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17.11.2016 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Alfa Romeo zeigt sein erstes SUV

Autor:
Benjamin Auerbach

Alfa Romeo hat nun auch ein SUV in seine Modellfamilie aufgenommen. Der in LA präsentierte Sechzylinder-Turbobenziner leistet 375 kW. Künftig wird der SUV in zwei Modellvarianten angeboten.

Auf der Los Angeles Auto Show hat Alfa Romeo erstmals sein erstes SUV der Öffentlichkeit präsentiert. Der neue Alfa Romeo Stelvio ist das erste SUV in der Geschichte des italienischen Autobauers. Das gezeigte Modell Quadrifoglio leistet 375 kW und ist mit einem Achtstufen-Automatikgetriebe kombiniert. Der fünftürige SUV ist 4,68 Meter lang, 1,65 Meter hoch und kommt auf 2,16 Meter Gesamtbreite. Der 2,9-l-Sechszylinder-V6-Benzinmotor mit Turboaufladung wurde gemeinsam mit Ingenieuren von Ferrari entwickelt. Das Motor des Stelvio wird komplett aus Aluminium gefertigt. Nach Herstellerangaben soll die elektronisch gesteuerte Zylinderabschaltung für Effizienz und eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs sorgen.

Getriebe - eine Frage der Einstellung

Das serienmäßige Automatikgetriebe mit acht Stufen stammt von ZF. Das Automatikgetriebe sei damit auf einen niedrigen Kraftstoffverbrauch ausgelegt. Die Arbeitsweise des Getriebes ist abhängig von der gewählten Einstellung der Fahrdynamikregelung Alfa DNA Pro. Zur Wahl stehen die Stufen Dynamic, Natural, Race für höchste Performance sowie Advanced Efficiency. Letztgenannter Modus gibt dem Fahrer die Möglichkeit, alle Fahrzeugsysteme auf den sparsamsten Umgang mit dem Kraftstoff abzustimmen. Im Modus "Race" werden beispielsweise Gangwechsel in 150 Millisekunden erledigt. Zur Serienausstattung des Stelvio Quadrifoglio gehören außerdem Schaltwippen am Lenkrad, die dem Fahrer manuelle Gangwechsel ermöglichen.

Der Allradantrieb Alfa Q4

Der Modellname Stelvio ist eine Hommage an den höchsten asphaltierten Pass in den italienischen Alpen, den zweithöchsten in ganz Europa - das Stilfser Joch. Dort würde sicher auch der neue Allradantrieb Alfa Q4 des Stelvio nützlich sein. Die Funktionsweise des Antriebssystems Alfa Q4 soll die Vorteile des Allradantriebs mit den für einen Hinterradantrieb typischen Vorzügen wie agiles Kurvenverhalten und niedriger Verbrauch kombinieren. Der Allradantrieb Alfa Q4 leitet nach Unternehmensangaben Motorkraft an die Vorderachse über ein zusätzliches Differenzial sowie ein aktives Verteilergetriebe. Abhängig von Fahrzustand und Haftungsniveau jedes einzelnen Reifens verteile Alfa Q4 das Motordrehmoment stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse. Bei normalen Fahrbedingungen arbeitet das Alfa Q4 im neuen Alfa Romeo Stelvio wie ein herkömmlicher Hinterradantrieb. Erreichen die Hinterreifen ihre Haftgrenze, wird das Ansprechverhalten des Verteilergetriebes (ATC) geändert und bis zu 60 Prozent des Drehmoments zur Vorderachse umgeleitet. Dabei erlaubt das System einen Drehzahlunterschied zwischen Vorder- und Hinterachse von bis zu 2,5 Prozent.
Die Hinterachse des neuen Alfa Romeo Stelvio ist mit einem elektronisch gesteuerten Sperrdifferenzial ausgerüstet, das mithilfe einer Doppelkupplung das zur Verfügung stehende Drehmoment aktiv zwischen rechtem und linkem Rad aufteilt (Alfa Active Torque Vectoring).

Zweites Modell angekündigt

Neben dem 2,9-l-Sechszylinder-V6-Benzinmotor mit Turboaufladung soll der Alfa Romeo Stelvio auch alternativ mit einem 2,0-l-Benzinmotor mit Turboaufladung erhältlich sein. Dessen Leistung beträgt 206 kW (280 PS) bei 5250 Umdrehungen pro Minute, das maximale Drehmoment beträgt 400 Newtonmeter bei 2250 Touren. Der Alfa Romeo Stelvio wird im modernisierten Werk Cassino gefertigt, wo auch der Alfa Romeo Giulia produziert wird. Vom Giulia stammt auch das integrierte Bremssystem (IBS). Es vernetzt die Wirkungsweise der elektronischen Regelsysteme mit der mechanischen Bremskraftunterstützung. Der Marktstart für den neuen Stelvio steht noch nicht fest. 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Antriebe

Quelle:
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik

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