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Über dieses Buch

Das Buch vermittelt einen methodischen Einblick in gründerrelevantes Wissen und orientiert sich dabei an wichtigen Phasen unternehmerischer Entwicklung von der Geschäftsidee bis hin zur Prognose von Marktchancen sowie der Realisierbarkeit von Gründungsvorhaben. Ausgehend von den Erfolgsfaktoren der einzelnen Phasen werden Optionen zur Entwicklung entsprechender externer Hilfen zum Gelingen der Startup-Entwicklung abgeleitet und bewertet. Eine besondere externe Unterstützungsvariante für Startups sind beispielsweise öffentliche Förderprogramme. Der Autor geht auf diese ein und beschreibt neben der aktuellen Situation bundesdeutscher Gründerförderung Probleme und Chancen der Förderung. Es werden Methoden zur erfolgreichen Entwicklung von Förderprogrammen erläutert und mit aktuellen empirischen Erkenntnissen zur Wirksamkeit von Gründerförderung verglichen. Das Buch richtet sich besonders an Praktiker der Gründerförderung und an potenzielle Gründer.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Abschnitt verdeutlicht die grundsätzliche Relevanz des Themas, nimmt Bezug auf die Bedeutung von Unternehmensgründungen im gesamtwirtschaftlichen Kontext und stellt eine zentrale These zu aktuell hohen Erwartungen von Politik und handelndenden Akteuren bezüglich der Wirkungen von Gründungsaktivitäten auf. Hieran anknüpfend wird die Methodik, die Ziele und der Aufbau des Buches einleitend umrissen.
Carsten Fussan

2. Einführung in das Forschungsfeld Entrepreneurship

Zusammenfassung
Das Kapitel beschreibt einführende Grundlagen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit gründungsrelevanter Betriebswirtschaft. Neben einer allgemeinen Definition wird unternehmerisches Handeln als immanenter Nukleus der menschlichen Entwicklung – beginnend in frühen prähistorischen Phasen über das römische Reich bis in die heutige Moderne – charakterisiert. Argumente hierfür sind Lernergebnisse, welche zu Spezialisierung in menschlichem Handeln sowie zum Austausch hieraus resultierender Arbeitsergebnisse (entsprechend entwickelte Produkte) zur jeweiligen Nutzenmaximierung führen. Im Anschluss werden Unternehmen nach grundlegenden quantitativen und qualitativen Dimensionen differenziert. Dabei wird die Bedeutung von Gründungsaktivitäten makroökonomisch eingeordnet und die Art der Gründungen nach ihrem jeweiligen Innovationsgrad und ihrem Pionierstatus, bzw. Folgestatus am Markt unterschieden.
Carsten Fussan

3. Das Gründungsgeschehen im internationalen Vergleich

Zusammenfassung
Die im vorangegangenen Kapitel auf bundesdeutscher Ebene diskutierten Kennzahlen von Gründungsaktivitäten werden in diesem Kapitel in internationalem Kontext verglichen. Die unterschiedliche Gründungsintensität verschiedener Länder wird hierbei hervorgehoben und als Indikator für unterschiedliche länderbezogene Gründungsstrukturen erläutert. Auf praktischer betriebswirtschaftlicher Ebene der Betrachtung werden verschiedene Internationalisierungskonzepte für Startups erklärt und zu den in Kap. 2 hervorgehobenen Pionier-, bzw. Folgestrategien in Beziehung gesetzt sowie durch jeweilige Beispiele vertieft.
Carsten Fussan

4. Entwicklung von Geschäftsideen

Zusammenfassung
Kap. 4 ist Teil eines übergeordneten Phasenkonzeptes der Charakterisierung der Vorgründungsentwicklung von Unternehmen und konzentriert sich auf dessen erste Phase, die Generierung von Geschäftsideen. Hierin wird zunächst Bezug auf grundlegende Theorie genommen und dargelegt, dass die Notwendigkeit neuer und hoch innovativer Geschäftsideen nicht in jeder Situation gefordert ist, sondern von der jeweiligen Zielgruppe am Markt abhängt. Für eine systematische Entwicklung von Geschäftsideen mit jeweils unterschiedlichen Innovationsgraden werden sieben verschiedene Methoden erläutert und für die praktische Anwendung empfohlen.
Carsten Fussan

