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02.03.2016 | Fahrzeugtechnik | Nachricht | Onlineartikel

Borgward zeigt Plug-in-Hybride in Genf

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Borgward nimmt den Genfer Autosalon zum Anlass, um die Plug-in-Hybride BX5 und de BX6 TS zu zeigen. Zudem soll noch in diesem Jahr über einen Produktionsstandort in Deutschland entschieden werden.

Der Stuttgarter Automobilhersteller Borgward wird wieder in Deutschland Autos bauen. "Borgward ist sich seiner Verpflichtung als deutsches Unternehmen ebenso bewusst wie auch seiner erfolgreichen Geschichte. Daher werden wir noch in diesem Jahr eine Entscheidung bezüglich unseres Produktionsstandortes in Deutschland treffen", sagte Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group, am Montagabend, 29. Februar 2016, am Rande des Genfer Automobilsalons. In einem Hangar des Genfer Flughafens präsentierte Borgward als Weltpremiere seine neuen Modelle BX5 und BX6 TS. Aktuell prüfe das Unternehmen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie intensiv mögliche Standorte, Lieferketten und Prozesse.

Zudem bekräftigte Walker, dass der Absatz mittelfristig auf mehr als 500.000 Einheiten pro Jahr steigen soll. Der Markteintritt in den deutschsprachigen Ländern soll Ende 2017 erfolgen. "Wir werden in Deutschland und Europa zum Start mit Plug-in-Hybriden und reinen Elektrofahrzeugen auf den Markt kommen - zu attraktiven Preisen", sagte Walker. Die reinen Elektrofahrzeuge sollen eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern haben. Gleichzeitig strebe Borgward den Börsengang in naher Zukunft in Frankfurt an.

Neben dem Borgward BX5 und BX6 TS steht in Genf auch der im vergangenen Jahr auf der IAA vorgestellte Borgward BX7 im Mittelpunkt. "Mit unserem Premierenmodell BX7 feiern wir im Frühjahr den Marktstart in China, Deutschland und Europa folgen im kommenden Jahr. Nach dem gleichen Szenario werden in den kommenden Jahren zunächst unser kompaktes SUV BX5 und später die Serienversion des Showcars BX6 starten", so Walker.

Borgward BX5 und Projekt BX6

Der in Genf debütierende Borgward BX5 mit 4,48 Meter Länge und einem Radstand von 2,68 Meter ist ein allradgetriebener, seriennaher Prototyp mit weitgehend auf Großserientechnik basierender Ausstattung und Plug-in-Hybridantrieb.

Der Antriebsstrang des BX5 entspricht weitgehend dem des größeren Modellbruders BX7, der bereits auf der letztjährigen IAA Weltpremiere feierte. Hier wirkt ein aufgeladener, direkteinspritzender 1,4-l-Vierzylindermotor mit 105 kW (143 PS) im Zusammenspiel mit dem Elektromotor, der 85 kW (115 PS) leistet. Die elektrische Reichweite liegt laut Herstellerangaben bei 55 Kilometer.

Der Vierzylindermotor treibt über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe die Vorderachse an. An der Hinterachse wirkt ein Elektromotor mit integriertem KERS (Kinetic Energy Recovery System), der über die komplexe Systemsteuerung mit dem Frontantrieb gekoppelt ist. Diese intelligente Allradeinheitssoll über eine "virtuelle Kardanwelle" immer dann Antriebsmoment an der elektrischen Hinterachse liefern, wenn es Energie-Effizienz, Fahrdynamik oder Fahrsicherheit erfordern. Gleichzeitig nutzt das System im Schiebebetrieb oder bei Bremsmanövern die kinetische Energie, um die Batterien zu laden (Rekuperation).

Der BX5 bietet im Rahmen des sogenannten Protect-Konzepts zahlreiche Fahrerassistenzsysteme. Darunter sind ein Kollisionsassistent mit aktivem Bremseingriff, ein Stadt-Bremsassistent mit Fußgängerdetektion bis 70 km/h, ein Spurhalteassistent oder Abstandsregelanlage für einen konstanten Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug bis 200 km/h.

Der 4,51 Meter lange Borgward Projekt BX6 TS demonstriert als Showcar Projekt - diesen Titel sollen in Zukunft alle Showcars von Borgward tragen - die Möglichkeiten der Borgward-SUV-Palette hinsichtlich Sportlichkeit, Agilität und Dynamik. Für Vortrieb sorgt ebenfalls ein Plug-in-Hybridantrieb. Er koppelt die Leistungsfähigkeit eines 200 kW (272 PS) starken, aufgeladenen Vierzylindermotors mit einem 110 kW (150 PS) starken Elektromotor. Auch hier ist ein elektronischer Allradantrieb an Bord.

Insgesamt acht Plug-in-Hybrid-Betriebsmodi stehen dem Fahrer zur Verfügung. Diese werden entweder automatisch oder über den Dreh-/Drücksteller in der Mittelkonsole aktiviert und im Media-Touchscreen sowie im Cockpit-Display visualisiert. Neben den Plug-in-Hybrid-üblichen Modi wie Rekuperation, rein elektrischem Fahren oder Boosten gibt es beim BX 5 ergänzend ein Offroad-Programm. Intelligente Betriebsstrategien in Verbindung mit der GPS-Navigation, den Online-Diensten und der individuellen Fahrweise sollen eine weitere Steigerung der Energieeffizienz ermöglichen.

Der Marktstart mit dem Premierenmodell Borgward BX7 soll im Frühsommer diesen Jahres in China erfolgen. Es folgen Indien und weitere Schwellenländer, der Markeintritt in Europa erfolgt dann im kommenden Jahr ebenfalls mit dem Modell BX7. Sukzessive werden die Baureihen BX5 und BX6 in den einzelnen Märkten auf den Markt kommen. Aktuell arbeitet die Borgward-Administration an der Entwicklung eines Vertriebs- und Servicenetzes.

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Quelle:
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik

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