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03.01.2017 | Fahrzeugsicherheit | Nachricht | Online-Artikel

Bosch zeigt seine Vision der automobilen Zukunft auf der CES

verfasst von: Benjamin Auerbach

3 Min. Lesedauer
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Mit einem neuen Konzeptfahrzeug präsentiert Bosch in Las Vegas, wie es sich das Autofahren der Zukunft vorstellt. Durch Vernetzung und Kommunikation soll das Auto zum persönlichen Assistenten und darüber hinaus sicherer und komfortabler werden. Die wichtigsten Neuerungen haben wir zusammengefasst.

Das neue Konzeptfahrzeug von Bosch wird auf der CES viele Blicke auf sich ziehen. Nicht nur wegen des betont futuristischen Designs, sondern vor allem wegen der Technik, die mit dem Fahrzeug dem Messepublikum präsentiert werden soll. Die zeigt sich unter anderem schon beim ersten Einsteigen. Eine Kamera erkennt das Gesicht des Fahrers und ermöglicht so eine Personalisierung. Das Auto stelle dann beispielsweise Lenkrad, Spiegel, Innenraumtemperatur und Radiosender auf die individuellen Vorlieben ein. Die Kamera diene ebenso der Sicherheit, indem sie den Zustand des Fahrers überwacht und ihn bei Bedarf warnt.

Gestenbedienung mit haptischer Rückmeldung

Das Konzeptfahrzeug zeigt außerdem eine Gestenbedienung mit haptischer Rückmeldung, die Bosch gemeinsam mit dem Start-up Ultra Haptics entwickelt hat. Die Technik nutze Ultraschallsensoren, durch die der Fahrer spüre, ob seine Hand im richtigen Bereich ist. Durch das haptische Feedback sollen sich die dargestellten Tasten der Touchscreens wie realistische Knöpfe anfühlen. Die Bedienung von Infotainment-Anwendungen soll damit oftmals ohne Blick auf das Display möglich sein.
Ebenfalls neu im Konzeptfahrzeug ist eine kamerabasierte Lösung, die die beiden Außenspiegel ersetzt. Die Videosensoren sind im Fahrzeuginterieur integriert, die Anzeige erfolge über Displays nahe der A-Säulen rechts und links. Die digitale Technik ermögliche eine situationsbezogene Darstellung. So soll bei Fahrten auf der Autobahn der Blick weiter nach hinten gehen, während in der Stadt ein größerer Blickwinkel für mehr Sicherheit sorge. Ein erhöhter Kontrast verbessere zudem die Sicht bei Nachtfahrten.

Automatisiertes Fahren per Knopfdruck

Das Human Machine Interface (HMI) spielt nach Ansicht Boschs im Auto künftig eine immer größere Rolle – vor allem beim automatisierten Fahren. Das HMI meldet dem Fahrer beispielsweise, sobald automatisiertes Fahren auf einem Streckenabschnitt möglich ist. Übergibt dieser das Fahren per Knopfdruck am Lenkrad an das System, bekomme er über das HMI angezeigt, was die Umfeldsensoren des Autos alles erkennen und wie viel Zeit noch verbleibt, bis er das Steuer wieder übernehmen muss.
Während der automatisierten Fahrt stehen dem Fahrer über das zentrale Display im Fahrzeug mehr Infotainment-Funktionalitäten zur Verfügung, als wenn er selbst fährt. Dank Internetverbindung könne der Fahrer jetzt zum Beispiel bevorstehende Termine prüfen oder Einkäufe planen. Die Smart Home App ermögliche es ihm auch, die Rollläden zuhause zu bedienen oder die Heizung von unterwegs hoch- oder herunterzudrehen. Zudem könnte er einen Blick in seinen Kühlschrank werfen. Auf Tastendruck ist der Einkaufsvorschlag der App schnell beim Lieferservice bestellt und lässt sich über die von Bosch entwickelte ePayment-Lösung auch direkt bezahlen – beispielsweise über PayPal.

Kommunikation zwischen Auto und Fahrrad oder Werkstatt

Dank Vehicle-to-Vehicle-Communication würde das Konzeptauto in Zukunft über andere Verkehrsteilnehmer informiert, lange bevor sie in Sicht kommen. Besonders Fahrräder werden im Verkehr rasch übersehen, weil Lkws oder Busse sie verdecken. Auf der CES zeigt Bosch eine Kommunikationsverbindung zwischen seinem neuen Konzeptauto und einem Fahrrad. Darüber können beide Fahrzeuge permanent ihren Aufenthaltsort und ihre Fahrtrichtung austauschen. Dies senke das Risiko einer Kollision. Bosch zeigt auf der CES 2017 auch, wie die vernetzte Werkstatt, der „Connected Workshop“, im Zusammenspiel mit internetbasierten Dienstleistungen und Augmented-Reality-Anwendungen funktioniert. Autofahrer und Werkstattbetreiber könnten den Werkstattbesuch damit künftig leichter planen, und auch die Arbeitsabläufe im Service ließen sich verbessern.


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