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13.12.2012 | Fahrzeugtechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Zukunft des Fahrwerks: Rekuperation von Stoßdämpferenergie

Autor:
Christiane Brünglinghaus
1:30 Min. Lesedauer

Die Bremsenergierekuperation ist bereits ein fester Bestandteil effizienter Fahrzeugarchitekturen. Die Stößdämpferenergie wurde bislang nicht genutzt. Doch solche Systeme befinden sich in der Entwicklung. Aus der Bewegungsenergie in den Radaufhängungen (Federn und Dämpfer) soll elektrische Energie gewonnen werden.

Die Stoßdämpfer wandeln Stoßdämpfer in Vertikalrichtung die kinetische Energie in Wärme – wie die Bremse in Längsrichtung. Folglich ist auch diese Energie rekupierbar. Die Menge hängt von der von der Fahrbahn, dem Fahrzeug und der Geschwindigkeit ab. Durchschnittlich kann man von maximal 100 W pro Fahrzeug bei Fahrt auf Straßen mit normaler Oberflächenbeschaffenheit ausgehen. Entsprechend ergibt sich eine Kraftstoffersparnis von bis zu 0,1 l/100 km. Es ist jedoch entweder ein elektromagnetischer Dämpfer oder ein Induktionsfeld um den Dämpfer mit entsprechender Leistungselektronik notwendig, um diese Energie zu rekuperieren. Das wirkt sich nachteilig aus: Das Gesamtsystem wird dadurch im Hinblick auf die geringe Energierückgewinnung unwirtschaftlich.

Energierückgewinnung an Stoßdämpfern

Jedoch bleibt es interessant die Fragestellung zu erörtern, wie hoch die in einem Dämpfer dissipierte Energie ist und ob eine Rekuperation der Dämpferenergie sinnvoll sein kann. Eine Potenzialabschätzung des Herstellers Audi gibt Aufschluss darüber. Dazu wird die Dämpferenergie in einem freiparametrierbaren Viertelfahrzeugmodell numerisch ermittelt.

Insbesondere im Hinblick auf die wachsenden Märkte in Ländern mit weniger gut ausgebautem Straßennetz könne die Dämpferenergierekuperation ein interessanter Hebel zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes im kundenrelevanten Fahrbetrieb sein. Zentrale Herausforderungen seien neben der Rekuperation an sich die Darstellung der Dämpferfunktionalität und Dämpfercharakteristik bei der Realisierung einer technischen Lösung.

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Quelle:
Fahrwerkhandbuch

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