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05.12.2012 | Fahrzeugtechnik | Im Fokus | Online-Artikel

Virtuelle Sitzentwicklung

verfasst von: Christiane Brünglinghaus

1:30 Min. Lesedauer
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Die digitale Entwicklung von Fahrzeugsitzen ist keine Zukunftsvision mehr, sondern bereits Realität. Zunehmend wird Virtual Prototyping eingesetzt, um traditionelle Trial-and-Error-Verfahren auf Basis physischer Prototypen abzulösen. Damit sollen zum einen Kosten reduziert, zum anderen Produktqualität und Sicherheit erhöht werden.

Der Sitz ist ein wichtige Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Passagier. Das Komfortempfinden hängt maßgeblich vom Sitz ab. Daher verwenden Autohersteller viel Zeit drauf, einen guten Komfort für die Insassen beim Sitzen zu erzielen - nicht nur während des Probesitzens beim Autohändler, sondern auch später während längerer Fahrten. Dabei gilt es auch die unterschiedlichen Physiognomien der Insassen zu berücksichtigen.

Vom Crashtestdummy zur Simulation

In den vergangenen Jahrzehnten basierte die Entwicklung von Fahrzeugsitzen meistens auf physischen Prototypen. Diese wurden in einem iterativen Prozess untersucht und optimiert. Diese Vorgehensweise ist sehr aufwendig und teuer. Zum einen, weil die Herstellung der Prototypen kostenintensiv ist, zum anderen, weil aufwendige Messtechnik vonnöten ist. Daher ist diese Verfahrensweise immer weniger mit den Forderungen nach einer höheren Kosteneffizienz zu vereinbaren. Die Branche verlangt nach innovativen Lösungen zur Gewichtsreduzierung, der Verwendung recycelbarer Materialien und der Steigerung der Insassensicherheit – in einem ökonomisch vertretbaren Rahmen.

Daher gehen Hersteller wie zum Beispiel Ford, General Motors, Hyundai oder Renault dazu über, prozessweit numerische Simulationsmethoden einzusetzen, um ihre Sitze effizient zu entwickeln. Die OEM arbeiten bei der Entwicklung eng mit Softwareanbietern zusammen – zum Beispiel mit ESI. Der Simulationsspezialist erarbeitet Lösungen für eine computergestützte Sitzentwicklung. Dabei wird eruiert, wie die Entwickler komfortrelevante Aufgaben mit der multi-disziplinären Simulationslösung Pam-Comfort für „weiche“ Sitzelemente und Menschmodelle bearbeiten können.

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