bildet daher ein sehr nützliches Komplement zu den offiziellen Dokumenten und Sprachbeschreibungen der ISO und des CCITT. Das Ziel des Buches ist, dem Leser einen Einblick in die drei Sprachen zu geben und als leicht verständliches und kompaktes Nachschlagewerk in der täglichen Arbeit zu dienen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Eine Hauptaktivität bei der Entwicklung von Systemen aller Art ist die Herstellung von Dokumenten, die das Verhalten des Systems spezifizieren. Das beginnt bei sehr abstrakten, vagen Beschreibungen zur Problemdefinitioa Diese Beschreibungen werden dann detailliert und präzisiert und münden in einer Anforderungsspezifikation, auf deren Basis das System entworfen und letztlich implementiert wird.
Dieter Hogrefe

2. Die geschichtete Kommunikationsarchitektur

Zusammenfassung
Angenommen ein Benutzer α eines Rechners A möchte über ein Rechnernetz eine Nachricht an einen Benutzer b eines Rechners Bsenden.
Dieter Hogrefe

3. Estelle

Zusammenfassung
Die Entwicklung von Estelle wurde ebenso wie die von LOTOS in der ISO initiiert. Die Notwendigkeit formaler Spezifikationssprachen ergab sich aus der Komplexität der Protokollspezifikationen, die internationale Standards werden sollen. Es wurde erkannt, daß zur Entwicklung zuverlässiger Protokolle für verteilte Systeme formale Methoden sehr hilfreich sein können.
Dieter Hogrefe

4. Lotos

Zusammenfassung
Die Historie von LOTOS ist eng verknüpft mit der von Estelle. Beide Sprachen entstanden aus dem Wunsch der ISO nach einer einheitlichen Beschreibungssprache für standardisierte Protokolle und Dienste. Während Estelle das Konzept der endlichen erweiterten Automaten zugrundeliegt, hat LOTOS seine Wurzeln in der Prozeßalgebra. Die Konzepte sind denen von CCS [44] sehr ähnlich, es wird also das beobachtbare Verhalten eines Systems beschrieben, ohne dazu explizit Internas wie Zustände zu benutzen. Hierin unterscheidet sich LOTOS wesentlich von Estelle und SDL.
Dieter Hogrefe

5. SDL

Zusammenfassung
SDL [11] ist ebenso wie Estelle und LOTOS eine Sprache zur Spezifikation und Beschreibung von Systemen. Die Grundidee von SDL ist, ein System in Form von kommunizierenden Prozessen zu beschreiben, was auf die besondere Eignung von SDL im Bereich der parallel arbeitenden (z.B. verteilten) Systemen hindeutet.
Dieter Hogrefe

6. Allgemeine Aspekte

Zusammenfassung
Mit Spezifikationen, die in einer formalen Spezifikationssprache geschrieben sind, kann ein Systemverhalten präzise beschrieben werden. Der Hauptanwendungsbereiche der Sprachen Estelle, LOTOS und SDL sind heutzutage die Dienste und Protokolle von Telekommunikationssystemen [41]. Aber auch anderes Verhalten kann mit den Sprachen beschrieben werden, wie zum Beispiel der Dialog zwischen einem Benutzer und einer Maschine.
Dieter Hogrefe

Backmatter

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