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09.11.2017 | Fachkräftemangel | Infografik | Onlineartikel

Deutsche Unternehmen suchen 1,1 Millionen Mitarbeiter

Autor:
Andrea Amerland

Das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland steigert den Bedarf an qualifizierten Fachkräften: Im dritten Quartal ist die Zahl der Jobangebote auf 1,1 Millionen gestiegen. Damit gibt es inzwischen fast halb so viele offene Stellen wie Arbeitslose.

Die Exportweltmeister exportiert und auch die Binnenachfrage stimmt. Die deutsche Industrie entwickelt sich gut. Für dieses Jahr prognostizieren fast alle Wirtschaftsinstitute ein Wachstum von rund zwei Prozent, ebenso für das kommende Jahr. 

Das hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) ist die Zahl der offenen Stellen im dritten Quartal um 174.400 gestiegen. Demnach waren in Westdeutschland 842.200 offene Stellen zu vergeben, im Osten 255.400. Insgesamt waren es rund 1,1 Millionen Vakanzen. Zum Vergleich: Die Zahl der Arbeitslosen beläuft sich derzeit auf knapp 2,4 Millionen.

Insbesondere kleine Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten haben den Angaben zufolge einige Stellen zu besetzen. Knapp 59 Prozent sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Fast 28 Prozent der Stellen haben mittlere Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten zu vergeben. Die wenigsten Jobs werden aktuell von großen Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten geschaffen. Sie trugen nur mit rund 14 Prozent zur hohen Zahl der offenen Stellen in Deutschland bei.

Fachkräftemangel bremst Unternehmen 

Besonders gute Jobchancen haben Fachkräfte im Verarbeitenden Gewerbe, im Bereich Verkehr und Logistik. So konnte das IAB im Verarbeitenden Gewerbe einen Anstieg von 83.000 auf 122.000 offene Stellen, im Bereich Verkehr und Lagerei von 48.000 auf 73.000 verzeichnen. Ein Ende des deutschen Jobwunders ist also nicht abzusehen. Allerdings macht der Fachkräftemangel manchen Branchen zu schaffen. So müssen deutsche Firmen deswegen auf Umsatz verzichten, hat eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der DZ Bank unter 800 deutschen Mittelständlern ergeben.

Vier Mal im Jahr untersucht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung das gesamte Stellenangebot, also auch Jobs, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Für die Stellenerhebung wurden Antworten von rund 6.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche ausgewertet.

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