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Über dieses Buch

Facility Management wird als strategisches Konzept zur Bewirtschaftung, Verwaltung und Organisation aller Sachressourcen in Unternehmen verstanden. Damit umfasst diese Managementdisziplin das Gebäude- und Immobilienmanagement genauso wie die Immobilien- und Gebäudebewirtschaftung und das Flächen- und Energiemanagement. Dieses Buch widmet sich den Grundlagen und der Systemeinführung von Computer Aided Facility Management (CAFM). Dabei setzt sich der Autor mit der wissenschaftlichen Betrachtung des IT-gestützten Facility Managements genauso auseinander wie mit der praktischen Umsetzung von CAFM.

Als Hochschullehrer und Unternehmensberater möchte er mit dem Buch zur Professionalisierung des Facility Managements beitragen und folgt dafür einem Managementkonzept, das sich auf drei Säulen stützt: erstens auf die ganzheitliche Betrachtung von Sachressourcen in Unternehmen; zweitens auf die Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus, von der Konzeption über Planung, Erstellung und Nutzung bis zur Entsorgung; und drittens auf ein transparentes Unternehmen, in dem sämtliche Informationen über Sachressourcen und deren Bewirtschaftung, Organisation und Verwaltung zur Verfügung stehen.

Das Buch ist in die vier Bereiche Gebäudeplanung, Gebäudemanagement, Corporate Real Estate Management und Industrial Facility Management untergliedert, wobei der Schwerpunkt auf der Informationstechnologie im Facility Management und dem Computer Aided Facility Management liegt. Die 5. Auflage wurde im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen und Trends im Facility Management und bei den Informationstechnologien aktualisiert und erweitert. Dazu gehört eine aktuelle Marktübersicht zu CAFM-Systemen sowie neue Beispielprojekte zur CAFM-Systemeinführung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlagen

Im Umfeld von Facility Management stößt man auf zahlreiche Definitionen und Auslegungen dieses Begriffs, die sich inhaltlich teilweise voneinander unterscheiden. Zunächst sollen vier bekannte Definitionen als Ausgangspunkt der weiteren Überlegung dienen:
1.
Facility Management ist die Praxis, den physischen Arbeitsplatz mit den Menschen und mit der Arbeit der Organisation zu koordinieren. Facility Management integriert dabei die Grundlagen der wirtschaftlichen Betriebsführung, der Architektur und der Verhaltens- und Ingenieurwissenschaften (Amerikanische Definition, United States Library of Congress 1988).
 
2.
Facility Management ist der ganzheitliche strategische Rahmen für koordinierte Programme, um Gebäude, ihre Systeme und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die wechselnden organisatorischen Bedürfnisse anzupassen (Euro-FM Definition, Glasgow 1990).
 
3.
Facility Management ist die Betrachtung, Analyse und Optimierung aller kostenrelevanten Vorgänge rund um ein Gebäude, ein anderes bauliches Objekt oder eine im Unternehmen erbrachte (Dienst‑) Leistung, die nicht zum Kerngeschäft gehört (GEFMA – Definition Richtlinie 100, Bonn 1996).
 
4.
Facility Management ist die Integration von Prozessen innerhalb einer Organisation zur Erbringung und Entwicklung der vereinbarten Leistungen, welche zur Unterstützung und Verbesserung der Effektivität der Hauptaktivitäten der Organisation dienen (DIN EN 15221-1, 2007)
 
Jens Nävy

2. Informationstechnologie

Die Digitalisierung ist ein absolutes Trendthema unserer Gesellschaft. Unter dem Begriff digitale Transformation versteht man die durchgängige Vernetzung aller Wirtschaftsbereiche sowie die Anpassung der Akteure an die neuen Gegebenheiten der digitalen Ökonomie (vgl. Koglin 2016).
Somit wird aktuell die Digitalisierung in der gesamten Immobilienwirtschaft und auch im Facility Management entwickelt und definiert. Dabei sind die Aspekte der Digitalisierung im Facility Management thematisch sehr vielschichtig.
Laut einer Studie über den Einsatz digitaler Technologien in der Immobilienwirtschaft sind besonders die Datenstrukturierung, mobile Arbeitsgeräte, Big Data und Cloud-Technologien die maßgeblichen Trends (vgl. Rodeck et al. 2016).
Computer Aided Facility Management (CAFM; dt.: computerunterstütztes Facility Management) ist ein Werkzeug für das Facility Management. CAFM-Systeme werden zur integrierten und informationstechnischen Unterstützung der Aufgaben im Rahmen von Facility Management-Prozessen eingesetzt.
Jens Nävy

3. Systemimplementierung

Die Implementierung eines CAFM-Systems ist eine komplexe Aufgabenstellung, die maßgeblich von der Ausgangssituation und den Rahmenbedingungen einer Organisation beeinflusst wird. Im Folgenden werden zwei unterschiedliche CAFM-Projekte vorgestellt:
  • Die erste Systemeinführung beschreibt ein CAFM-System für ein mittelständisches Industrieunternehmen. Das CAFM-Projekt für die als Corporate einzuordnende Organisation wurde Mitte der 1990er durchgeführt. Der Fokus dieser kleineren Installation lag auf dem Industrial Facility Management, also einer Kombination aus Fabrikplanung und Facility Management.
  • Eine integrierte CAFM-Lösung für einen unternehmenseigenen FM-Dienstleister beschreibt das zweite Projekt. Die Tochtergesellschaft einer öffentlich-rechtlichen Medienanstalt ist als Dienstleister (Professional) für eine Organisation der öffentlichen Hand (Public) einzuordnen. Der integrierte Lösungsansatz besteht aus ERP-System und CAFM-System sowie einer Vielzahl, durch Schnittstellen angebundenen 3-Systeme. Insgesamt arbeiten in 20 IT-Funktionen über 200 Client-User (FM) und mehrere Tausend Web-User (Kunde) mit der Lösung.
Jens Nävy

4. Anwendungsbeispiele

Bei den nachfolgenden Praxisanwendungen stehen insbesondere die Nutzenansätze im Vordergrund, die sich durch Facility Management und den Einsatz von Informationstechnologie in den einzelnen Teilaufgaben ergeben. Der Schwerpunkt liegt auf Anwendungsbeispielen, die die Hauptaspekte des Facility Management im Sinne von Ganzheitlichkeit, Transparenz und Betrachtung des gesamten Lebenszyklus erläutern. Die Beispiele bieten nur eine Auswahl aus dem großen Anwendungsfeld des Facility Management. Sie sind bewusst so ausgewählt, dass sie für zahlreiche Unternehmen von Bedeutung sind.
Jens Nävy

Backmatter

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