5. Entwicklung von Geschäftsmodellen

Zusammenfassung
Die zweite Phase der Vorgründungsentwicklung von Unternehmen ist die Ableitung von Geschäftsmodellen als Konkretisierung zuvor erdachter Geschäftsideen. In diesem Kapitel erfolgt nach einer Definition die Erläuterung von vier grundlegenden Funktionen von Geschäftsmodellen. Im Anschluss wird die für die Planung von neuen Unternehmen so essenzielle Geschäftsmodell-Konkretisierung sowohl in den theoretischen Kontext aktueller betriebswirtschaftlicher Forschung eingeordnet, als auch hinsichtlich empirischer Evidenz durch Studien beleuchtet. Aus methodischer Perspektive werden die beiden dominierenden Vorgehensmodelle zur Entwicklung von Geschäftsmodellen vorgestellt und im Anschluss hinsichtlich verschiedener Kriterien, die aus der aktuellen betriebswirtschaftlichen Forschungsdiskussion abgeleitet wurden, miteinander verglichen.
Carsten Fussan

6. Marktrecherche und Planungstechniken

Zusammenfassung
Der Umgang mit und die Einschätzung von Unsicherheit seitens werdender Gründer ist ein zentraler Hebel, der regelmäßig zwischen Erfolg und Misserfolg von Startup-Vorhaben differenziert. Zum Zwecke der Reduzierung von Unsicherheit und zur Vermeidung von Selbstüberschätzung von Gründern sind konkrete Zukunftsrecherchen und eine planerische Konkretisierung des Geschäftsmodells von wichtiger Bedeutung. Diese bedeutende Phase der Vorgründungsentwicklung von Startups ist Inhalt des vorliegenden Kapitels. Zur Verdeutlichung der Handlungsmöglichkeiten in dieser Phase werden neun verschiedene Methoden der Umsatzprognose vorgestellt und hinsichtlich ihres Beitrages zur Reduzierung der erwähnten Unsicherheit bewertet. Ebenso wird das Vorgehen zur Prognose von gründungsnotwendigen Investitionen und Kosten erläutert. In Synthese sowohl der Ergebnisse der Umsatzplanung als auch der Ergebnisse von Investitions- und Kostenplanung wird das Instrument des Liquiditätsplanes zur Bestimmung der Erfolgsposition und des voraussichtlichen Finanzierungsbedarfes des Startups vorgestellt. Diese Planungsarbeiten von Gründerteams tragen nicht nur zur Erhöhung des Realitätsgrades des Gründungsvorhabens bei, sondern sensibilisieren die Gründer auch für das so genannte „betriebswirtschaftliche Muster“ des zukünftigen Unternehmens – ein komplexitätsreduziertes Modell mit allerhöchstem Erkenntnisgewinn für die Gründer.
Carsten Fussan

7. Die Unternehmerpersönlichkeit und Zusammensetzung von Gründerteams

Zusammenfassung
Das Kapitel nimmt die Leser mit in die Welt der persönlichkeits- und eigenschaftsorientierten Gründerforschung: Es werden dabei zunächst neue Forschungsergebnisse zu Eignungsmerkmalen unternehmerisch erfolgreicher Personen vorgestellt und Möglichkeiten der Testung und Identifizierung dieser Merkmale referiert. Ebenso wird die Sphäre des Wissens als Personeneigenschaft thematisiert und ihre Bedeutung für den Gründungserfolg hervorgehoben. Insgesamt werden sowohl persönliche Eignungsmerkmale als auch Wissen in ihren jeweiligen Ausprägungen nicht als absolut feststehend begriffen, sondern als veränderbar und dynamisch. Dieser Auffassung entsprechend werden Hinweise zur Entwicklung unternehmerisch bedeutsamer Persönlichkeitsmerkmale angeboten und es wird auch auf die Chancen verwiesen, welche eine persönlichkeitsmäßig heterogene Zusammensetzung von Gründerteams haben kann.
Carsten Fussan

