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Über dieses Buch

In der sozialwissenschaftlichen Debatte wird oft ein pessimistisches Bild der Bedingungen und Perspektiven europäischen gewerkschaftlichen Handelns gezeichnet. Selten wurde aber bisher in eine nationale Gewerkschaft hineingeschaut und gefragt, ob und inwiefern die innergewerkschaftlichen (Macht-)Verhältnisse ihre europabezogene Arbeit beeinflussen. Diese Arbeit setzt dort an und lenkt auf der Suche nach den Möglichkeiten und Grenzen gewerkschaftlicher Interessenvertretung in Europa den Blick in eine nationale Gewerkschaft hinein. Am Beispiel der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bringt dies einerseits europabezogene Praktiken zum Vorschein, die aus einer Makroperspektive verdeckt bleiben. Andererseits werden neue Erkenntnisse zu Hindernissen gewerkschaftlicher Europaarbeit gewonnen, die in den innerorganisatorischen Strukturen und Machtrelationen selbst begründet sind. Für den Blick in die Gewerkschaft wird in dieser Arbeit eine feldtheoretische Perspektive eingenommen. Damit wird ihre „Europaarbeit“ durch das Zusammenspiel der Position der Gewerkschaft in anderen Feldern (wie dem der deutschen und der europäischen Arbeitsbeziehungen) und den Kräfteverhältnissen innerhalb der Gewerkschaft selbst erklärt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Im Folgenden soll zunächst die Fragestellung meiner Untersuchung dargestellt und im Zuge dessen die theoretische Perspektive kurz angerissen werden. Danach soll der Untersuchungsgegenstand „ver.di“ kurz vorgestellt und die Auswahl begründet werden. Abschließend wird der weitere Aufbau der Arbeit dargestellt.
Nele Dittmar

Kapitel 2. Theoretischer Rahmen

Zusammenfassung
Im Folgenden sollen verschiedene theoretische Zugriffe auf Gewerkschaften und gewerkschaftliche Interessenvertretung in Europa sowie die in dieser Arbeit eingenommene feldtheoretische Perspektive genauer vorgestellt werden.
Nele Dittmar

Kapitel 3. Methodische Überlegungen und Vorgehensweise

Zusammenfassung
Wie oben bereits ausgeführt, eignet sich die Gewerkschaft ver.di meines Erachtens aus verschiedenen Gründen als Untersuchungsgegenstand. Die Untersuchung ist als Einzelfallstudie angelegt. Als charakteristische Merkmale von Fallstudien, die sie in Anlehnung an Yin (2003) als eine Forschungsstrategie verstehen, identifizieren Pflüger et al.
Nele Dittmar

Kapitel 4. ver.di in den Feldern der Arbeitsbeziehungen

Zusammenfassung
Wie bereits ausgeführt, müssen aus feldtheoretischer Sicht die Spielregeln, „Wertmaßstäbe“ für verschiedene Kapitalsorten und Relationen zwischen Positionen innerhalb ver.dis als mitgeprägt durch die Position ver.dis in anderen Feldern und die dort vorherrschenden Wertmaßstäbe, Machtrelationen und Spielregeln angesehen werden („zooming out“). Da es wie erläutert in dieser Arbeit nicht geleistet werden kann, die Feldgrenzen ver.dis sowie der Felder, in denen ver.di eine Position einnimmt, empirisch anhand der Wirkungsweise der feldspezifischen Kapitalsorten zu bestimmen, soll in dieser Arbeit mit Bezug zur Literatur davon ausgegangen werden, dass man die (trans)nationalen Arbeitsbeziehungen als „Kernbereich der äußeren Umwelt“ der Gewerkschaften bezeichnen kann, und „diese umgekehrt [als, ND] zentrale Akteure der Arbeitsbeziehungen“.Dabei umfassen die Arbeitsbeziehungen „das Institutionen- und Beziehungsgefüge zwischen den kollektiven Akteuren des Dreiecks Arbeit, Kapital und Staat“.
Nele Dittmar

Kapitel 5. Europaarbeit im Feld ver.di

Zusammenfassung
Im Folgenden möchte ich nun die in Punkt 2 formulierten Annahmen über ver.di als ein schwach wirkendes Feld, in dem aber – trotz bereichsspezifisch leicht unterschiedlicher „Spielregeln“ und Wertmaßstäbe – geteilte Auffassungen über den Sinn des Spiels und gewerkschaftliche Praktiken zu dessen Erreichung bestehen, noch einmal ausführlich empirisch unterfüttern.
Nele Dittmar

Kapitel 6. Schluss

Zusammenfassung
In dieser Arbeit sollte der Frage nachgegangen werden, welche europabezogenen Praktiken wie und warum durch die und in der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verfolgt werden.
Nele Dittmar

Backmatter

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