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09.12.2015 | Fahrzeugtechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Smart Mobility: Wertschöpfungsstrukturen im Wandel

Autor:
Stefan Schlott

Der Einzug digitaler Technologien in Fahrzeugtechnik und Verkehrsinfrastruktur verändert das Branchengeschehen rasant. Unter dem Oberbegriff Smart Mobility rückt das Produkt Automobil zum Bestandteil komplexer Mobilitätsdienstleistungen in die zweite Reihe. Die Vorbereitungen dafür haben bereits begonnen.

Die Automobilhersteller sind derzeit nicht zu beneiden. Jeder redet von Smart Mobility als neuem Trend, auf den es sich vorzubereiten gelte. Doch das Thema ist unübersichtlich und noch wenig greifbar. Fest steht: Digitale Technologien werden immer bedeutender und verändern die Wertschöpfungsstruktur der gesamten Branche.

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Für das Beratungsunternehmen Mücke, Sturm & Company geht dieser Strukturwandel "mit immensen Chancen, aber auch Gefahren für die bisherigen Platzhirsche einher". Insbesondere verkehrsmittelübergreifende Lösungen würden den Markt völlig neu strukturieren, ohne dass die klaren Konturen des neuen Marktes jetzt schon völlig vorhersehbar seien.

Fahrzeughersteller im Wettbewerb

Fest steht: Der Markt für vernetzte Fahrzeuge wird nicht mehr ausschließlich von den Fahrzeugherstellern und ihren Zulieferern bedient. Eine wachsende Rolle wird Kommunikations- und Softwareanbietern wie Aeris, Jasper, Google, Apple und anderen zugeschrieben. Der künftige Markt teilt sich auf in Plattform- und Serviceanbieter, OEMs, Anbieter von Telekommunikation-Infrastruktur und Zulieferer. Dabei besteht die Gefahr, dass das Fahrzeug selbst zur reinen Hardware im System smarter Mobilitätskonzepte verkommt.

Dass diese Gefahr durchaus real ist, sieht auch der Verkehrsforscher Stefan Trommer vom Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): Durch mobile Internetkommunikation, umweltfreundliche Antriebe und selbstfahrende Autos rechnet er mit großen Veränderungen in der Art und Weise, wie sich Menschen in Zukunft bewegen.

Flexible Mobilitätskonzepte

Diese Einschätzung teilt auch Sebastian Wedeniwski, Autor des Buches Mobilitätsrevolution in der Automobilindustrie. Im Kapitel "Digitalisierung der Industrie vom AUTOmobil zum AutoMOBIL" (Seite 254) konstatiert er: "Als Tatsache bleibt festzuhalten, dass sich neue flexible Mobilitätskonzepte im Markt entwickeln, die Bedarfe wecken, ohne das Automobil dabei in den Mittelpunkt zu stellen." Damit gewinne eine ganzheitliche Betrachtung der räumlichen Mobilität über das Zusammenspiel verschiedener Konzepte und Verkehrsmittel eine größere Bedeutung.

Offensichtlich sei in diesem Zusammenhang, dass der heute sich entwickelnde Mobilitätsmarkt nicht auf die Automobilindustrie warte und sich auch unabhängig von ihr neu definieren könne: "Vormals getrennte Märkte vernetzen sich und wachsen zusammen, und die Marktkräfte bestehen dabei nicht nur aus den jetzigen Konkurrenten in der Automobilindustrie, sondern auch aus ihren Lieferanten und Kunden, aus neuen Marktteilnehmern oder auch aus möglichen Ersatzprodukten sowie -dienstleistungen."

Abwehrstrategien der Automobilhersteller

Dass die klassischen Automobilhersteller bereits an Strategien arbeiten, um sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen zu müssen, zeigt die zunehmende Präsenz auf der alljährlichen Consumer Electronics Show in Las Vegas. Diese Messe findet fast zeitgleich mit der Detroit Motor Show statt, mit der die Branche bislang jeden Januar ins neue Jahr startete. Im Januar 2015 kündigte zum Beispiel der neue Ford-Chef Mark Fields in Las Vegas und nicht in Detroit seinen Smart-Mobility-Plan an. Einzelheiten zu den unter diesem Titel zusammengefassten 25 Mobilitäts-Pilotprojekten erfahren Sie im Online-Artikel "Ford stellt Smart Mobility-Plan vor".

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