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Unternehmensberatung ist ein wichtiger Faktor der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung. Doch wie kommt es zu erfolgreichen - noch besser - exzellenten Beratungsprojekten? Auf diese Frage gibt das Buch klare Antworten. Das Werk richtet sich dabei an beide Seiten der Beratung: Unternehmen erfahren, wie sie am besten Beratungsprojekte angehen, Berater erhalten wichtige Hinweise zur erfolgreichen Gestaltung der Zusammenarbeit. Anwendungsorientierte Modelle und Vorgehensweisen zur Optimierung der Beratungsqualität runden das Werk ab.
Im Vergleich zu etablierten Berufen ist die Unternehmensberatung eine sehr junge Profession. Wie hat sich diese junge Profession entwickelt? Was zeichnet „Unternehmensberatung“ aus? Wie unterscheidet sich „Unternehmensberatung“ von anderen beratenden Berufen? Auf welchen Gebieten werden Unternehmensberater tätig? Welche Unternehmen benötigen überhaupt Beratung? Und schließlich, wie wird diese Entwicklung durch die Digitalisierung beeinflusst? Diese und viele weitere Fragen entstehen aus der Entwicklung dieser neuen Profession, die wir im Folgenden diskutieren. Die moderne Form der Unternehmensberatung mit seinen spezifischen Ausprägungen und Eigenschaften hat sich Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts etabliert. Der Megatrend Digitalisierung verstärkt neben der Transformation auch die Dynamik der Wirtschaft und schafft neue Beratungsfelder, fordert aber auch von Unternehmensberatern neue Strategien.
Unternehmensberatung ist eine vielschichtige und ausdifferenzierte Dienstleistung, die in unterschiedlichen Formen ausgeübt wird. Sowohl die Inhalte und Formen der Zusammenarbeit als auch die wahrgenommenen Rollen der Berater können sich stark unterscheiden. Welche Beratungstypen und Beratungsrollen gibt es? Worin liegen die Unterschiede und die Spannungsfelder? Wie können sich Unternehmensberater am Markt positionieren? Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Beratungsfelder? Die Unterscheidung in Beratungstypen, Beratungsfelder und unterschiedliche Rollen, in denen Unternehmensberater auftreten, bietet eine Orientierung für die eigene Profilierung und gleichzeitig Anhaltspunkte, um den Markt für Beratungsdienste transparenter zu gestalten.
Beratung ist keine einseitige Leistung des Beraters an den Kunden, vielmehr ist die Unternehmensberatung ein sozialer Prozess, interaktiv und mit Unsicherheiten behaftet. Erfolgreiche Beratungsprojekte erfordern eine „Co-Produktion“ zwischen verschiedenen Akteuren, wodurch sich folgende Fragen ergeben: Wer sind die „Akteure“ der Beratung und welche Motive für die Beauftragung von Beratung haben sie? Welchen Beitrag leisten Berater und Kunden? Wie werden Kunden in Beratungsprojekte involviert, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit, funktionsfähige Beziehungen und die gewünschten Ergebnisse in Beratungsprozessen zu erreichen? Der Trend geht in Richtung einer partnerschaftlichen Kunden-Berater-Beziehung.
Während bei materiellen Gütern zumeist einfach kontrolliert werden kann, ob vorher definierte Eigenschaften erreicht wurden, ist dies bei wissensbasierten Dienstleistungen nur schwer möglich. Trotzdem verlangt der Markt nach nachvollziehbaren Kriterien, insbesondere in Zeiten der Umstellung von analogen Daten zu digitalen Strukturen. Kunden möchten letztlich wissen, wie die Qualität des Beratungsprojektes eingeschätzt werden kann. Welchen Beitrag können Berater und Kunden für ein erfolgreiches Beratungsergebnis leisten? Welche Qualitätsmerkmale bestimmen die Beratungsqualität in einer zunehmend digitalisierten Welt? Wie ist die Digitalisierung in der Unternehmensberatung charakterisiert und welche Chancen bietet sie? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein? Worin liegen die Aufgaben für Beratungsverbände zur Professionalisierung der Beratungsbranche? Unternehmensberatung verlangt eine eigenständige Diskussion über Qualität, Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement und Exzellenz in der digitalisierten Welt.
Je arbeitsteiliger die Wirtschaft wird, desto wichtiger werden Definitionen und Regeln die helfen, den Austausch von Produkten und Dienstleistungen möglichst effizient zu gestalten. Die Wirtschaft sucht nach Möglichkeiten, dass sich Geschäftspartner möglichst einfach und schnell „verstehen“, also ein gemeinsames Verständnis von dem haben, was sie in der jeweiligen Geschäftsbeziehung voneinander zu erwarten haben. Auch die Unternehmensberatung ist von dieser Entwicklung nicht ausgeschlossen. Unterschiedliche Normen und Standards wirken sich direkt oder indirekt auf die Erbringung dieser Dienstleistung aus. Wie diese Landschaft der Normen und Standards in der Unternehmensberatung aussieht, und welche Bedeutung sie für die Exzellenz in der Dienstleistung hat, wird in diesem Kapitel behandelt.
