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11.10.2016 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Mercedes-AMG GT Roadster kommt 2017

Autor:
Christiane Köllner

Weltpremiere des neuen Mercedes-AMG GT Roadster. Der offene Zweisitzer ist ab Marktstart im Frühjahr 2017 in zwei Versionen verfügbar: Als Basismodell AMG GT Roadster und als Mercedes-AMG GT C Roadster. Als GT C übernimmt der Roadster technische Details vom Topmodell GT R.

Mercedes-AMG bringt frischen Wind in die AMG GT‑Familie. Kurz nach der Weltpremiere des AMG GT R präsentiert die Sportwagen- und Performance-Marke aus Affalterbach zwei Roadster-Varianten des zweisitzigen Sportwagens. Neben dem AMG GT Roadster ergänzt der AMG GT C Roadster das Portfolio um eine komplett neue Modellvariante. Mit 410 kW (557 PS) Leistung und 680 Nm maximalem Drehmoment bildet der AMG GT C die stärkste Ausprägung der Roadster-Neuheiten und bedient sich darüber hinaus einiger Technik aus dem AMG GT R. Dazu gehört zum Beispiel die aktive Hinterachslenkung ebenso wie das elektronisch gesteuerte Hinterachs-Sperrdifferenzial.

Mit den beiden Roadster-Varianten wächst die Mercedes‑AMG GT‑Familie auf mittlerweile fünf Mitglieder an. Im Basismodell AMG GT Roadster leistet der AMG 4,0-l-V8-Biturbo 350 kW (476 PS). Mercedes-AMG GT C Roadster kommt auf eine Spitzenleistung von 410 kW (557 PS). Der kombinierte Kraftstoffverbrauch des Mercedes-AMG GT Roadster beträgt laut Herstellerangaben 9,4 l/100 km (CO2-Emissionen kombiniert: 219 g/km), der des Mercedes-AMG GT C Roadster 11,4 l/100 km (CO2-Emissionen kombiniert: 259 g/km).

Gewichtsoptimiertes Stoffverdeck

Das Stoffdach der Roadster öffnet und schließt in circa elf Sekunden, was bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h möglich ist. Das dreilagige Stoffverdeck spannt sich über eine Magnesium-/Stahl-/Aluminium-Konstruktion und leistet mit seinem niedrigen Gewicht einen Beitrag zum tiefen Fahrzeug-Schwerpunkt. Als zusätzlicher Überrollschutz dient ein integrierter Aluminium-Querträger mit Überrollbügeln.

Neue Leistungsstufe: der AMG 4,0-l-V8-Biturbomotor

Im AMG GT C Roadster führt Mercedes-AMG eine weitere Leistungsstufe des 4,0‑l-V8-Biturbomotors ein. Die Spitzenleistung liegt mit 410 kW (557 PS) 35 kW (47 PS) über dem AMG GT S und 20 kW (28 PS) unter dem Mercedes-AMG GT R. Das maximale Drehmoment von 680 Newtonmetern steht von 1900 bis 5750/min zur Verfügung. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 km/h ist in 3,7 Sekunden möglich. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 316 km/h.

Der AMG GT Roadster verfügt über eine Leistung von 350 kW (476 PS) und 630 Nm Drehmoment. Diese Variante beschleunigt in 4,0 Sekunden auf 100 km/h und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 302 km/h.

Im AMG 4,0-Liter-V8 kommt die bewährte Biturboaufladung zum Einsatz, bei der die beiden Lader nicht außen an den Zylinderbänken, sondern dazwischen im Zylinder-V angeordnet sind ("heißes Innen-V").

Ebenfalls angepasst: das Doppelkupplungs-Getriebe

Auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung an der Hinterachse haben die AMG-Entwickler mit modifizierter Hard- und Software an die neue Leistungsstufe im Mercedes-AMG GT C Roadster angepasst. Der erste Gang des AMG-Speedshift-DCT-Siebengang-Sportgetriebes ist länger übersetzt, der siebte Gang sowie der Endabtrieb sind kürzer ausgelegt.

Mithilfe des AMG-Dynamic-Select-Controllers kann der Fahrer den AMG GT Roadster individuell auf seine Wünsche einstellen. Die drei Fahrprogramme "C" (Comfort), "S" (Sport), "S+" (Sport Plus) sowie das individuell programmierbare Setup "I" (Individual) ermöglichen eine weite Spreizung des Fahrerlebnisses von komfortabel bis sehr sportlich. Für den Mercedes-AMG GT C Roadster steht zusätzlich das Fahrprogramm "Race" zur Verfügung.

