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10.09.2021 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Aktuelles rund um die IAA Mobility 2021

Autoren:
Andreas Burkert, Patrick Schäfer, Christiane Köllner
8 Min. Lesedauer

Das war die IAA Mobility 2021: Der VDA vermeldet 400.000 Teilnehmer aus 95 Ländern, 936 Speaker, 744 Aussteller sowie 100 Premieren bei der neu aufgelegten Automesse in München.

Smart Concept #1

Die Elektromarke Smart zeigt auf der IAA Mobility 2021 ein seriennahes SUV-Konzeptfahrzeug. Die Kleinwagen-Studie ist 4.290 mm lang, 1.910 mm breit und 1.698 mm hoch. Neben LED-Lichtleisten fallen die 21" großen Räder oder die rahmenlosen Türen auf. Das fünfsitzige Serienmodell soll mit elektrischem Antrieb, E/E-Architektur inklusive OTA-Updates sowie einem HMI-Konzept mit integrierter KI auf den Markt kommen. (ps)

Themenschwerpunkt IAA

CO2-Debatte, Digitalisierung und multimodale Mobilität: Anlässlich der IAA Mobility 2021 haben wir in einem Themenschwerpunkt Hintergrundwissen aus der Datenbank zu den Messe-Trends zusammengestellt. Themenschwerpunkt IAA

Polestar zeigt Lastenrad-Studie

Das Elektrolastenrad ist aus dem Projekt "Re:Move" entstanden. Es ist 750 mm breit und kann bis zu 180 kg tragen. Der Aluminium-Chassis verfügt über einen elektrischen Neigemechanismus, der es dem Fahrzeug ermöglicht, sich in Kurven "anzulehnen". Zudem erhöht er die Stabilität und reduziert den Wendekreis auf weniger als sieben Meter. Das 25 km/h schnelle Lastenrad verfügt über einen 2,2-kWh-Akku. (ps)

BMW i Vision Circular

Das Concept Car wurde für geschlossene Materialkreisläufe optimiert. Neben biobasierten, zertifizierten Rohstoffen wurden Materialien eingesetzt, die bereits einen Produktlebenszyklus durchlaufen haben. Der i Vision Circular soll eine Quote von 100% recycelten Materialien und 100% Recyclingfähigkeit bieten. Letzteres soll auch für die Feststoffbatterie gelten. (ps)

Wenig Interesse an der IAA Conference

Noch bis zu 12. September werden auf der IAA Conference rund 500 namhafte CEOs, Experten, Wissenschaftler und NGO-Vertreter aus aller Welt ihre Einschätzung zur Mobilität von morgen darlegen. Das Interesse seitens der Fachbesucher hält sich aber bislang in Grenzen. (ab)

Einfache Parkplatzsuche

Der Bernard Mobility Analyser erkennt unter anderem jeden freien Parkplatz in der Stadt. Das sogenannte intelligente, optische System wertet auf Basis von KI, datenschutzkonform in Echtzeit das Verkehrsaufkommen aus. Als Grundlage für die Verkehrssteuerung und zur Leitung des Parksuchverkehrs. Das Kamerasystem ist Teil eines Forschungsprojekts für das Liefern externen Sensordaten für autonome Fahrzeuge. (ab)

Merkel lobt Fahrradhersteller

Nichts wie ran, erwidert die Bundeskanzlerin Angela Merkel einem jungen Besucher, der ihr erzählt, dass er später auch in die Politik will. Kurz zuvor besuchte sie die Fahrradhalle B6 auf der IAA Mobility. Am Stand von Husqvarna, einer Marke der Pierer AG, lobte sie das Engagement der Fahrradhersteller, sich inmitten der Automobilindustrie durchzusetzen. (ab)

Snapdragon-Prozessor von Qualcomm

Die vierte Generation des Snapdragon-Prozessor von Qualcomm ist extremschnell, effizient und hochintegrierbar, um künftige Multiscreen-Infotainment-Anwendungen realisieren zu können. Erste Anwendungen der dritten Generation hat Renault im Mégane E-Tech bereits umgesetzt. Der skalierbare Prozessor eignet sich für AI-basierte Funktionen, wie Natural Voice Recognition oder Driver Monitoring. Die ADAS-Plattform Snapdragon Ride unterstützt autonomes Fahren von L1 bis L5 mit 30 bis 700 TOPs. (ab) 