8. Erfolgsfaktoren für die Entwicklung von Unternehmensgründungen

Zusammenfassung
Nachdem in den vorangegangenen Kapiteln alle wichtigen Vorgründungsphasen von Unternehmen erläutert wurden, erfolgt eine Exzerptierung der jeweiligen Erfolgsfaktoren der einzelnen Phasen. Von der Generierung von Geschäftsideen über die Ableitung von Geschäftsmodellen bis hin zu der Planungsdetaillierung hinsichtlich Umsätzen, Investitionen und Kosten und der persönlichkeitsorientierten Zusammensetzung der Gründerteams haben alle Phasen spezifische Treiber ihres Erfolges, welche identifiziert und hinsichtlich ihrer externen Beeinflussbarkeit hin untersucht werden. Für die Diskussion der Gestaltung wirksamer Förderinstrumente ist dies von entscheidender Bedeutung: Nur wenn Erfolgsfaktoren von Vorgründungsphasen auch extern beeinflussbar sind, können sie durch Fördermaßnahmen positiv verändert werden – wenn nicht, entziehen sie sich der Förderung.
Carsten Fussan

9. Gründungsförderung und ihre empirische Wirksamkeit

Zusammenfassung
In Vorbereitung der Erläuterungen zur Gestaltung von Fördermaßnahmen in den folgenden Kapiteln wird die Frage gestellt, welche empirischen Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Förderprogrammen im Gründungsbereich überhaupt vorliegen. Hierfür werden zunächst internationale Daten zu Gründerquoten und nationalen förderrelevanten Merkmalen miteinander korreliert und es wird hieraus eine erste Evidenz abgeleitet. Diese These wird durch einen Überblick zu empirischen Studien und Meta-Studien zur Wirksamkeit von gründungsbezogenen Förderprogrammen ergänzt.
Carsten Fussan

10. Fördermaßnahmen für den Gründungsbereich

Zusammenfassung
Das Kapitel beginnt mit einer Charakterisierung von Gründungsunternehmen im Kontext regionaler Entwicklung und regionaler Entwicklungspolitik. Gründer werden hierbei nicht als frei gestaltbarer Zusatzmotor für wirtschaftliche Konjunkturpolitik verstanden, sondern als Ergebnis des jeweiligen Entwicklungsniveaus ihrer Region. Diese Sichtweise determiniert die nachfolgende Förderdiskussion im Gründungsbereich bereits entscheidend: Gründerförderung mit der Zielstellung wirtschaftlicher Dynamik ist im Wesentlichen allgemeine Wirtschafts- und Ansiedlungsförderung. Sofern Förderung jedoch den Ausgleich von Nachteilen des Marktversagens mit einzel-betrieblichem Fokus anstrebt, lassen sich Maßnahmen der Entwicklung gründungsrelevanten Wissens und Maßnahmen des Ausgleiches von betriebswirtschaftlichen Engpässen voneinander unterscheiden. Das Kapitel endet mit der Darstellung von Restriktionen, denen die Gestaltung von Förderprogrammen grundsätzlich unterliegt.
Carsten Fussan

11. Planung von Fördermaßnahmen im Gründerbereich

Zusammenfassung
Entsprechend der Ergebnisse des vorangegangenen Kapitels beginnt das Kapitel mit einem zweistufigen Optionsmodell zur Gestaltung von Fördermaßnahmen im Gründungsbereich, welches allgemeinwirtschaftliche von einzelwirtschaftlichen Zielstellungen unterscheidet und jeweils entsprechende mögliche Fördermaßnahmen benennt. Für die Gestaltung einzelwirtschaftlich wirksamer Fördermaßnahmen wird der Weg über die Unterstützung der in den vorhergehenden Kapiteln herausgearbeiteten extern beeinflussbaren Erfolgsfaktoren der einzelnen Vorgründungsphasen empfohlen. Hierbei können unter Nutzung von Kreativmethoden sehr vielfältige und auf die konkreten Belange der jeweiligen Förderzielgruppe fokussierte sowie heterogene Maßnahmebündel entwickelt werden. In diesem Kapitel werden zudem wichtige Basisfaktoren für Förderinterventionen herausgearbeitet und es werden drei essenzielle Gestaltungsprinzipien für die Förderprogrammgestaltung abgeleitet. Ergänzend werden für die Auswahl von Fördermaßnahmen Kriterien angeboten, welche aus den dargestellten betriebswirtschaftlichen Inhalten der vorangegangenen Abschnitte kondensiert wurden. Das Kapitel schließt mit Hinweisen zur grundsätzlichen Analyse der Effektivität staatlicher Gründungsförderung.
Carsten Fussan
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