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14.06.2017 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

R8 Spyder V10 Plus ist stärkstes offenes Audi-Serienmodell

Autor:
Christiane Köllner

Der Audi R8 Spyder V10 Plus ist Audis schnellstes offenes Serien-Modell. Der Sportwagen mit V10-Mittelmotor sprintet in 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 328 km/h.

Nach dem R8 Coupé bringt Audi nun auch den Spyder als V10 Plus. "Der Audi R8 Spyder V10 Plus komplettiert die R8-Baureihe", sagt Stephan Winkelmann, Geschäftsführer bei Audi Sport. "Neben dem Coupé ist nun auch der Spyder als 610 PS starke Top-Version erhältlich."

V10-Mittelmotor mit 449 kW

Der Audi R8 Spyder V10 Plus ist 4,43 Meter lang, 1,94 Meter breit und 1,24 Meter hoch. Im Sportwagen arbeitet ein V10-Mittelmotor. Der Motor ist mit 449 kW (610 PS) Leistung und einem maximalen Drehmoment von 560 Newtonmeter bei 6.500 Umdrehungen pro Minute Audis stärkstes Serien-Aggregat. Im Vergleich zum Audi R8 Spyder V10 (Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 11,7; CO2-Emission kombiniert in g/km: 277) erhält der frei saugende, mit 12,7:1 verdichtete 5.2 FSI in der Plus-Version einen Leistungszuwachs von 52 kW (70 PS). So sprintet das Top-Modell in 3,3 Sekunden auf 100 km/h – 0,3 Sekunden schneller – und erreicht 328 km/h Höchstgeschwindigkeit, ein Plus von 10 km/h. 

Nach NEFZ-Zyklus soll der R8 Spyder V10 Plus nach Herstellerangaben 12,5 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen, was einer CO2-Emission von 292 Gramm pro Kilometer entspricht. Zu seinen Effizienztechnik gehören das System Cylinder on Demand (COD), das bei niedriger bis mittlerer Last eine Zylinderbank abschaltet, sowie die duale Einspritzung ins Saugrohr und in die Brennräume. Geht der Fahrer bei mehr als 55 km/h vom Gas, wird der Motor vom Antrieb getrennt – der R8 Spyder segelt im Leerlauf mit minimalem Verbrauch. Im Stillstand deaktiviert ein Start-Stopp-System den V10.

Quattro-Antrieb

Hinter dem V10-Mittelmotor sitzt eine Siebengang S Tronic. Das sportlich-kurz übersetzte Doppelkupplungsgetriebe leitet die Kräfte über eine Kardanwelle auf den Quattro-Antrieb an der Vorderachse. Eine elektrohydraulisch betätigte Lamellenkupplung, die wassergekühlt ist, bildet sein Herzstück. Je nach Fahrsituation verteilt die Kupplung die Antriebsmomente vollvariabel, im Extremfall schickt sie bis zu  100 Prozent auf eine Achse. An der Hinterachse ist ein mechanisches Sperrdifferenzial  verbaut.

Audi Drive Select

Das Management der Kupplung ist in das Fahrdynamiksystem Audi Drive Select integriert, das dem Fahrer die Wahl zwischen den Modi "Comfort", "Auto", "Dynamic" und "Individual" lässt. Im serienmäßigen Performance-Modus kommen die Programme "Dry", "Wet" und "Snow" hinzu. Sie passen die Charakteristik von Antrieb und Fahrwerk an den Reibwert der Straße an.

Neben dem Quattro-Antrieb bindet Audi Drive Select weitere Systeme ein – das Gaspedal, die Siebengang S Tronic, die Lenkung, die Klappen der Abgasanlage sowie die optionale adaptive Dämpferregelung Audi Magnetic Ride. Diese nutzt ein synthetisches Öl mit kleinen Magnetpartikeln, um die Dämpfung in den Stufen "Auto", "Comfort" und "Dynamic" zu variieren. 

Audi Space Frame in Multimaterialbauweise

Das starke Rückgrat des R8 Spyder V10 Plus bildet der Audi Space Frame in Multimaterialbauweise. Er vereint Bauteile aus Aluminium und strukturintegriertem kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff (CFK) miteinander. Leer und ohne Fahrer bringt er 1.695 Kilogramm auf die Waage, trocken sind es 1.587 Kilogramm – noch einmal 25 Kilogramm weniger als der Audi R8 Spyder V10. Die Gewichtsersparnis kommt zum einen durch die R8-Schalensitze zustande, zum anderen durch die Carbon-Keramikbremsanlage und die Leichtmetall-Schmiederäder.

Die Aluminiumteile haben 79,6 Prozent Gewichtsanteil und bilden ein Fachwerk, das die Ingenieure gegenüber dem R8 Coupé (Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 12,3 - 11,4; CO2-Emission kombiniert in g/km: 287 - 272) vor allem bei Schwellern, A-Säulen und Frontscheibenrahmen verstärkt haben. Die Außenhaut ist ebenfalls weitgehend aus Aluminium gefertigt. Der Mitteltunnel, die Rückwand und die B-Säulen bestehen aus extrem festem und verwindungssteifem CFK. Neben der Materialwahl senken bei vielen Bauteilen die Herstellungsmethoden das Gewicht. Der Audi Space Frame wiegt 208 Kilogramm, gleichzeitig ist seine Torsionssteifigkeit gegenüber der ersten R8-Generation um mehr als 50 Prozent gestiegen. 

Das Softtop

Die Außenhaut des Verdecks besteht aus Stoff, der Unterbau weitgehend aus Leichtbaumaterialien wie Magnesium und Aluminium. Damit wiegt das Softtop 44 Kilogramm. Zwei zum Heck hin laufende Finnen spannen den Stoff. Ein elektro-hydraulischer Antrieb öffnet und schließt das Verdeck in je 20 Sekunden, auch während der Fahrt bis 50 km/h. Z-förmig gefaltet findet es in einer flachen Ablage über dem Motor Platz.

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