Axialflussmotor von Schaeffler

Der Axialflussmotor mit innenliegendem Rotor, den Schaeffler erstmals präsentiert, bietet den Automobilentwicklern gänzlich neue Freiheitsgrade bei der Umsetzung künftiger Fahrzeuge für die moderne Mobilität. So schafft es der skalierbare Motor auf eine Drehmomentdichte von 250 Nm/33 kg. Darüber ist die Dynamik des Motors wegen seines geringeren Massenträgheitmoments besser als bei Radialmotoren. Obschon die industrielle Fertigung einiges an Know-how erfordert, sieht Schaeffler in der Axial-Flux-Maschine großes Marktpotenzial. (ab) 

Chinesisches E-Auto Ora Cat kommt nach Deutschland

Noch steht der Name für Europa nicht fest, doch der Cat von Ora ist in China bereits in der Form erhältlich. In Deutschland wird er im kommenden Jahr verfügbar sein. Voraussichtlich dann mit einem Kobalt-freien elektrischen Energiespeicher von Svolt bestückt. Derzeit wird der Kleinwagen im Mini-Look mit zwei Batteriegrößen von CATL angeboten. Die kleinere 49-kWh-Batterie genügt für 300 km. Mit 63 kWh kommt der Wagen laut Hersteller rund 400 km weit.  Ende 2023 will Svolt Energy Technology die umweltfreundlicheren Akkus im Saarland produzieren. (ab) 

Aximo setzt auf Mikromobilität

Mit einem Konzeptfahrzeug für den autonomen Warentransport zeigt Aximo eine Komponentenplattform für mikromobile Fahrzeugkonzepte. Die Marke der Hirschvogel-Gruppe erwartet in wenigen Jahren ein enormes Wachstum bei der Mikromobilität. Die Plattform mit Radnabenmotoren und der Steuerelektronik kann später individuell dem jeweiligen Anwendungsbereich angepasst werden. (ab) 

Flugtaxi EHang 216

Per App lässt sich dieses Flugtaxi schon heute in China für einen Transportflug chartern. Der EHang 216 ist eine autonom fliegende Drohne für den Personenverkehr. Die Zulassung in Europa verzögerte sich wegen der Corona-Krise und wird nach Einschätzung Markus Dold, Geschäftsführer der Atlas E-Mobility GmbH, Wien, noch einige Zeit beanspruchen. Derweil sind in China bereits 300 Flugtaxis im Einsatz. (ab) 

Mit "Akkukoffer": ACM City

Elektrische Reichweite im Gepäck bietet die in München ansässige Adaptiv City Mobilty GmbH. Das Batteriepack, das Dr. Thomas Roche hinter sich herzieht, lässt sich auf einfache Art und Weise an den fest integrierten Energiespeicher des kleinen Elektrofahrzeugs ankoppeln. So lässt sich schnell elektrische Energie "tanken". Mit dem ACM City wollen die Firmengründer innerhalb von drei Jahren den Markteinstieg in Asien und Europa wagen. SOP ist laut Unternehmen Ende 2023. Nach Hochlauf sollen dann jährlich 150.000 Fahrzeuge produziert werden. Bereits heute gibt es 208.000 Kaufabsichten, so Dr. Roche. Offen ist noch, wer die Fahrzeuge fertigen wird ebenso wurde noch nicht entschieden, wer den Akkumulator liefern wird. (ab) 

Große Chance für vernetzte Fahrzeuge

Das Marktvolumen für vernetzte Fahrzeuge schätzt Ericsson im "Connected Cars Report", der im Vorfeld der IAA Mobility veröffentlicht wurde, bis 2025 auf 166 Milliarden US-Dollar. Mit intelligenten Over-the-Air-Updates könnten OEMs bis zu 87 % der Kosten sparen im Vergleich zu herkömmlichen Updates. 5G spiele bei der Verbreitung von vernetzten Fahrzeugen eine Schlüsselrolle. (chk) 

