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15.07.2016 | Fahrerassistenz | Nachricht | Onlineartikel

ZF zeigt teilautomatisierte Fahrfunktionen und investiert in Radarsysteme

Autor:
Angelina Hofacker

Technische Lösungen für automatisierte Fahrsysteme entwickelt ZF in seinem Entwicklungszentrum im französischen Brest. Aktuell investiert der Zulieferer am Standort 2,9 Millionen Euro in sein Radarentwicklungszentrum.

ZF will den Standort Brest in Frankreich als globales Kompetenzzentrum für Radarsysteme stärken. Das Unternehmen konstruiert, montiert und erprobt dort zurzeit Radarsysteme auf 2200 Quadratmetern. Nun gab der Zulieferer bekannt, etwa 2,9 Millionen Euro in den Standort zu investieren. Damit sollen neue Anlagen, Werkzeuge und Bauteile für die Entwicklung der nächsten Generation von Radarsensoren bereitgestellt werden. Zudem werde die Lagerfläche um 500 Quadratmeter erweitert. Derzeit produziert ZF laut eigenen Angaben rund 300.000 Einheiten jährlich. Bis ins Jahr 2020 werde die Stückzahl voraussichtlich die Marke von einer Million überschreiten.

Seit 1999 konstruiert und entwickelt ZF TRW in Brest Radarsysteme. Die Produktion der ersten Generation begann im Jahr 2002. Mit der AC1000-Familie steht nun die fünfte Generation ins Haus. "Radare sind ein wesentlicher Bestandteil automatisierter Fahrsysteme", sagte Peter Austen, Global Portfolio Director im Bereich Fahrerassistenzsysteme der ZF-Division Aktive & Passive Sicherheitstechnik, kurz ZF TRW. "Im Zusammenspiel mit Kameras, intelligenter Steuerung und Aktuatorik ermöglichen sie teilautomatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise den Highway Driving Assist einschließlich automatisierter Spurwechsel", führt Austen aus. Zusammen mit den Kamerasystemen des Zulieferers sei die AC1000-Familie eine ideale Lösung, um die Euro-NCAP-Anforderungen bis ins Jahr 2020 zu erfüllen.

ZF demonstriert teilautomatisierte Fahrfunktionen

Ebenfalls am Standort Brest, genauer gesagt im Zentrum für Fahrassistenzsysteme, hat ZF ein Demonstrationsfahrzeug aufgebaut, mit dem Kunden und Medienvertreter nun die neusten teilautomatisierten Fahrfunktionen testen können sollen. Das Demonstrationsfahrzeug ist dem Unternehmen zufolge mit den neuesten AC1000-Radar- und Kamerasystemen, einer elektrischen Lenkung mit Zahnstangenantrieb und der elektronischen Stabilitätskontrolle von ZF TRW ausgestattet. Es kombiniere automatisierte Steuerungsfunktionen in Längs- und Querrichtung mit den AC1000-Kurzstreckenradaren, die in den Fahrzeugecken installiert seien, und ermögliche so beispielsweise Multi-Lane-Assistenzfunktionen wie das Überholassistenzsystem. Diese Assistenzfunktion soll Fahrten auf der Autobahn ohne manuelle Eingriffe oder Fußbetätigung zwischen 0 und 130 km/h unterstützen.

Multi-Lane-Assistenzfunktion

Das System sei in der Lage, vom Fahrer initiierte Spurwechsel automatisch auszuführen und dabei die Spurart sowie Fahrzeuge auf benachbarten Fahrspuren zu erkennen. Die automatisierte Längssteuerung soll dabei helfen, das Fahrzeug bei einer bestimmten Geschwindigkeit beziehungsweise in einem sicheren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten, während die Quersteuerung das Fahrzeug mittig in der Spur halte. Tauche ein langsameres Fahrzeug vor dem Demonstrationsfahrzeug auf, sollen die seitlichen Radare erkennen, ob es auf den angrenzenden Spuren ausreichend Platz für ein sicheres Überholmanöver gibt. Ist dies der Fall, erläutern die Experten von ZF, empfehle das automatisierte Fahrsystem dem Fahrer über die Mensch-Maschine-Schnittstelle, das langsamere Fahrzeug zu überholen. Der Fahrer könne die Empfehlung annehmen, indem er den Blinker setze. Die Quersteuerung und das Lenksystem des Fahrzeugs sollen dann das Spurwechselmanöver ausführen. Der Fahrer könne das System jederzeit übersteuern.

"Die neue Spurwechselfunktion ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren. Die 360-Grad-Sensorik ermöglicht dank Funktionen wie der Toter-Winkel-Assistent, die Kollisionsvermeidung und das automatisierte Parken darüber hinaus noch mehr Sicherheit und Komfort", sagt Karl-Heinz Glander, Chief Engineering Manager im Bereich Automatisierte Fahrsysteme bei ZF. Das System könne Glander zufolge zudem mit Fahrzeugsteuerungssystemen kombiniert werden - etwa mit Active Kinematics Control (AKC) für lenkbare Hinterachsen und Continuous Damping Control (CDC).

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