ISO 20700 ist eine nicht-regulative Norm und wurde als „Guidelines for management consultancy services“ 2017 veröffentlicht, und 2018 als europäische Norm EN ISO 20700 „Leitlinien für Unternehmensberatungsdienstleistungen“ übernommen. Sie löst die bis dahin geltende nicht-regulative Norm CEN EN 16114 ab. In den Leitlinien wurde zusammengefasst, wie Prozesse in der Unternehmensberatung ablaufen können. Sie wurden in einem mehrjährigen Prozess als internationale Norm entwickelt und stellt weltweit eine der ersten Normen im Dienstleistungsbereich dar. Wie ist die Beratungsnorm aufgebaut? Welche Inhalte weist sie auf? Wie kann die Norm von Beratern, Kunden und Stakeholdern der Beratungsbranche angewendet werden? Einige Checklisten helfen, die Norm in das Alltagsgeschäft von Beratungsunternehmen und den Stakeholdern zu integrieren.
Die Frage nach der Exzellenz in der Unternehmensberatung bleibt vielschichtig und komplex. Wann kann von Exzellenz in der Unternehmensberatung gesprochen werden? Aus welchen Perspektiven kann Exzellenz gemessen werden? Wie lassen sich Potenziale als Voraussetzung zur Erzielung von Exzellenz bewerten? Wie lässt sich die unmittelbare Beratungsqualität als Ergebnis eines Beratungsprojektes beurteilen? Wie lässt sich das Beratungsumfeld messen? Kann die Exzellenz einer Profession bestimmt werden? Diese verschiedenen aufgeworfenen Fragen werden durch unterschiedliche Modelle operationalisiert und schließlich integrativ in ihren Wechselwirkungen dargestellt.
In diesem Abschnitt entwickeln wir ein Reifegradmodell für Beratungsanbieter. Dieses Modell bietet die Grundlage zu einer Bewertung der gegenwärtigen Position, wie sie bezüglich verschiedener, für die Wettbewerbsfähigkeit potenziell bedeutsamer Aspekte getroffen werden kann. Ebenso können die für den Beratungserfolg relevanten Faktoren bestimmt und ihre jeweilige Ausprägung hinsichtlich der notwendigen Kompetenzen und Rahmenbedingugen für ein konkretes Beratungsprojekt evaluiert werden. In diesem Abschnitt werden folgende Fragen adressiert: Wie können Beratungsunternehmen die generelle eigene Positionierung bewerten? Wie eigene Stärken und Schwächen ermitteln? Wie daraus Ziele und Strategien für die weitere Entwicklung bestimmen? Gleichzeitig können mithilfe dieses Modells auch die Ausgangsbedingungen für ein konkretes Beratungsprojekt bewertet und antizipativ durch Gestaltungsmaßnahmen der Projekterfolg gesteigert werden. Das Konstrukt des Modells wird beschrieben und operationalisiert.
Der Erfolg einer Beratung hängt im nicht zu unterschätzenden Ausmaß auch vom Kunden ab. Ist das Unternehmen gerüstet, um konstruktiv und produktiv mit einem Berater an einer gemeinsamen Lösung zusammenzuarbeiten? Welche Voraussetzungen sollten gegeben sein, damit ein zu beratendes Unternehmen in einem Beratungsprozess den größtmöglichen Nutzen aus der Beratung ziehen kann? Zur Bestimmung der Beratungsreife führen wir ein Modell ein, das es sowohl dem Beratungskunden, aber auch dem Berater ermöglicht, die Beratungsreife eines Unternehmens zu bestimmen. Durch die Kenntnis des Entwicklungsstandes können die Beratungsaktivitäten und -prozesse zielgerichteter gestaltet werden. Dieses Modell kann aber auch das beratene Unternehmen dabei begleiten, die Beratungserfahrungen systematisch für die eigene Entwicklung im Sinne des organisationalen Lernens zu nutzen und damit die Nachhaltigkeit zu sichern.
Wann ist eine Beratung erfolgreich? Diese trivial anmutende Frage ist in der Praxis gar nicht so einfach zu beantworten. In diesem Kapitel entwickeln wir ein Modell zur Messung der Beratungsqualität. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das als Grundlage für konkrete Beratungsprojekte verwendet werden kann. Dieses Modell kann aber nicht nur ex post verwendet werden, es kann bereits auch während eines Beratungsprojektes zum Projektmonitoring eingesetzt werden. Dadurch kann es frühzeitige Hinweise liefern, wie durch eventuelle Anpassungsmaßnahmen der Beratungserfolg auch in bereits laufenden Projekten optimiert werden kann.
