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10.12.2012 | Fahrzeugtechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Die Infrastruktur: Stellhebel für zukünftige Mobilität

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Die Infrastruktur wird eine wesentliche Rolle bei der Einführung künftiger Antriebssysteme spielen. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Energieträger Strom und Wasserstoff eine Chance haben?

Alternativen Antriebe sind längst keine Zukunftsvisionen mehr. Neben dem klassischen Verbrennungsmotor gewinnen elektrische Antriebssysteme in verschiedener Bauart, einschließlich Brennstoffzellen auf Basis von Wasserstoff, zunehmend an Bedeutung. Die zu ihrem flächendeckenden Betrieb nötige Infrastruktur birgt jedoch noch Probleme.

Mit dem Begriff „Infrastruktur“ sind in erster Linie Stationen zur Energieversorgung gemeint. Im Prinzip Tankstellen für flüssige und gegebenenfalls gasförmige Kraftstoffe (CNG, LPG), für elektrische Energie und für Wasserstoff. Das Vorhandensein und die Qualität der Infrastruktur (Tankstellen, Energieversorgungsstätten, Serviceeinrichtungen) wird die Einführung alternativer Antriebssysteme erheblich beeinflussen.

Voraussetzungen für alternative Energieträger

Welche Rolle wird nun die Infrastruktur für das Auto der Zukunft spielen? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit alternative Energieträger eine Chance haben? Professor Hans Peter Lenz, Leiter des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK), ist diesen Fragen nachgegangen kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Große Vorteile bei der Einführung haben Antriebssysteme, die keine neue Infrastruktur oder nur geringe Änderungen an der bestehenden Infrastruktur benötigen: zum einen durch die große Verfügbarkeit der vorhandenen Infrastruktur, zum anderen wegen der nicht erforderlichen Aufwendungen für eine neue Infrastruktur. Hier haben somit
    Verbrennungsmotoren, die Kraftstoffbeimischungen verwenden, Vorteile. Selbst die Verwendung neuer flüssiger Kraftstoffe ist infrastrukturmäßig überschaubar.
  • Bei den elektrischen Antriebssystemen wird es schon problematischer: Die großen Aufwendungen für Elektrotankstellen werden die Einführung der Elektromobilität erschweren. Da wohl viele E-Autos Zusatzfahrzeuge sein werden, entsteht ein „Ladeparkplatzproblem“. Der Zeitbedarf zum Laden wiegt ebenfalls schwer.
  • Der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur ist sehr aufwendig. Daher wird sich die Einführung von Brennstoffzellenantrieben verzögern.

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