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Über dieses Buch

Die Autorinnen und Autoren des Tagungsbandes ziehen anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Wissenschaftlichen Konferenz Eventforschung Bilanz und werfen gleichzeitig einen Blick in die Zukunft der Live Communication. Das Schwerpunktthema „10 Jahre Eventforschung“ wird mit vielfältigen wissenschaftlichen und praxisorientierten Beiträgen, u. a. zur Digitalisierung, zur Arbeitssituation in der Branche, zum agilen Projektmanagement, zum Datenschutzrecht sowie zur Nachhaltigkeit, bearbeitet. Dieser Band fasst die auf der 10. Eventkonferenz, die am 26. Oktober 2018 an der TU Chemnitz stattfand, vorgestellten und diskutierten Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele zusammen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Eventforschung – Rückblicke, Einblicke, Ausblicke

Zusammenfassung
Als die 1. Wissenschaftliche Konferenz zum Thema Eventforschung unter dem Schwerpunkt „Stand und Perspektiven der Eventforschung“ im Jahre 2009 an der TU Chemnitz stattfand, waren die Vortragsplätze schnell vergeben und über 200 interessierte Teilnehmer aus Eventforschung und -studium von Hochschulen und aus der Eventpraxis verfolgten gespannt die Vorträge und diskutierten intensiv. Mithin war klar: Die Eventforschung entwickelt sich im DACH-Raum und die in der Folge alljährlich stattfindende Eventkonferenz wurde schnell zur Plattform für den wissenschaftlichen Diskurs im Eventbereich. Die Forschungsergebnisse fanden weite Verbreitung in Wissenschaft und Praxis, da jährlich Konferenzbände beim renommierten Springer/Gabler Verlag erschienen.
Cornelia Zanger

Totgesagte leben länger: Messen im Spiegel von Langzeitstudien

Zusammenfassung
Zum zehnjährigen Jubiläum der Konferenz Eventforschung an der TU Chemnitz soll die Chance genutzt werden, über die Entwicklung eines der wirtschaftlich bedeutendsten Instrumente der Live Communication zu sprechen, nämlich über Messen. Mit zwei Langzeitstudien über 20 Jahre, die am Institut der Deutschen Messewirtschaft im AUMA durchgeführt wurden, kann überprüft werden, wie sich die Messen in dieser Zeit entwickelt haben. Gerade vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung, die vor 20 Jahren noch in den Anfängen steckte, kann dieser Blick zurück Entwicklungen aufzeigen, aus denen man auch einiges für die Zukunft wird ableiten können.
Hendrik Hochheim, Horst Penzkofer

Der Messestand der Zukunft – Perspektiven digitaler Trends in der Live Communication

Zusammenfassung
Bei der mehrdimensionalen und multisensualen Kommunikation von Marken spielt insbesondere die Digitalisierung eine zunehmend wichtigere Rolle. Der Lehrstuhl Handelsbetriebslehre und Marketing der Technischen Universität Chemnitz hat hier mit seinen wissenschaftlichen Konferenzen zur Eventforschung, die seit über einem Jahrzehnt stattfinden, über die Jahre hinweg wichtige Impulse gesetzt. Augmented und Virtual Reality (AR und VR) werden in kommenden Jahren „zum Standard in Unternehmen“, postulierte unlängst eine Studie zur Investition in digitale immersive Technologien (vgl. Kern 2018).
David Ruetz

Agiles Projektmanagement im Eventbereich

Zusammenfassung
Seit Bestehen der Event-Industrie wird nach klassischer Projektmanagement-Theorie gearbeitet, wenn auch sehr flexibel und dynamisch.
Colja M. Dams

eSport-Events: Potentiale und Herausforderungen hybrider Erlebniswelten aus Sicht des Eventmarketing

Zusammenfassung
Der eSport (auch elektronischer Sport) hat sich in den letzten Jahren beeindruckend aus einem Nischen- zu einem Massenphänomen entwickelt. Täglich sind global mehr als zehn Millionen Spieler aktiv (vgl. Geller 2016). Folgt man den Ergebnissen der JIM-Studie (2017), so nutzen 44 Prozent der 12- bis 19-Jährigen den Computer oder die Konsole online.
André Schneider, Thomas Wendeborn

Mobile Spiele als Instrument des aktivierenden Leveragings im Veranstaltungssponsoring

