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15.11.2023 | Fabrikplanung | Nachricht | Nachrichten

Systemkonzept für Gleichstromfabrik entwickelt

verfasst von: Thomas Siebel

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Das im Projekt DC-Industrie2 entwickelte Konzept bereitet den Weg hin zur standardisierten Gleichstromfabrik. Es ist herstellerunabhängig und soll helfen, Energie und Ressourcen in der Produktion zu sparen.

In den Forschungsprojekten DC-Industrie und DC-Industrie2 haben 39 Unternehmen und Institute ein DC-Systemkonzept entwickelt. Es soll eine „gemeinsame Sprache“ zwischen Komponentenherstellern, industriellen Netzbetreibern und Dienstleistern definieren und so die Implementierung von Gleichstromnetzen in Fabriken erleichtern. Wesentlicher Teil des Konzepts ist das vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA entwickelte Netzmanagementsystem, das über eine dezentrale und flexible Regelung von Lasten und Speichersystemen Lastspitzen reduziert.

Mithilfe von Gleichstrom lassen sich Fabriken erheblich energieeffizienter betrieben. Laut IPA können beispielsweise bei Lüftung oder Beleuchtung bis zu 12 % Energie eingespart werden, bei Fertigungsrobotern bis zu 15 % und bei Logistiksystemen bis zu 20 %. Dazu entfallen Verluste durch Blindleistung und an den zumeist überdimensionierten Gleichrichtern der einzelnen Werkzeugmaschinen. Weiterhin lässt sich Bremsenergie von Maschinen sowie Energie von Photovoltaikanlagen ins DC-Netz speisen. Bei den Stromleitungen entfällt eine Phase, was Kupfer spart.

Zu den 39 Projektpartnern zählen neben dem Fraunhofer IPA Unternehmen wie Bosch Rexroth, ABB, Siemens, Rittal, BMW, Daimler und Audi. Das Konzept wird unter Leitung der Open DC Alliance (ODCA) weiterentwickelt und global vorangetrieben. Unter anderem soll es auf andere Länder und Sektoren, darunter Privathaushalte und den Einzelhandel ausgedehnt werden.

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