Unternehmensberatung ist eine junge Profession, die international unterschiedliche Reifegrade aufweist. Die Berufsvertretungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind etabliert und entwickelt, ebenso in Mittel- und Westeuropa, USA, Kanada, Australien und in Teilen Asiens. In vielen anderen Ländern sind Berufsverbände erst seit einigen wenigen Jahren aktiv oder befinden sich im Aufbauprozess. Welche Faktoren begründen eine zunehmende Professionalisierung der Unternehmensberatung? Generell ist ein weltweiter Trend zur Entwicklung von Standards zur Professionalisierung von Unternehmensberatung zu verzeichnen. Der Beratungsstandard ISO 20700 hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet. Wie unterstützen die Berufsvertretungen die Professionalisierung der Beratungsbranche? Welche Rolle spielen die Stakeholder zur Weiterentwicklung der Unternehmensberatung? Reputation, Brandmanagement und Wissensmanagement sind zentrale Erfolgsfaktoren von Unternehmensberatungen. Wie gestaltet sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit insbesondere mit den Medien und der Wissenschaft? Wie entwickelt ist die Beratungsbranche insgesamt? Das dargestellte Reifegradmodell soll Berufsvertretern, Beratern und Stakeholdern Anhaltspunkte für die Bewertung des Reifegrades der Profession und Bezugspunkte für deren Weiterentwicklung geben. Denn die Beratungsbranche befindet sich in einem ständigen Wandel.
Dieses Kapitel bietet Hinweise zu Interaktionsmaßnahmen in der Anbahnungsphase zwischen Beratern und Kunden. Wie finden Kunden ihre Berater, wie machen Berater auf ihr Angebot aufmerksam? Der klassische Beratungsmarkt ist einem dynamischen Wandel unterworfen. Neben den traditionellen Einzelberatern und größeren Beratungshäusern etablieren sich zunehmend neue Online-Geschäftsmodelle im Beratungssegment. Diese Entwicklung der voranschreitenden Digitalisierung im Beratungsmarkt wird hier nachgezeichnet. Wir widmen uns weiter in diesem Abschnitt dem Marketing von Beratungsunternehmen und ihren Akquisitionsmaßnahmen. Welche Maßnahmen werden als Erfolg versprechend gesehen? Gleichzeitig beleuchten wir auch die von den Beratern vermuteten Kaufentscheidungskriterien der Kunden. Diese Sichten ergänzen wir durch die Perspektive der Kunden. Was ist tatsächlich aus der Sicht der Kunden als Erfolg versprechend einzuschätzen? Schließlich betrachten wir auch die Bedeutung, die von Beratern und Kunden Standards und Zertifizierungen entgegengebracht werden.
Unternehmensberatung lebt vom Wissensvorsprung. Die Attraktivität des Angebotes liegt darin, Antworten auf Fragen der Kunden zu liefern und dazu gehört es auch, diese Antworten mit entsprechenden Kompetenzen bereits entwickelt zu haben, bevor die Kunden überhaupt danach gefragt haben. Die Marktentwicklungen beziehen sich dabei auf neue Inhalte, Methoden und die Art und Weise der Leistungserbringung. Zahlreiche Institute und andere Dienstleister publizieren regelmäßig Marktberichte und Vertiefungen zu einzelnen Themenfeldern. Eine Auflistung einiger dieser weiterführenden Quellen wird in diesem Kapitel vorgenommen. Trendverfolgung und die Konzipierung und Anpassung eines attraktiven Angebotes gehört zu den wesentlichen Aufgaben von Unternehmensberatern. Dazu werden zwei Werkzeuge für Beratungsunternehmen vorgestellt, zunächst ein Wissensradar zur Analyse wichtiger Trends in ausgewählten relevanten Umweltsegmenten, zum anderen ein Trend Canvas, der unternehmensspezifisch die Herausforderungen mit einer entsprechenden Strategieentwicklung kombiniert.
Die Entwicklung der Beratungsbranche befindet sich in einem stetigen Aufwärtstrend. Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft, die mitunter auch mit Krisen und Konjunktureinbrüchen verbunden sind, erfordern Flexibilität, Innovation und kreative Lösungen. Beratungsleistungen werden aufgrund vielfältiger Kundenanforderungen entsprechend nachgefragt. Die Megatrends, wie Nachhaltigkeit in Verbindung mit digitalen Transformationen und Konnektivität im Spannungsfeld der Individualisierung haben auch Auswirkungen auf die Unternehmensberatung. Welche Beratungsprofile sind künftig gefragt? Welche Kompetenzprofile fördern die Konnektivität und gleichzeitige Individualisierung? Inwieweit sind Diversität und Inklusion in der Unternehmensberatung umgesetzt? Wie entwickelt sich die Wissenskultur der Beratungsbranche? Dieser Beitrag gibt einen Ausblick auf die Herausforderungen und künftig wesentlichen Erfolgsfaktoren für Berater und Kunden auf Basis der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Megatrends.
Für die wissensbasierte Dienstleistung Unternehmensberatung stellen Informationen über aktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen und praktische Tipps und Tricks wichtige Ressourcen dar. Dieser Abschnitt bietet hilfreiche Informationen für Unternehmensberater, Kunden und Interessierte der Unternehmensberatung. Um schneller und flexibler auf Entwicklungen reagieren zu können haben sich die Herausgeber entschlossen, dieses Wissen auf ihren Websites www.beratung-im-fokus.com sowie, www.exzellenz-in-der-beratung.com zur Verfügung zu stellen.
Robert Bodenstein, Ilse Andrea Ennsfellner, Josef Herget
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