Zusammenfassung
Sponsoring gilt in Praxis und Wissenschaft als wirkungsvolles Kommunikationsinstrument. So stimmen laut der Studie Sponsor-Trend 2017 von 190 befragten Entscheidungsträgern 70 % der Aussage zu, dass Sponsoring einen wichtigen Beitrag zur Markenkommunikationen leistet (vgl. Repucom Deutschland GmbH 2017, S. 20). Auch für das Veranstaltungssponsoring belegen empirische Untersuchungen positive Effekte auf diverse Erfolgsfaktoren der Markenführung, wie etwa die Markenbekanntheit, das Markenimage oder die Kaufabsicht (vgl. z. B. Filo/Funk/O’Brien 2010; Grohs/Wagner/Vsetecka 2004; Gwinner/Eaton 1999).
Jan Drengner

Veranstaltungsmanagement 4.0 – Veranstaltungen der Zukunft und die Omnipräsenz des Datenschutzrechts

Zusammenfassung
Mit dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung werden alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, vor weitreichende Herausforderungen gestellt. Dies betrifft auch Businessveranstaltungen wie Messen, Kongresse und Konferenzen, die zukünftig ebenfalls datenschutzkonform agieren und sich den neuen Anforderungen anpassen müssen. Der folgende Beitrag erörtert die aktuellen Änderungen daher aufgrund der DS-GVO insbesondere am Beispiel von Messen und Kongressen.
Mandy Risch-Kerst, Theresa Rath

Der Einfluss von Unternehmens-Events auf die Identifikation und Motivation von Mitarbeitern – am Beispiel von Firmenläufen

Zusammenfassung
Events werden typischerweise als Instrument der Marketing-Kommunikation eingesetzt (Zanger/Drengner 2016) und weisen als solches eine Vielzahl von Gestaltungsparametern auf. Hierzu gehört u. a. die Definition der spezifischen Zielgruppen eines Events. Diese kann eine unternehmensexterne Gruppe (z. B. Kunden oder potenzielle Kunden) und / oder eine unternehmensinterne Gruppe (z. B. Mitarbeiter) umfassen (vgl. Drengner 2015, S. 3; Zanger/Drengner 2001, S. 19 ff.).
Tatjana König

Die Auswirkungen von Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen auf die Zufriedenheit und Unzufriedenheit der Akteure in der Veranstaltungsbranche

Zusammenfassung
Eventsicherheit in Deutschland ist spätestens seit der Duisburger Loveparade-Katastrophe 2010 ein großes und auch politisch stark vorangetriebenes und bearbeitetes Thema. Ergebnisse wie insgesamt strengere Auflagen für Genehmigungen sowie sicher auch Gesetze und Verordnungen wie die Versammlungsstätten-Verordnung sind auch insbesondere auf dieses Initialgeschehen zurückzuführen (vgl. z. B. der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe 2016 herausgegebene 481 Seiten starke Band „Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen“).
Doreen Biskup, Bernd Schabbing

War unser Kongress wirkungsvoll? – ein möglicher Messansatz

Zusammenfassung
Deutschland ist als Tagungsstandort die Nummer eins in Europa und liegt im weltweiten Vergleich auf Platz zwei, hinter den USA (ICCA Report, 2016). Allein im vergangenen Jahr nahmen 405 Mio. Personen an 2,97 Mio. Events teil (Meeting- & Eventbarometer 2017/2018).
Maria Klotz, Petra Kemter-Hofmann

Erfassung der Event-Erlebnisfähigkeit mittels des EEQ

Zusammenfassung
Wirft man einen Blick in aktuelle Fachzeitschriften zum Thema Event/Messe/Marketing, so fällt auf, dass der Begriff „Erlebnis“ (Experience) eine zentrale Stellung einnimmt. In der Praxis wird inzwischen auf eine Fusion unterschiedlichster Formate zurückgegriffen, um dem Besucher ein einzigartiges Erlebnis zu garantieren. Ziel ist eine Kundenbindung durch eine nachhaltige Verknüpfung positiver Emotionen mit einem Gegenstandsbereich (Produkt, Marke, Anbieter). Das Event-Experience lässt sich hierbei in Anlehnung an Bruhn und Hadwich (2012, S. 9) als die „Gesamtheit aller multimodalen psychologischen Eindrücke, Erfahrungen, Motive, Bedürfnisse und Handlungen (Emotion, Kognition und Motorik), die im Hinblick auf eingrenzbare multimediale Veranstaltungen beschreibbar und messbar sind“ definieren.
Richard von Georgi

Dive into it! Immersion und Gamification im Live-Marketing

Zusammenfassung
Echte Erlebnisse gehören zum Grundprinzip im Wirkungsmechanismus des Live Marketings. Live-Kommunikation stützt sich dabei auf die intensive und persönliche, multisensorische Auseinandersetzung mit Inhalten und Menschen.
Detlef Wintzen

