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19.04.2017 | Fahrzeugsicherheit | Nachricht | Onlineartikel

Ostfalia Hochschule forscht am Fahrzeug 4.0

Autor:
Andreas Burkert

Die Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften forscht am Fahrzeug 4.0. Im Rahmen des Projekts "Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab - ZuFOR" sollen auch Fragen zu gesellschaftlichen Herausforderungen im Bereich der Mobilität beantworten.

Im Rahmen des Projekts „Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab - ZuFOR" forscht ein transdisziplinäres Wissenschaftlerteam der Ostfalia Hochschule an einem Funktionsträger für regenerative Elektromobilität und Fahrdynamikregelung (Fredy). In drei technischen Teilprojekten des Vorhabens werden in Kooperation und im Austausch mit Partnern der Region folgende Aspekte aus der Fahrzeugtechnologie bearbeitet: Fahrzeug 4.0 für den autonomen Fahrbetrieb, Fahrzeugsysteme für die aktive und integrale Sicherheit und innovative Verfahren der Kunststofftechnik für den Fahrzeugleichtbau.

Ziel des Vorhabens ist die Konzeption der autonomen, prädiktiven und energieoptimal fahrenden Hybridfahrzeuge mit dessen intelligenten elektronischen Fahrzeugsystemen. So sollen unter anderem der Energiebedarf optimiert, die Schadenstoffe minimiert und die Reichweite erhöht werden. Während sich die Wissenschaftlerin Professorin Xiabo Liu-Henke um das Fahrzeug 4.0 für den autonomen Fahrbetrieb kümmert, widmet sich der Materialwissenschaften Professor Achim Schmiemann vom Institut für Recycling dem Thema Polymermembranen in Redox-Flow Batterien.

Auf Vanadium basierende Redox-Flow Batterie

Die auf Vanadium basierende Redox-Flow Batterie ermöglicht grundsätzlich die Zwischenspeicherung auch größerer Mengen fluktuierender elektrischer Energie. Pilotprojekte gibt es weltweit. Membranen nehmen dabei Einfluss auf die Lebensdauer, die Energieeffizienz und die Leistung einer Batteriezelle und sollen im Rahmen des Vorhabens weiter erforscht werden. Darüber hinaus untersucht Schmiemanns Team Verfahren der Kunststofftechnik für den Fahrzeugleichtbau. Immerhin werden bei (konventionell angetriebenen) Fahrzeugen circa 36 Prozent des CO2-Ausstoßes von der Masse beeinflusst.

Vor dem Hintergrund, dass Range Extender und Batterietechnik bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben aufgrund ihrer Massen dazu einen weiteren negativen Beitrag leisten, ist der Leichtbau mit extrem leichten Materialien für die Ostfalia-Forscher ein bedeutendes Thema.  Wohlwissend, dass sich die aufwändige Verarbeitung, also eine mangelhafte Serientauglichkeit häufig als Hemmschuh erweist, wird in enger Kooperation mit regionalen Unternehmen ein Kunststoffverarbeitungsverfahren mit nachgewiesener Großserientauglichkeit, der Spritzguss angewendet.

Fahrzeugsysteme für die aktive und integrale Sicherheit

Eine zentrale Rolle kommt zudem der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen, der Fahrzeugvernetzung (Car2X) sowie teilautonomen und autonomen Fahrfunktionen zu. Von besonderer Bedeutung für die nächsten Jahrzehnte werden aber auch Systeme der integralen Fahrzeugsicherheit sein, welche die aktive und passive Sicherheit kombinieren, so dass insbesondere die unmittelbare Vorunfallphase stärker genutzt wird.
So werden unter Aufsicht von Professor Harald Bachem  aus realen Unfalldaten die Szenarien mit Hilfe von Simulationen in Form von Computeranimationen nachgestellt. Unter der Einbindung idealer Sensormodelle werden mögliche Potenziale untersucht und es wird ermittelt, welche Maßnahmen möglich sind. In die Betrachtung der aus den Animationen folgenden Ergebnisse wird die Auswirkung der Variation der physikalischen Unfalleigenschaften, sowie der Art des Unfallgegners untersucht.

Über die Modellierungsmöglichkeit der verwendeten Simulationsprogramme wird zudem eine Aussage über das Insassenverhalten und die Unfallfolgen getroffen und die damit verbundenen Möglichkeiten der Nutzung von integralen Systemen abgeleitet. Auf Basis dieser Untersuchungen entstehen neuartige Lösungen für integrale Systeme, die anhand der zuvor durchgeführten Analysen bewertet werden. Der Schwerpunkt des vierten Teilprojekts gilt den offenen Netzwerkstrukturen. Daran arbeitet Professor Andreas Jain am Zentrum für gesellschaftliche Innovationen der Ostfalia in Salzgitter.

Die technischen Teilprojekte sind im Übrigen aktive Elemente des Open Region Lab (ORL), in dessen Rahmen die Projektergebnisse präsentiert und überfachlich diskutiert werden. Das ORL soll als Inkubator im regionalen Innovationssystem fungieren. Das Forschungsziel des integrativen Querschnittprojekts ist, festzustellen, inwieweit die Einrichtung eines ORL die Innovationskraft der Region stärkt und welche Anforderungen die Unternehmen an den Innovationsprozess haben. Forschungsgegenstand dieses Teilprojekts ist ebenfalls, wie sich die Akzeptanz des ORL und der angebotenen Formate im Verlauf des Vorhabens entwickeln. Die Organisation und Koordination des ORL erfolgt in enger Abstimmung mit dem Wissens- und Technologietransfer der Ostfalia, der direkt dem Vizepräsidenten für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, Professor Gert Bikker, unterstellt ist.

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Quelle:
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