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14.09.2012 | Fahrzeugtechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Hightech-Rohstoffe für das Auto der Zukunft

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Der Materialmix für das Fahrzeug der Zukunft wird bunter. Neue Rohstoffe werden vor allem für die Entwicklung von Zukunftstechnologien gebraucht. Zudem steigt der Rohstoffbedarf der Schwellenländer drastisch an. Wie kann die Versorgung mit sogenannten Hightech-Rohstoffen, wie Seltene Erden, Indium, Germanium, Gallium etc. gesichert werden?

Zwölf Metalle sind für die Herstellung von Elektrofahrzeugen wichtig. Dazu zählen Kupfer für alle Komponenten, die Metalle der Seltenen Erden wie Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium für die Elektromotoren sowie Indium, Gallium, Germanium, Gold, Silber, Platin und Palladium für die übrigen Komponenten wie die Leistungselektronik. Um das Zwanzigfache erhöhte sich in den vergangenen Jahren die Nachfrage allein nach Elementen dieser Gruppe. Und der Bedarf wird weiterhin steigen. Für den Zeitraum nach 2012 soll sich laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), bereits ein größeres Defizit für einzelne Seltene Erden abzeichnen. Einer der Gründe dafür ist die Elektromobilität, wenn diese den Markt so durchdringen wird, wie von Experten prognostiziert.

Wichtig ist deshalb, für alle Rohstoffe, sämtliche umweltverträglichen Potenziale im Bergbau zu heben. Es gilt aber auch, neue Lagerstätten vor allem von Seltenen Erden zu erkunden, um nicht von Lieferungen aus China abhängig zu sein, das mit einem Anteil von 97 % an der weltweiten Produktion Hauptlieferant dieser Metalle ist. Ressourcen sollten effizienter eingesetzt und wo möglich durch andere Technologien ersetzt werden, um mittel- und langfristig Versorgungsengpässe einzudämmen. Darüber hinaus gilt es, Recyclingstrategien für Metalle der Seltenen Erden und andere kritische Metalle zu entwickeln, um so ebenfalls Verknappungen zu vermeiden. So hat Honda kürzlich das weltweit erste Serienverfahren zur Extraktion Seltener Erden aus gebrauchten Produkten eingesetzt. Zunächst soll das Verfahren bei gebrauchten Nickel-Metall-Hydridbatterien zum Einsatz kommen, die aus Honda-Hybridfahrzeugen stammen, wie beispielsweise aus dem Modell Jazz Hybrid, und die vom Handel zurückgenommen wurden.

Wie lässt sich nun die Rohstoffversorgung sichern und wie können Szenarien zur Versorgungssituation aussehen? Und wie lassen sich die künftigen Potenziale von Stahl, Karbon und Kunststoff einschätzen? Eine Antwort darauf gibt der Beitrag aus der Automotive Agenda, der einen Ausblick auf den Rohstoffbedarf für Zukunftstechnologien gibt.

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01.06.2010 | Roh- und Werkstoffe | Ausgabe 2/2010

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