Pervasive mobile Spiele und Virtual Reality als Instrumente der digitalen Ansprache von Veranstaltungsbesuchern: Auf schaz-Suche beim Rheinland-Pfalz-Tag 2018

Zusammenfassung
Smartphones und die darauf installierten Softwareapplikationen (Apps) können im Kontext von Veranstaltungen verschiedenen Anspruchsgruppen einen Mehrwert stiften. Veranstaltern bieten sie die Möglichkeit, ihr Leistungsspektrum mit einer eigenen Veranstaltungs-App zu erweitern, indem sie beispielsweise den Gästen einen schnellen Zugang zu veranstaltungsspezifischen Informationen ermöglichen oder sie bei der Navigation auf dem Veranstaltungsgelände unterstützen (vgl. Rietbrock 2017, S. 245ff.; Dams/Luppold 2016, S. 3ff.; Luxford/Dickinson 2015). Destinationsmanagement-Organisationen können mit mobilen Diensten die Veranstaltungsbesucher über touristisch relevante Angebote (z. B. Unterkünfte, Restaurants, Sehenswürdigkeiten) der Region informieren (vgl. Drengner 2018).
Jan Drengner, Werner König, Alexander Wiebel

Erasmus+ Project „DiMenSion“

Zusammenfassung
Against the backdrop of a generally increasing orientation towards exceptional customer experiences across businesses (cf. Pine/Gilmore 1999), marketing events have become an integral part of effective marketing communications. According to recent sector research, companies’ budgets for Live Communication have constantly risen in past years, and further growth at rates between 4 % and 5 % is expected depending on the European country one look at (cf. LiveCom Alliance 2019). Beside a change in ways how companies address customers, this growth goes along with new developments and challenges faced by the event industry. Issues such as business ethics, social and environmental responsibility, risk management (cf. Reid/Ritchie 2011, p. 331), agile project management practices and digital communication (cf. Gyimóthy/Larson 2015) are examples for some novel trends in the event management industry. In this context, a growing understanding for not only considering the financial dimension of business success, but also taking a non-financial dimension into account becomes increasingly obvious.
Achim Kießig, Kenneth Hädecke

Nachhaltigkeitsaspekte im Anlagenbau auf der Achema-Messe 2018

Zusammenfassung
Eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft, welche ökologische, soziale und ökonomische Aspekte berücksichtigt, scheint besonders seit den im Jahr 2015 auf der UN-Klima-Konferenz in Paris vereinbarten 17 Nachhaltigkeitszielen einen enormen Schwung auch in der Wirtschaft aufgenommen zu haben. Über die Nachhaltigkeit wird nicht nur in der Industrie und der Politik, sondern auch an den deutschen Universitäten und diversen sozialen Einrichtungen nachgedacht und neue Konzepte zur nachhaltigen Bildung entwickelt. Die Nachhaltigkeit agiert als Gesellschaftstrend, der sich auch auf die Messe- und Eventbranche auswirkt und mit welchem neue Standards und Normen gesetzt werden, um unsere Zukunft in allen Aspekten menschen- und umweltfreundlicher zu gestalten (vgl. Zanger 2012, S. 1071 ff.).
Julia Krause

Festivalisierung in der Meeting Industry: Von der Kontaktanbahnung zur Spaßgesellschaft und zurück. Ausgesuchte empirische Ergebnisse zum Digitalfestival re:publica, Berlin

Zusammenfassung
Schon 1993 erschien das von den Stadtsoziologen Häußermann und Siebel herausgegebene Buch „Festivalisierung der Stadtpolitik, Stadtentwicklung durch große Projekte“ (Häußermann/Siebel 1993). Das Herausgerberwerk der beiden deutschen Stadt- und Regionalforscher ist dabei im Kern eine kritische Auseinandersetzung mit Stadtmarketing- bzw. Stadtplanungsstrategien, die durch heute als Mega-Events bezeichnete Großprojekte wie die Olympischen Spiele, die Weltausstellung EXPO oder die Documenta in Kassel vorangetrieben werden.
Dirk Hagen

Crowdmanagement bei Events: Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen, Förderung eines ganzheitlichen Verständnisses und Kreation von wirkungszentrierten Szenarien durch Ex-Ante-Simulation

Zusammenfassung
Crowdmanagement wird als ein Planungskonzept für Veranstaltungen verstanden, es fokussiert die Sicherheit der Menschen bei Veranstaltungen, insbesondere die der Teilnehmer bzw. Besucher. Das Verständnis hierfür ist nicht explizit existent und muss generiert bzw. emendiert werden.
Stefan Luppold, Marcus Moroff
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