Skip to main content
main-content

18.06.2018 | Fahrwerk | Nachricht | Onlineartikel

ZF präsentiert das vollaktive Fahrwerksystem sMotion

Autor:
Patrick Schäfer

Karosseriebewegungen sollen mit dem Fahrwerk ZF sMotion im Innenraum nicht mehr spürbar sein. Den Einsatzzweck des vollaktiven Fahrwerksystems sieht ZF im automatisierten Fahren. 

Das skalierbare Fahrwerksystem sMotion von ZF basiert auf dem Dämpfungssystem CDC. Es soll Aufbaubewegungen der Karosserie "beinahe vollständig" von den Insassen fernhalten können. Dafür sorgen intelligente Aktuatoren, die an jeder Fahrzeugecke sitzen. Sie passen das Ein- und das Ausfedern aktiv für jedes Rad an die Fahrsituation und Beschaffenheit der Straße an. "Bei der Entwicklung hin zum vollautomatisierten und autonomen Fahren kommt dem Fahrwerk eine Schlüsselrolle zu", sagt Dr. Holger Klein, Leiter der Division Pkw-Fahrwerktechnik bei ZF. "Denn spätestens wenn der Autopilot das Steuer übernimmt, wollen alle Insassen vom Fahrgeschehen buchstäblich in Ruhe gelassen werden."

Die intelligenten Stoßdämpfer sMotion sollen nicht nur Stöße dämpfen können, sondern auch Nickbewegungen des Fahrzeugs, Wanken und Rollen oder Hub spürbar entgegenwirken. Die kompakte Elektromotor-Pumpen-Einheit mit integrierter Elektronik arbeitet als bidirektionaler Steller: Die Aktuatoren können die Kolbenstange und damit jedes Rad einzeln sowohl nach oben ziehen als auch nach unten drücken. Beispielsweise lassen sich in einer Kurve die beiden inneren Räder einziehen und die äußeren ausfahren, damit dass Fahrzeug nahezu waagrecht bleibt. Auch die Bodenfreiheit lässt sich regeln, für das gesamte Fahrzeug beziehungsweise achs- oder seitenspezifisch. 

Intelligentes und vollaktives Fahrwerk ZF sMotion

Ein zweiter, getrennter hydraulischer Regelpfad kompensiert kleinere Fahrbahnunebenheiten wie Querfugen oder Schotter. Dafür arbeitet die Weiterentwicklung der CDC-Technik mit unabhängiger Zug- und Druckstufe. So kann aktiv und stufenlos zwischen hart (Dynamisch) sowie weich (Komfort) variiert werden. Ein großen Anteil am aktiven Fahrwerk kommt der vernetzten Sensorik zu. Mit Umfeldsensoren wie Kameras wird die vorausliegende Fahrbahnbeschaffenheit erkannt, damit sich das Fahrwerk darauf einstellen kann. Vertikaldynamikdaten werden direkt an den Aktuatoreinheiten oder über weitere Sensoren im Fahrzeug erfasst. Die errechneten Dämpferdaten lassen sich auch in eine Cloud übermitteln, um nachfolgende Fahrzeuge auf gefährliche Fahrbahnschäden hinweisen zu können.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Zukunftsaspekte des Fahrwerks

Quelle:
Fahrwerkhandbuch

01.05.2018 | Historie | Ausgabe 5/2018

Zielkonflikte

Das könnte Sie auch interessieren

12.06.2018 | Fahrwerk | Nachricht | Onlineartikel

"Das pilotierte Fahren wird brutal komplex"

Premium Partner

Neuer InhaltdSpaceFEVValeo LogoTE Connectivity Corporation

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Zur B2B-Firmensuche

Whitepaper

- ANZEIGE -

INDUSTRIE 4.0

Der Hype um Industrie 4.0 hat sich gelegt – nun geht es an die Umsetzung. Das Whitepaper von Protolabs zeigt Unternehmen und Führungskräften, wie sie die 4. Industrielle Revolution erfolgreich meistern. Es liegt an den Herstellern, die besten Möglichkeiten und effizientesten Prozesse bereitzustellen, die Unternehmen für die Herstellung von Produkten nutzen können. Lesen Sie mehr zu: Verbesserten Strukturen von Herstellern und Fabriken | Konvergenz zwischen Soft- und Hardwareautomatisierung | Auswirkungen auf die Neuaufstellung von Unternehmen | verkürzten Produkteinführungszeiten.
Jetzt gratis downloaden!

Sonderveröffentlichung

- ANZEIGE -

AVL ADAS Validierung: Vielfalt autonomer Fahrszenarien absichern

AVL bietet wegweisende Lösungen für die zeiteffiziente Validierung der zahllosen Szenarien von Level 3 & 4 Funktionen durch die Kombination virtueller und realer Tests plus automatisierter Analyse Tools. Damit kann die Entwicklungszeit für AD-Systeme drastisch gesenkt werden.  Mehr dazu erfahren Sie hier!

- ANZEIGE -

INNOVATIVE LÖSUNGEN FÜR DIE E-DRIVE VALIDIERUNG

Das optimale E-Drive System sollte sowohl klein und leicht als auch kosteneffizient sein. Die Lösung sind flexible Testsysteme, die die Entwicklung von unterschiedlichsten E-Drive Systemen unterstützen.

Mehr dazu erfahren Sie hier!

Bildnachweise