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10.03.2016 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Subaru entwickelt neue Plattform für künftige Modelle

Autor:
Christiane Brünglinghaus
2:30 Min. Lesedauer

Subaru hat eine globale Plattform für künftige Modelle angekündigt. Die Architektur soll auch die Integration alternativer Antriebe ermöglichen. Erstmals eingesetzt wird sie im neuen Impreza.

Der japanische Automobilhersteller Subaru hat seine "Subaru Global Platform" vorgestellt. Die in der Entwicklung befindliche Fahrzeugarchitektur soll künftig mehr Komfort, Fahrstabilität und Sicherheit bieten, gibt Subaru bekannt. Als Basis für alle künftigen Modelle der Marke sei sie zudem von Beginn an auf Elektrifizierung und andere alternative Antriebe ausgelegt.

Die Subaru Global Platform ist eine von sechs Initiativen im Rahmen der 2014 verkündeten Unternehmensvision Prominence 2020, die die zu Fuji Heavy Industries (FHI) gehörende Marke stärken soll. Gemeinsam mit Boxermotoren, dem permanenten Allradantrieb Symmetrical AWD und dem Fahrerassistenzsystem Eyesight sei die Architektur eine der Subaru-Schlüsseltechnologien und das Grundgerüst für alle neuen Fahrzeuge. Als erstes Modell baut die nächste Generation des Kompaktfahrzeugs Impreza auf der Plattform auf, die im Laufe des Jahres in Japan eingeführt wird.

Die Subaru Global Platform im Detail:

  • Verbessertes Fahrgefühl

Gegenüber der aktuellen Modellgeneration konnte die Steifigkeit von Karosserie und Aufhängung um 70 bis 100 Prozent gesteigert werden, wie Subaru angibt. Das soll Laufruhe und Komfort verbessern.

Eine optimierte Rahmenstruktur und stärkere Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen sollen die Torsionssteifigkeit um 70 Prozent gegenüber den derzeitigen Modellen erhöhen. Das soll Vibrationen an Lenkrad, Boden und Sitzen minimieren und ein ruhiges Fahrerlebnis ermöglichen. Die Steifigkeit der Radaufhängung wurde ebenfalls erhöht. Der hintere Stabilisator ist direkt an der Karosserie befestigt, was die Wankneigung um die Hälfte reduziere.

Mit der Plattform sollen zudem Verbesserungen am Fahrwerk, ein niedrigerer Schwerpunkt und eine direktere Lenkung einhergehen. Dadurch reagiere das Fahrzeug präziser auf die Befehle des Fahrers. Der verbesserte Geradeauslauf soll die Grundlage für das automatisierte Fahren bilden.

  • Optimierte Sicherheit

Der um fünf Millimeter gesunkene Schwerpunkt soll gemeinsam mit der verbesserten Steifigkeit und dem weiterentwickelten Fahrwerk die Stabilität neuer Subaru-Modelle erhöhen.

Durch den neuen Rahmen und dem vermehrten Einsatz von im Heißpressverfahren geformtem hochfestem Stahl sollen neue Fahrzeuge bei einem Unfall rund 40 Prozent mehr Energie als die aktuellen Modelle absorbieren, gibt Subaru an. Die Plattform ist auch auf die Einbindung neuer Materialien und weiterer Verstärkungen ausgelegt.

  • Einheitliches Entwicklungskonzept und alternative Antriebe

Alle auf der „Subaru Global Platform“ basierenden Fahrzeuge folgen nun einem einheitlichen Entwicklungskonzept. Dieses Grundgerüst kann laut Subaru flexibel adaptiert und erweitert werden. Die Plattform-Komponenten für die verschiedenen Modelle können nun in einem gemeinsamen Werk produziert werden. In den beiden Stammwerken in Japan sowie bei „Subaru of Indiana Automotive“ in den USA ließen sich außerdem mehrere Modelle auf einer Fertigungslinie bauen.

Die Plattform bildet nicht nur die Basis für Fahrzeuge mit klassischem Verbrennungsmotor, sondern kann auch für Modelle mit Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und Elektroantrieb genutzt werden. Auch weitere alternative Antriebsarten lassen sich einbinden.

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