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05.10.2017 | Fahrerassistenz | Infografik | Onlineartikel

Vor allem ältere Menschen sind gegen automatisiertes Fahren

Autor:
Patrick Schäfer

Fahrerassistenzsysteme finden laut einer aktuellen Umfrage großen Zuspruch – das automatisierte Fahren wird jedoch noch von vielen Fahrern abgelehnt. Ein Widerspruch? 

So nutzen bereits 40 Prozent Funktionen wie automatisches Einparken oder finden diese Unterstützung hilfreich. Nur 16 Prozent lehnen derartige Fahrerassistenzsysteme ab. Ganz ähnlich verhält es sich auch bei Sicherheitsfunktionen wie Notbremsassistenz, Abstandshaltung oder Müdigkeitserkennung. Das ergab eine Studie, die von Value_A Marketing Intelligence im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, Frankfurt am Main, durchgeführt wurde. 2000 Haushalte in Deutschland wurden befragt.

Eine Unterstützung bedeutet auch nicht hochautomatisiertes Fahren. Denn die Vorstellung, die Kontrolle beim Fahren komplett an das Auto abzugeben, lehnen demnach immer noch 42 Prozent der Befragten ab. Blickt man genauer hin, sprechen sich vor allem die Teilnehmer aus der Altersgruppe 60 Plus gegen das hochautomatisierte Fahren aus. Über die Hälfte der älteren Befragten (52 Prozent) halten davon nichts, während der Anteil in der Altersgruppe 16 bis 39 Jahre nur bei 34 Prozent liegt. Dort sind immerhin schon 20 Prozent dafür.

Jüngere wollen nicht selbst fahren müssen

Betrachtet man eine weitere Befragung, lässt sich ein Zusammenhang erkennen. Laut einer Studie der Meinungsforscher des Instituts für Demoskopie Allensbach legen gerade viele jüngere Menschen in urbanen Gebieten nur noch geringen Wert auf ein eigenes Fahrzeug. Dort wachse vor allem das Interesse an Carsharing. So weit, so bekannt. 

Im Kontext zum oben geschriebenen heißt das: Es geht nicht mehr darum, ein Auto selbst zu besitzen, aber auch nicht mehr darum, es unbedingt selbst fahren zu wollen - denn beim Carsharing sitzt logischerweise immer noch nur ein Teilnehmer am Steuer. Die Allensbach-Studie Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) prognostiziert außerdem einen Rückgang der unter 40-Jährigen, die ein eigenes Auto fahren. Die Einstellung zum Automobil als reines Transportmittel wird offenbar von weiten Teilen der jüngeren Bevölkerung getragen. Und das ist auch ein Grund, warum Jugendliche dem automatisierten Fahren offener gegenüberstehen - als Teil einer neuen Mobilität.

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