KI erschließt Milliardenpotenzial und schafft neue Jobchancen
- 20.11.2025
- Expansion
- Nachricht
- Online-Artikel
Aktivieren Sie unsere intelligente Suche, um passende Fachinhalte oder Patente zu finden.
Wählen Sie Textabschnitte aus um mit Künstlicher Intelligenz passenden Patente zu finden. powered by
Markieren Sie Textabschnitte, um KI-gestützt weitere passende Inhalte zu finden. powered by (Link öffnet in neuem Fenster)
Künstliche Intelligenz könnte mehr Wohlstand, aber auch Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt bringen. Darauf sollten sich Wirtschaft und Gesellschaft einstellen.
Experten sagen generativer KI ein riesiges wirtschaftliches Potenzial voraus. Doch es braucht Regeln, damit diese Technologie verantwortungsvoll eingesetzt wird.
Mediaparts / Generated with AI / Stock.adobe.com
Einer Studie zufolge hat Künstliche Intelligenz das Potenzial, das Wirtschaftswachstum in Deutschland in den kommenden 15 Jahren deutlich zu steigern. Demnach wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt durch KI jährlich um 0,8 Prozentpunkte zunimmt. Gleichzeitig sind erhebliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt wahrscheinlich, wobei die Gesamtzahl der Arbeitsplätze voraussichtlich stabil bleibt.
Der verstärkte Einsatz von KI könnte laut der Analyse vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Bundesinstituts für Berufsforschung und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung in den nächsten 15 Jahren für 4,5 Billionen Euro zusätzlicher Wertschöpfung sorgen. Gründe dafür seien vor allem Materialeinsparungen, eine höhere Arbeitsproduktivität und neue Geschäftsfelder.
Wo gehen Arbeitsplätze verloren, wo entstehen neue?
Rund 1,6 Millionen Arbeitsplätze seien von dem Strukturwandel betroffen, die über den Projektionszeitraum abgebaut oder neu geschaffen würden, schreiben die Autorinnen und Autoren in der Studie. Besonders profitieren würden demzufolge IT- und Informationsdienstleister, bei denen der Bedarf um rund 110.000 Arbeitskräfte zunehmen dürfte. In Bereichen wie etwa den Unternehmensdienstleistungen könnten hingegen 120.000 Arbeitsplätze wegfallen.
"Gefragt sind künftig andere Tätigkeiten und Kompetenzen, nicht weniger Arbeit", fasste IAB-Experte Enzo Weber die Folgen für den Arbeitsmarkt zusammen. Entscheidend sei, dass Unternehmen neue Geschäftsmodelle entwickelten und die notwendige Infrastruktur für den KI-Einsatz aufbauten.
KI könnte nach Angaben seines Kollegen Christian Schneemann auch eine Antwort auf den demografischen Wandel sein. "Damit dieses Potenzial realisiert wird, braucht es gezielte Qualifizierungsstrategien und eine hohe Anpassungsbereitschaft in Wirtschaft und Gesellschaft."