Skip to main content
main-content

13.12.2017 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Mann und Hummel testet neuen "Feinstaubfresser"

Autor:
Patrick Schäfer

Der Filtrationszulieferer erforscht seit August mit einem Versuchsfahrzeug Filter im Fahrbetrieb, um die Feinstaubbelastung zu verringern. Nun kommen zwei Fahrzeuge und eine Säule hinzu.

Zwei weitere "Staubfresser" sollen mit drei neuartigen Filtern die Außenluft reinigen. Auf dem Dach des Fahrzeugs wurde ein Filterelement verbaut, das ungefähr die Menge an Feinstaub aus der Umgebungsluft abscheiden soll, die während der Fahrt bei der Verbrennung entstehen. Die neuen Fahrzeuge wurden mit aktiven Filtersystemen ausgestattet. Mit Ventilatoren kann auch im Stand dem Filter Luft aus der Umgebung zugeführt werden. Sensoren sollen die Effizienz durch Online-Monitoring messbar machen. 

Feinstaub entsteht aber nicht nur bei der Verbrennung, weshalb das Fahrzeug auch über einen neu entwickelten Bremsstaubpartikelfilter ausgestattet ist. In unmittelbarer Nähe des Bremssattels soll der Filter direkt an der Entstehungsquelle die Abgabe von Feinstaub an die Umgebung verhindern. Im Stadtverkehr entsteht beim Bremsvorgang nicht nur mehr Feinstaub als bei der Verbrennung, sondern zu 90 Prozent auch besonders gesundheitsschädlicher Ultrafeinstaub. 

Neue Filtersäule soll Feinstaub aus der Umgebungsluft binden

Zum Schutz der Fahrzeuginsassen kommt im Testfahrzeug zudem ein neu entwickelter Innenraumluftfilter zum Einsatz, dessen Aktivkohlemischung vor allem Stickoxide (NOx) und andere Schadgase aufnehmen soll. Die Beschichtung des Filters bindet laut Hersteller hohe Mengen an Ammoniak, während feinste Nanofasern im Inneren Schutz vor Feinstaub und Pollen bieten.

Die "Feinstaubfresser" unternehmen im Raum Stuttgart Testfahrten. Neu hinzu kommt auch eine Filtersäule, die Mann und Hummel vor seinem Technologiezentrum in der Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg installiert hat. Auch dort soll ein aktives System Feinstaub aus der Umgebungsluft holen. Ein leistungsstarkes Gebläse, ein mehrstufiges Filterelement und eine Steuerungseinheit ermöglichen den bedarfsgerechten Betrieb des Feinstaubpartikelfilters. In der baden-württembergischen Hauptstadt ist die Feinstaubbelastung sehr hoch. Dazu Josef Parzhuber, Geschäftsführer Automobil Ersatzgeschäft bei Mann und Hummel: "Besonders in den Wintermonaten nehmen Verkehrsteilnehmer die Feinstaubbelastung mit Sorge wahr. Wir weiten unser Forschungsprojekt zur Verbesserung der Luftqualität gerade jetzt aus. Mit nun drei Feinstaubfresser-Fahrzeugen und dem Einsatz von Sensorik werden unsere Testfahrten noch effektiver und zuverlässiger".

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

13.10.2017 | Luftschadstoffe | Infografik | Onlineartikel

Feinstaub flächendeckend messen

Premium Partner

    Bildnachweise