Skip to main content
main-content

16.04.2020 | Fahrzeugsicherheit | Nachricht | Onlineartikel

Unfallschwere sicher mit KI vorhersagen

Autor:
Christiane Köllner
1:30 Min. Lesedauer

Ein Forschungsprojekt an der TH Ingolstadt arbeitet daran, die Schwere von Verkehrsunfällen sicher vorhersagen zu können. Helfen sollen dabei künstliche Intelligenz sowie Machine Learning. 

Wissenschaftler des Forschungsprojekts Save-Road der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) arbeiten daran, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ziel des Projektes ist es, die Schwere von Verkehrsunfällen sicher mithilfe von künstlicher Intelligenz sowie Machine Learning prädizieren zu können. Hierbei sollen vor allem plötzlich auftauchende Objekte im Fahrzeugumfeld sowie eine robuste Prädiktion bei verschiedenen Umweltbedingungen im Fokus stehen. Diese sichere Erkennung bei drastisch reduzierter Reaktionszeit soll als Basis für die Aktivierung geeigneter Sicherheitssysteme wie zum Beispiel der Airbags dienen.

Konkret entwickeln die Wissenschaftler ein auf künstlicher Intelligenz und Machine Learning basierendes System zur Erfassung des Fahrzeugumfeldes mittels Sensordatenfusion. Dazu fusionieren die Forscher Daten aus hochauflösenden Radaren und optischen Systemen unter Berücksichtigung unfallrelevanter Parameter wie Objektart, Geschwindigkeit oder Distanz. Die so kombinierten Sensortechnologien sollen im Rahmen eines neuartigen Überwachungskonzepts validiert werden, das sicherheitsrelevante Entscheidungen auf Grundlage der Datengüte trifft und die Aktivierung von Schutzsystemen steuert. Ein besonderes Augenmerk wollen die Forscher dabei auf eine sichere Erkennung bei unterschiedlichen Umweltbedingungen wie Regen, Nebel oder ungünstige Lichtverhältnisse legen, die eine sichere Detektion deutlich erschweren.

Förderung mit 658.000 Euro durch die Bayerische Forschungsstiftung

Das Projekt soll in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit den Industriepartnern EFS in Gaimersheim, ein Technologieanbieter für Software im Bereich des assistierten und pilotierten Fahrens, und der PCO AG, die sich auf die Entwicklung und Produktion von High-End-Kamerasystemen spezialisiert hat, umgesetzt werden. Die Bayerische Forschungsstiftung fördert das Projekt mit rund 658.000 Euro.

Geleitet wird das Forschungsprojekt von Professor Dr. Thomas Brandmeier, Wissenschaftlicher Leiter des Forschungs- und Testzentrums Carissma der THI, sowie von Professor Dr. Alessandro Zimmer, der sich auf Computer Vision, Bildverarbeitung und künstliche Intelligenz in Carissma spezialisiert hat.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

    Bildnachweise