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17.03.2017 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Arteon erweitert Volkswagen-Modellprogramm nach oben

Autor:
Christiane Köllner

Nach Passat CC und Phaeton will Volkswagen wieder ein Modell oberhalb des Passat positionieren und stellt den Arteon vor. Mit dem Modell kommt auch eine neue Generation von Assistenzsystemen zum Einsatz.

Volkswagen erweitert sein Modellspektrum um einen fünftürigen Gran Turismo: den neuen Arteon. Erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt wird der oberhalb des Passat positionierte Arteon auf dem Genfer Automobilsalon. In der Stufe über dem Arteon folgt der speziell für China entwickelte Phideon. Produziert wird der neue Volkswagen Gran Turismo im deutschen Werk Emden.

Zu den wichtigsten Design-Elementen des Arteon gehört die völlig neu entwickelte Frontpartie. Kennzeichen: eine weit nach vorn und bis über beide Kotflügel reichende Motorhaube und ein Kühlergrill, der die gesamte Fahrzeugbreite einnimmt. 

Aufgrund seines langen Radstandes, einer weit gestreckten Dachlinie, des coupéartigen Fastbackdesigns und einer großen Heckklappe soll der Gran Turismo im Vergleich zu klassischen Limousinen mehr Raum und Variabilität bieten. Der neue Arteon entstand auf der konstruktiven Basis des modularen Querbaukastens (MQB). Quer steht dabei für vorne quer eingebaute Motoren. Das schafft Platz. Zwischen den zwei Achsen des Arteon spannt sich ein Radstand von 2841 mm. Entsprechend kurz sind die Karosserieüberhänge des 4862 mm langen Fastback-Modells. Breit ist der Arteon 1871 mm, hoch 1427 mm. Das Kofferraumvolumen reicht von 563 bis 1557 Liter.

Digitales Cockpit

Zu den interaktiven und digitalisierten Schnittstellen gehören optionale Systeme wie das Active Info Display (volldigitalisierte Instrumente) und ein Head-up-Display. Neu entwickelt hat Volkswagen die Infotainmentsysteme (6,5 bis 9,2 Zoll). Das neue System "Discover Pro" besitzt eine Tablet-ähnliche Glasoberfläche. Sie kommt vollständig ohne analoge Tasten aus. Das 9,2-Zoll-Display ist zudem mit einer intuitiven Gestensteuerung ausgestattet.

Interaktive Assistenzsysteme blicken voraus

Premiere feiern im Arteon Fahrerassistenzsysteme der neuesten Generation wie das weiterentwickelte Emergency Assist und die weiterentwickelte automatische Distanzregelung ACC, die die Geschwindigkeit unter Berücksichtigung von Streckenverläufen und Tempolimits im Rahmen der Systemgrenzen teilautomatisiert regelt. Hinzu kommen Premium-Funktionen wie ein glasüberbautes Navigationssystem oder Voll-LED-Hauptscheinwerfer. Optional gibt es erstmals das prädiktive Kurvenfahrlicht mit vorausschauender Regelung – mithilfe kamerabasierter Informationen und den Navigationsdaten wird die Kurve bereits ausgeleuchtet bevor der Fahrer einlenkt.

Sechs TSI und TDI zwischen 110 und 206 kW

Die für den Arteon vorgesehene Motorenpalette umfasst je drei, turboaufgeladene TSI-Otto- und drei TDI-Dieselmotoren. Bei allen handelt es sich um quer eingebaute, Vierzylindermotoren mit Direkteinspritzung. Die TSI und TDI entwickeln in den ersten beiden Leistungsstufen jeweils identische 110 kW (150 PS) und 140 kW (190 PS). Der stärkste TSI leistet 206 kW (280 PS), beim kräftigsten TDI sind es 176 kW (240 PS). Eine komplette Neukonstruktion ist der Basisbenzinmotor: Der 1.5 TSI Evo soll unter anderem aufgrund einer variablen Zylinderabschaltung (ACT) besonders effizient sein.

Alle Motoren können mit einem automatischen Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombiniert werden (110-kW-TSI in Deutschland nur mit manuellem Getriebe). Für die TSI gehört das DSG ab 140 kW zur Serienausstattung. Im Falle der TDI ist es in der 176-kW-Version serienmäßig an Bord. Die stärksten TSI und TDI verfügen zudem generell über den Allradantrieb 4Motion; für den 140-kW-TDI steht der Allradantrieb optional zur Verfügung. Alle anderen Modelle besitzen Frontantrieb.

Der Name Arteon setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: "Art" (engl. Kunst) soll laut Volkswagen "die stimmige Linienführung und Emotionalität des Fastbacks" beschreiben. Die Endung "eon" kennzeichne ihn, parallel zum Volkswagen-Topmodell des chinesischen Marktes "Phideon", als Premium-Modell.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.06.2008 | Entwicklung | Ausgabe 6/2008

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