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17.02.2017 | Fahrzeug-Lichttechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Diese Lichttechniken kommen in Zukunft

Autor:
Benjamin Auerbach

Scheinwerfer sind durch LEDs und Laserlicht in den vergangenen Jahren immer effizienter geworden. Neuere Techniken wie OLED versprechen weitere Innovationen im Automobilbau.

In der Geschichte des Automobils ist der Wechsel der Lichttechnik kein neues Phänomen. Die Entwicklung reicht von Karbid- und Acetylenlampen über Glüh- und Halogenlampen bis zu Gasentladungslampen hin zu LEDs. Was die Lichttechnik beim Automobil betrifft, existieren aktuell noch mehrere Systeme parallel wie Temperaturstrahler, Gasentladungsstrahler oder Leuchtdioden, wie die Autoren des Kapitels Elektrische und elektronische Systeme im Kfz im Springer-Fachbuch Grundlagen Fahrzeug- und Motorentechnik im Überblick konstatieren. 

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Für das R2D2-Forschungsprojekt erarbeitet, zeigen Audi, Hella und Osram, wie neue Entwicklungsmethoden und -verfahren die Integration flexibler OLEDs ins Automobil möglich machen. Durch biegbares Substrat eröffnen diese OLEDs einen neuen …

Zurzeit gewinnen LEDs zunehmend an Bedeutung. Die Vorteile sind groß, denn sie geben die volle Lichtleistung in weniger als einer Millisekunde ab. Beispielsweise im Bremssignal genutzt, verkürzen LEDs somit die Reaktionszeit des Hinterherfahrenden. Im Kfz werden LEDs vor allem als Leuchtmittel oder im Display eingesetzt, im Innenraum zur Beleuchtung, als Display oder Display-Hinterleuchtung. In der Lichtanlage finden sie Verwendung als hochgesetzte Bremsleuchten und Heckleuchten sowie zukünftig vermehrt als Tagfahrleuchten und in Frontscheinwerfern.

Stefan Berlitz, Leiter Entwicklung Innovationen Licht/Sicht bei Audi, legt sich im ATZ-Interview klar fest. Unter der Überschrift "Wir können definitiv von einem Siegeszug der LED sprechen" bezeichnet er die LED-Technik als Mainstream-Technik der Zukunft. Bei seinem Arbeitgeber Audi habe die LED-Lichttechnik den Xenon-Scheinwerfer bereits überholt. Aus seiner Sicht werden neue Techniken wie OLED oder Laser die LED nicht verdrängen, sondern ergänzen: 

Während die LED wegen ihrer hohen Lichtmenge im Scheinwerfer Ihren Einsatz findet, etabliert sich die OLED-Lichttechnik auf Flächen. Beim Laser hingegen haben wir, den Vorteil das Licht nach unseren Vorgaben formen zu können", so Berlitz weiter.

Die intelligente Innenraumbeleuchtung 

LEDs sind mittlerweile auch zum Thema für die Beleuchtung im Inneren des Fahrzeugs geworden. Dort könnten die LEDs künftig für einen individuell einstellbaren Innenraum sorgen und auch in die Sicherheitssysteme einbezogen werden. Der Beitrag Ambientebeleuchtung zwischen Illumination und Kommunikation aus der ATZ 2-2017 widmet sich den Einsatzmöglichkeiten im Inneren des Fahrzeugs. Die Ingenieure Markus Wimmer, Jörg Lippmann und Otmar Rauchensteier des Zulieferers Dräxelmaier beschreiben die Entwicklung ihrer Innenraumbeleuchtung Dynamic Light, die nicht nur intelligent steuerbar ist, sondern in Zukunft auch kommunizieren und vor potenziellen Gefahren warnen könnte. 

Die Autoren vertreten die These, dass Innenräume heute schon allein durch das geänderte Nutzungsverhalten – beispielsweise durch Carsharing – komplett anders gedacht werden müssen als zuvor. War die Innenraumbeleuchtung bis dato in erster Linie darauf ausgelegt, das Reisen für Fahrzeugnutzer angenehmer zu machen, so sei Licht selbstverständlich auch eine Komponente, um den Innenraum eines Fahrzeugs auf immer neue Weise zu gestalten. Die drei Ingenieure berichten im Detaildarüber wie sie die dynamische Ambientebeleuchtung in Zukunft weiter vorantreiben wollen.

Fahrzeugheckbeleuchtung mit OLEDs

Mit den OLEDs steht dem Automobilbau eine neue Lichtquelle zur Verfügung. Aktuell steht die Technik hinsichtlich ihrer automobilen Verwendung noch am Anfang. Durch ihre minimale Dicke, Biegsamkeit und ihre individuelle Ansteuerbarkeit versprechen OLEDs allerdings viele attraktive Einsatzszenarien. Eines davon wäre der Einsatz in Heckleuchten.

Im Rahmen des R2D2-Forschungsprojekts wollen Osram, Hella und Audi gemeinsam herausfinden, wie sich flexible OLEDs in Automobil integrieren lassen. In ihrem Beitrag Flexible OLEDs in der Fahrzeugbeleuchtung für die ATZ 2-2017 beschreiben die Autoren Philipp Rabenau, Matthias Ogonda und Wolfgang Pohlmann die Entwicklung einer OLED-Heckleuchte. Dabei experimentierten die Unternehmen mit verschiedenen Substraten und Befestigungsverfahren. Auch, wenn die daraus entstandene OLED-Heckleuchte noch nicht die Lebensdauer mitbringt, um letztlich dem Einsatz im Automobil zu genügen, sind sich die Autoren sicher, dass die flexible OLED-Technik schon in wenigen Jahren als serienreifes Produkt in einem Pkw zu finden sein wird. 

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