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10.01.2014 | Fahrzeugtechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Jeder Dritte wünscht sich automatisiertes Fahren

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Technische Lösungen für automatisiertes Fahren werden derzeit auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas gezeigt. Die Entwicklungen finden auch hierzulande Anklang.

Selbstfahrende Autos stoßen auch in Deutschland auf großes Interesse. Mehr als jeder dritte Deutsche (37 Prozent) kann sich vorstellen, künftig selbst automatisiert zu fahren. Das entspricht rund 26 Millionen Bundesbürgern. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des ITK-Branchenverbandes Bitkom hervor.

Insbesondere die Jüngeren sind den selbstfahrenden Autos gegenüber aufgeschlossen: 41 Prozent der unter 30-Jährigen können sich vorstellen, ein solches Fahrzeug künftig selbst zu nutzen, erläutert der Branchenverband. Bei den über 65-Jährigen seien es immer noch 36 Prozent. Männer vertrauen den computergesteuerten Fahrzeugen stärker als Frauen. 40 Prozent der Männer würden auch den Computer das Fahrzeug fahren lassen. Bei den Frauen sind es dagegen 35 Prozent. Ergänzend dazu geht aus der Continental Mobilitätsstudie 2013 hervor, dass sich viele Autofahrer vor allem für die Autobahn automatisiertes Fahren wünschen.

Das Auto als rollendes Smartphone

"Schon heute sind viele Autos rollende Computer. Die zahlreichen elektronischen Hilfssysteme haben die Sicherheit deutlich erhöht und bei den Autofahrern Vertrauen in diese Systeme geschaffen", sagt Johannes Weicksel, Verkehrs-Experte beim Bitkom. Insgesamt kennen bereits rund zwei Drittel (68 Prozent) der Deutschen selbstfahrende Autos oder haben von ihnen gehört.

Die Integration der Informationstechnik in den Pkw spielt für die Autohersteller eine immer größere Rolle. So ist der Smartphone-Anschluss Autofahrern mittlerweile wichtiger als eine hohe PS-Zahl (49 Prozent beziehungsweise 47 Prozent), wie eine Bitkom-Umfrage zum Thema intelligente Verkehrssysteme zur IAA 2013 ergab. Eine kürzlich erschienen Studie zum Thema Connected Vehicle des Beratungsunternehmen Accenture bestätigt ebenfalls diesen Trend.

Insbesondere jüngere Autofahrer zwischen 18 und 29 Jahren legen auf die technische Ausstattung viel Wert, sagt Bitkom. 66 Prozent von ihnen möchten ihr Smartphone mit dem Auto verbinden können, 59 Prozent eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und 33 Prozent eine Online-Anbindung an soziale Netzwerke nutzen können. Die PS-Zahl habe hingegen nur für 42 Prozent der Autofahrer in dieser Altersklasse größere Bedeutung.

CES: Das vernetzte und autonome Auto

Die Vernetzung des Smartphones mit dem Auto sowie der Einsatz intelligenter Systeme in neuen Fahrzeugen ist auch eines der wichtigsten Themen auf der International CES in diesem Jahr.

Beispielsweide haben Elektrobit und die Universität von Sherbrooke das Konzeptfahrzeug VUE (Véhicule Urbain Électrique) in Las Vegas vorgestellt. Das Fahrzeug ist mit Hindernis- und Verkehrszeichenerkennungssystemen ausgestattet und verfügt über eine webbasierte ferngesteuerte Kontrolle der Zubehörteile. Für die Zukunft planen die Forscher, die Fahrerassistenzfunktionen für vollständig autonomes Fahren auszubauen.

BMW zeigt einen Sicherheitsassistenten auf der CES, der in anspruchsvollen Verkehrssituationen auch ohne Eingriff des Fahrers das Fahrzeug wieder auf die Spur zurückführen kann. Die zuverlässige Fahrzeugbeherrschung am fahrdynamischen Limit ist dabei laut BMW ein wichtiger Baustein für das hochautomatisierte Fahren.

Interessant ist auch, dass Nvidia auf der CES einen Chip präsentiert hat, der insbesondere für automatisierte Fahrzeuge entwickelt wurde. Der mobile Prozessor namens Tegra K1 soll automatisiert gesteuerten Autos beim Sprung vom Entwicklungsstatus hin zur Massenmarkttauglichkeit helfen. Dafür wird eine automobilspezifische Version der gleichen Grafikprozessoren (GPU) eingesetzt, die die zehn energieeffizientesten Supercomputer der Welt antreibt.

Augmented Navigation: Google Glass

Tragbare Steuerungsgeräte sind auch auf der diesjährigen CES ein großer Trend. So zeigt Mercedes-Benz zeigt in Las Vegas, wie sich sogenannte Wearable Devices in das Telematiksystem von Fahrzeugen integrieren lassen. Zum Beispiel tragbare Geräte wie Google Glass. Die Brille kann Autofahrer mit Informationen versorgen. Das Display wird also direkt am Kopf getragen. Die Funktionsbrille wurde von Google im Rahmen des "Project Glass" entwickelt.

Die internationale Messe für Consumer Electronics findet noch heute in Las Vegas statt.

Zur Methodik der Bitkom-Umfrage: Für die Angaben zur möglichen Nutzung selbstfahrender Autos befragte das Marktforschungsinstitut Aris 1008 Personen ab 14 Jahren. Die Angaben zur Wichtigkeit bestimmter Ausstattungsmerkmale von Fahrzeugen befragte Aris 687 Autofahrer ab 18 Jahren.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2012 | OriginalPaper | Buchkapitel

Autonomes Fahren

Quelle:
Handbuch Fahrerassistenzsysteme

01.10.2012 | Vernetztes Automobil | Ausgabe 1/2012

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