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20.01.2021 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Fahrzeugkonzept des DLR soll Ausstoß von Feinstaub vermeiden

Autor:
Patrick Schäfer
1 Min. Lesedauer

Das DLR entwickelt im Projekt Zedu-1 ein Fahrzeugkonzept, das den Ausstoß von Feinstaub so weit wie möglich vermeiden soll. So soll etwa der Reifenabrieb abgesaugt und aufgenommen werden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und testet im Projekt Zedu-1 (Zero Emission Drive Unit – Generation 1) ein Fahrzeugkonzept, das auf die Vermeidung von Feinstaub abzielt. "Im Fokus stehen eine feinstaubfreie Bremsanlage und das Absaugen und Aufnehmen von Reifenabrieb, so dass dieser nicht in die Umwelt gelangt“, sagt Projektleiter und DLR-Wissenschaftler Franz Philipps.

Mit einem geschlossenen Bremssystem soll der Abrieb der Bremsen komplett vermieden werden. Bei der mechanischen Scheibenbremse sind die Bremsbeläge in einem Ölbad gelagert, das den Bremsabrieb aufnimmt. Dieser wird dann durch einen Filter gepumpt und gereinigt. Das Rekuperations-System arbeitet als Induktionsbremse mit Magnetfeldern. 

Feinstaub aufsaugen und sammeln

Aerodynamisch optimierte Radkästen sollen zudem einen Unterdruck erzeugen, so dass der Reifenabrieb an einer bestimmten Stelle von einem Filtersystem aufgenommen werden kann. Damit soll sich der Abrieb von Reifen um bis zu 90 Prozent reduzieren lassen. Mit einem Demonstrator sollen die Maßnahmen auf dem Prüfstand sowie bei Realfahrten auf der Straße überprüft werden. Das Konzept ist für Pkw, Nutz- und auch Schienenfahrzeuge ausgelegt. Am Projekt nehmen auch der Engineering Dienstleister HWA und der Oberflächenspezialist Langlet teil.

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