Citytransformer

Ein Fahrzeug, welches während der Fahrt seine Breite ändert, ist doch prädestiniert für die urbane Mobilität, erzählt uns der Designchef von Citytransformer. Das israelische Start-up sieht in dem zweisitzigen Elektroauto eine Mobilitätskonzept, um den knappen Raum in urbanen Gegenden besser zu nutzen. Das 1,40 m breite Fahrzeug lässt auf Knopfdruck um 40 cm verschmälern. (ab) 

m-cro sucht Kooperationspartner

Die Mikroelektromobilität wird in Kürze eine enorme Nachfrage haben, erzählt uns Wim Ouboter, Gründer und CEO von m-cro. Das Unternehmen stellt ein Kleinstfahrzeug der Fahrzeugklasse L7e vor. Wegen der auf etwa 500 Fahrzeuge pro Jahr begrenzten Kapazität ist Ouboter auch an Kooperationen interessiert. (ab) 

E-Roller-Antrieb von Brose

Das Geschäft mit der Mikromobilität beschert auch Brose lukrative Umsätze. Mit einem speziell für Elektroroller entwickelten Antrieb, der fahrdynamisch sehr radnah montiert wurde, konnte das Unternehmen einen Großauftrag für elektrisch angetriebene Roller akquirieren. (ab)

Advanced Vehicle Transformation

Mercedes-Benz zeigt neben den elektrischen Limousinen EQS und EQE oder dem E-SUV EQB auch die Studie Vision AVTR. Die Bereifung des Vision AVTR ist eine Eigenanfertigung von Mercedes-Benz. Die kugelförmigen Reifen ermöglichen eine Schrägfahrt des Konzeptfahrzeugs. Laut Projektleiter Klaus Millerferli eignen sich diese Reifen nicht für hohe Geschwindigkeiten. Er sieht aber für künftige Elektroautomobile neue Formen der Reifen und Räder, bei denen der Antrieb nah verbaut ist. Mehr zum Mercedes-Benz Vision AVTR (ab)

McKinsey-Studie zur IAA: Europa mit höchstem E-Auto-Anteil

Der Marktanteil von E-Autos (BEVs, PHEVs, FCEVs) an allen neu zugelassenen Pkw im Jahr 2030 soll in Europa 75 % betragen, vor dem in absoluten Zahlen größten E-Automarkt China mit 70 % und den USA mit 65 % Anteil. Dies geht aus der Studie "Why the automotive future is electric" der Unternehmensberatung McKinsey & Company, die auf der IAA Mobility vorgestellt wird, hervor. In der EU könnte so 2030 jeder vierte Pkw – insgesamt mehr als 70 Mio. Fahrzeuge – auf den Straßen einen elektrischen Antrieb haben. Bis dahin seien unter anderem 24 Batterie-Gigafactories in Europa allein für Pkw nötig und jede Woche müssten 15.000 neue öffentliche und halb-öffentliche Ladepunkte gebaut werden. (chk)

Autoausstellung öffnet sich für Fahrräder

Zwei Hallen hat der VDA der Fahrradmobilität gegönnt. Aber nur wenige Fahrradhersteller nutzen die Möglichkeit, in den Hallen B5 und B6 auszustellen. Die Akzeptanz am ersten Tag hält sich deshalb in Grenzen. In der Innenstadt zeigen die sich aber präsenter und hoffen auf mehr Publikum. (ab) 

BMW i Vision Amby

BMW zeigt mit dem i Vision Amby eines von fünf unterschiedlichen Konzeptfahrzeugen für die Stadt. Das E-Bike verfügt über drei Geschwindigkeitsstufen: bis zu 25 km/h für den Einsatz auf Radwegen, bis zu 45 km/h auf innerstädtischen Straßen und bis zu 60 km/h Höchstgeschwindigkeit auf mehrspurigen Straßen und außerorts. (ps)

Genesis auf der IAA Mobility

Genesis zeigt erstmals seine Modelle G70 und GV70 in Deutschland. Zudem stellen die Koreaner die Designstudie X Concept aus. (ps)

Schlechte Stimmung in der Branche

Nach der neuesten Umfrage des Ifo-Instituts herrscht in der deutschen Automobilindustrie schlechte Stimmung: Sie leidet weiter unter der Transformation und Lieferengpässen. (ps)

IAA Mobility 2021 startet in München 

Die IAA Mobility startet pünktlich in München mit hohen Sicherheitsvorkehrungen. Rund 4.500 Polizisten und Polizistinnen sollen die Veranstaltung schützen. Zahlreiche Gruppierungen haben Protestaktionen angekündigt. (ab)

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Quelle:
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