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20.01.2017 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Maut-Pläne kurbeln PKW-Absatz mit moderner Abgastechnik an

Autor:
Eva-Susanne Krah

Seit Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) das Projekt PKW-Maut angestoßen hat, gab es viele Diskussionen, ob die Einführung wirklich die berechneten Einnahmen bringen wird. Auf die Verbreitung der modernen Abgastechnik haben sich die Maut-Pläne einer Studie zufolge schon jetzt positiv ausgewirkt.

Das Verkehrsministerium rechnet nach der Einigung mit der EU-Kommission vom 1. Dezember 2016 auf Basis einer detaillierten Prognose mit Nettoeinnahmen von etwa 520 Millionen Euro aus der PKW-Maut, wie es in einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" heißt. Insgesamt sollen sich die jährlichen Erlöse laut einem Papier des Ministeriums auf 834 Millionen Euro pro Jahr belaufen. Noch im Januar soll die nötige Gesetzesänderung im Bundeskabinett verabschiedet werden und könnte dann 2019 in Kraft treten. 

Was die neue Maut bewirkt

Interessant sind die Vorab-Effekte des Maut-Projekts in der Abgastechnik: Denn seit das Maut-Vorhaben im Jahr 2014 erstmals vorgestellt wurde, ist allein in Deutschland der Bestand von Autos mit modernster Abgastechnik von 300.000 auf mehr als sechs Millionen Fahrzeuge (Stand 1. Januar 2017) gestiegen. Über 95 Prozent der Neuzulassungen zwischen Januar und November 2016 entsprechen bereits dem Standard. Das ergibt eine Analyse des Forums ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Auch in den europäischen Nachbarländern erfüllt laut der "Süddeutschen Zeitung" die Mehrzahl der neu zugelassenen PKW die Euro-6-Norm. 

Da Halter schadstoffarmer Fahrzeuge laut dem geplanten Maut-Gesetz weniger Gebühren zahlen sollen, wirkt sich die dynamische Entwicklung bei modernen, abgasarmen Fahrzeugen auch auf die Einnahmen aus Mautgebühren aus. Sie fallen geringer aus als geplant. Die Steuerentlastung für deutsche Autofahrer soll deshalb laut einem entsprechenden Berechnungsfaktor im Gesetz drei Jahre nach Einführung der Maut sinken. 

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