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31.10.2018 | Expansion | Nachricht | Onlineartikel

Deutsche Börse will durch Übernahmen wachsen

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Die Deutsche Börse will sich noch breiter aufstellen. Hierfür sucht sie passende Unternehmen, die sie übernimmt oder als Partner ins Boot holt. Ihr Budget: rund 1,5 Milliarden Euro.

Vor allem in den Bereichen Anleihen-, Rohstoff- und Devisenhandel sowie im Datengeschäft will sich die Deutsche Börse künftig verstärken, zitieren Medien den seit Jahresbeginn amtierenden Vorstandschef Theodor Weimer. Allerdings gebe es derzeit noch keine konkreten Pläne, obwohl das Management bereits Tech-Unternehmen im amerikanischen Silicon Valley unter die Lupe genommen habe. Ob der Vorstand dabei bereits Gespräche geführt oder nur Informationen gesammelt hat, blieb unklar. Rund 1,5 Milliarden Euro könne die Deutsche Börse für Übernahmen ausgeben, heißt es weiter. Sollte sich eine interessante strategische Option finden, die mehr kostet, schließt laut Finanzchef Gregor Pottmeyer das Unternehmen auch eine Kapitalerhöhung nicht aus.

Deutsche Börse profitiert von volatilen Märkten

Zuletzt vermeldete die Börse im dritten Quartal 2018 erneut deutlich bessere Geschäfte als im Vorjahreszeitraum. Wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt bekannt gab, liegt der Gewinn nach allen Sondereffekten bei 225 Millionen Euro und damit rund zehn Prozent höher als im dritten Quartal 2017. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um ein Fünftel auf 351 Millionen Euro gestiegen. Die Nettoerlöse im operativen Geschäft kletterten um 13 Prozent auf 651 Millionen Euro. 

Profitiert hatte die Deutsche Börse unter anderem von den anhaltenden Unsicherheiten und der damit einhergehenden Volatilität an den Aktienmärkten. Das hierdurch angeschwollene Handelsvolumen sowie der Absicherungsbedarf mit Finanzderivaten hat vor allem die Einnahmen der Derivatebörse Eurex gesteigert. Diese zählt zur größten Sparte des Konzerns.

Positive Ergebnisse bei der Plattformentwicklung

Jüngst hat das Unternehmen zusammen mit der Deutschen Bank mitgeteilt, dass gemeinsam entwickelte Plattformen zur Wertpapierabwicklung auf Basis der Blockchain-Technologie mit positivem Ergebnis getestet worden seien. Diese sollen der zügigen Entwicklung dieser Technik Rechnung tragen und in hochvolumigen Systemen anwendbar sein. Auch vor diesem Hintergrund machen Übernahmen oder strategische Partnerschaften Sinn. 

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Aktien-, Zins- und Währungsderivate

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01.07.2018 | Strategie | Ausgabe 7-8/2018

Das Clearing von Euro-OTC-Derivaten post Brexit

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