Aktives Luftregelsystem aus dem AMG GT R

Die beiden AMG-Roadster-Varianten übernehmen das aktive Luftregelsystem vom AMG GT R. Senkrechte Lamellen, die sich im unteren Bereich der Frontschürze befinden, lassen sich per Elektromotor in circa einer Sekunde öffnen und schließen. Dadurch soll eine bedarfsgerechte Kühlung gewährleistet werden.

Im normalen Fahrbetrieb, ohne erhöhten Kühlluftbedarf, sind die Lamellen geschlossen, um den Luftwiderstand zu reduzieren und die Luft gezielt in Richtung Unterboden zu lenken. Erst wenn bestimmte Komponenten vordefinierte Temperaturen erreichen und der Luftbedarf besonders hoch ist, öffnen die Lamellen und lassen maximale Kühlluft zu den Wärmetauschern strömen.

Intelligenter Materialmix

Bei der Karosseriestruktur des AMG GT und GT C Roadsters setzt Mercedes-AMG auf einen intelligenten Materialmix. Chassis und die Karosserie sind aus Aluminium in verschiedenen Legierungen gefertigt, das Front-Deck hingegen besteht aus Magnesium. Dieses extrem leichte Element am Bug soll die Massenträgheit vor der Vorderachse reduzieren und somit die Agilität verbessern.

Bedingt durch die Roadster-Konstruktion wurde die steife Rohbaustruktur mit spezifischen Maßnahmen noch weiter verstärkt: etwa durch Seitenschweller mit größeren Wandstärken und mehr Kammern. Der Träger der Instrumententafel stützt sich über zusätzliche Streben am Windschutzscheibenrahmen ab, zudem versteift eine Domstrebe zwischen Verdeck und Tank die Hinterachse. Ein Querträger hinter den Sitzen nimmt das feststehende Überrollschutzsystem auf.

Der Heckdeckel ist aufgrund eines neuartigen Materialverbundes besonders leicht. Die tragende Struktur besteht aus SMC (Sheet Molding Compound) mit Carbonfasern.

Einen intelligenten Materialeinsatz verfolgen die AMG-Leichtbauexperten auch bei den sogenannten Radfangstreben, die aus Komposit-Material gefertigt sind. 50 Prozent leichter als entsprechende Bauteile aus Stahl, helfen die Komposit-Streben bei einem Unfall dabei, die Vorderräder im Rahmen der vorgesehenen Crashkinematik auf die Längsträger zu führen und dort zu verblocken.

AMG-Sportfahrwerk

Dreieckslenker, Achsschenkel und Radträger an Vorder- und Hinterachse sind aus geschmiedetem Aluminium gefertigt, um die ungefederten Massen zu reduzieren. Zudem sind die Räder an doppelten Dreieckslenkern geführt.

Im Mercedes-AMG GT C Roadster ist das Sportfahrwerk mit der stufenlosen, adaptiven Verstelldämpfung AMG Ride Control kombiniert. Das System wird elektronisch geregelt und passt die Dämpfung an jedem Rad automatisch der jeweils aktuellen Fahrsituation, der Geschwindigkeit und dem Fahrbahnzustand an.

Aktive Hinterachslenkung aus dem AMG GT R und Hinterachs-Sperrdifferenzial

Noch feinfühliger reagiert der neue Mercedes-AMG GT C Roadster aufgrund der serienmäßigen, aktiven Hinterachslenkung, die im Mercedes-AMG GT R ihr Debüt feierte.

Bis Tempo 100 km/h werden die Hinterräder in entgegengesetzter Richtung zu den Vorderrädern eingeschlagen. Fährt der AMG GT C Roadster schneller als 100 km/h, schlägt das System die Hinterräder analog zu den Vorderrädern ein. Dies soll die Fahrstabilität verbessern. Gleichzeitig baut sich bei Richtungswechseln die Seitenkraft an den Hinterrädern deutlich schneller auf, was die Reaktion auf Lenkbefehle beschleunigt.

Serienmäßig verfügt der AMG GT C Roadster zudem über ein elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial (Mercedes-AMG GT Roadster: mechanisches Sperrdifferenzial), das in das Getriebegehäuse integriert ist.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2015 | OriginalPaper | Buchkapitel

Grundlagen der Fahrdynamik

Quelle:
Fahrzeugdynamik

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Antriebe

Quelle:
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik

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