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10.09.2019 | Fahrzeugsicherheit | Nachricht | Onlineartikel

Daimler zeigt auf der IAA das Sicherheits-Fahrzeug ESF 2019

Autor:
Patrick Schäfer

Mercedes-Benz zeigt auf der IAA 2019 sein aktuelles Experimental-Sicherheits-Fahrzeug. Das ESF 2019 basiert auf dem Mercedes-Benz GLE und demonstriert mögliche Sicherheitstechnik der Zukunft.

Das Mercedes-Benz ESF 2019 adressiert die sich im Wandel befindlichen Anforderungen an die Sicherheitstechnik von Automobilen. Der Fokus der Neuerungen liegt dabei auf dem automatisierten Fahren, das durch flexiblere Innenraumkonzepte beispielsweise neuartige Konzepte für den Insassenschutz erforderlich macht. Zudem weist das Fahrzeug auch eine kooperative Fahrzeugumfeld-Kommunikation auf. Das ist nicht nur im Hinblick auf den zu vermutenden künftigen Mischverkehr aus automatisierten und nicht-automatisierten Fahrzeugen wichtig.

"Das neue ESF 2019 reflektiert die Mobilität der Zukunft und präsentiert eine Vielfalt von Innovationen, an denen wir derzeit forschen und entwickeln", sagt Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG & Leiter Mercedes-Benz Cars. Einige der präsentierten Neuerungen sind teilweise seriennah. Ein Themenschwerpunkt befasst sich mit dem Insassenschutz bei der hochautomatisierten Fahrt. Dann sind Pedale und Lenkrad im ESF 2019 eingefahren, auch sitzintegrierte Gurte und Airbags mit alternativen Einbauräumen sollen die Sicherheit im Falle eines Crashs erhöhen. Für den Fond ist ein spezieller Airbag mit einem neuartigen Befüllkonzept zum Aufblasen und Positionieren des Luftkissens vorgesehen. Das Kindersitz-Konzept Pre-Safe-Child beinhaltet Gurtstraffer und Seitenaufprallschutz-Elemente.

ESF 2019 kommuniziert mit anderen Verkehrsteilnehmern

Bei der kooperativen Fahrzeugumfeld-Kommunikation können die Kamera- und Sensorsysteme in alle Richtungen kommunizieren und gegebenenfalls andere Verkehrsteilnehmer warnen. So können das Frontpanel, LED auf dem Dach des Fahrzeugs oder Projektionen auf der Heckscheibe genutzt werden, um Lichtsignale, Animationen und Symbole zu zeigen. In der Stadt interagiert das ESF 2019 etwa mit Fußgängern und macht deutlich, dass es diese erkannt hat und das Überqueren der Straße ermöglicht. Die Sensorik des Plug-in-Hybrids arbeitet auch im Stand und kann beispielsweise über die Dacheinheit die Aufmerksamkeit vorbeifahrender Fahrzeuge auf querende Passanten lenken.

Über ein Dutzend Innovationen hat Mercedes-Benz im ESF 2019 versammelt. Dazu gehören auch die Gefahrstellenabsicherung, bei der neben der Car-to-X-Kommunikation und entsprechenden Hinweisen in der Heckscheibe ein Roboter zum Einsatz kommen könnte. Neue Pre-Safe-Funktionen können den Fahrer über Impulse des Gurtstraffers auf eine zu schnell angefahrene Kurve hinweisen, Pre-Safe-Impuls Heck versucht, einen drohenden Heckaufprall durch eine kurze Beschleunigung nach vorne noch zu verhindern oder abzumildern. 

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Quelle:
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik

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