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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung

Zusammenfassung
Seit Anfang der 1990er Jahre vollzieht sich weltweit ein Paradigmenwechsel in der Rechnungslegung. Allgemein wurde die Orientierung an historischen Kosten als nicht zufrieden stellend angesehen; besonders in den angelsächsischen Staaten wurde der Ruf nach einer Neuausrichtung der Bilanzierungsstandards zusehends lauter.1 Maßgebliche Interessengruppen forderten die Berücksichtigung aktueller Marktentwicklungen in den Jahresabschlüssen, anstatt die Berichterstattung primär auf vergangenheitsorientierte Größen zu stützen. Herkömmliche Rechnungslegungssysteme seien nicht in der Lage, der zunehmenden Dynamik auf den Güter- und Absatzmärkten gerecht zu werden: Die geographische Ausweitung der Märkte erhöhe die Risikoparameter der Unternehmen und sei mit dem Prinzip der historischen Kosten nicht vereinbar. So könnten in Folge einer Verschiebung der Währungsparitäten ganze Absatzmärkte wegbrechen. Der Konkurrenzdruck wachse, und die Behauptung der Weltmarktanteile fordere den Unternehmen eine hohe Flexibilität ab. Nicht zuletzt die ausgeprägten Konjunkturzyklen stellen eine Gefahr für die Existenz der Wirtschaftsbetriebe dar.
Nikolaus Starbatty

2. Grundzüge der US-amerikanischen Rechnungslegung

Zusammenfassung
Rechnungslegungsnormen sind geprägt durch das sozio-kulturelle Umfeld und historische Umstände. In den USA besitzt traditionell der Kapitalmarkt einen hohen Stellenwert als Refinanzierungsinstrument der Unternehmen, was sich auch in dem Normensetzungsprozess niederschlägt.15
Nikolaus Starbatty

3. Fair Value Accounting

Zusammenfassung
Schon seit jeher werden fair values in der US-amerikanischen Rechnungslegung angewandt. Zumeist erfolgt dies jedoch nicht explizit, sondern resultiert automatisch aus den maßgeblichen Bewertungskonventionen.208 Bereits die 1970 verabschiedete APB Opinion No. 16 Business Combinations fordert bei Geschäftszusammenschlüssen nach der Purchase-Methode die Diskontierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten mit den aktuellen Zinssätzen.209 Im Zeitablauf hat sich der Umfang der Marktbewertung zusehends erweitert und mit der Verabschiedung der FAS 115 und 133 wurden beträchtliche Teile der Bilanz den Regelungen des fair value accounting unterworfen.210 Trotz dieser Entwicklung existierte lange Zeit kein theoretisches Konzept für die Ermittlung von fair values, mit der Folge divergierender Auslegungen in verschiedenen SFAS oder anderen Verlautbarungen des FAS.211 Nach langen Beratungen auch mit der interessierten Öffentlichkeit hat das FASB mittlerweile ein eigenes SFAC erarbeitet, das sich ausschließlich der fair value-Thematik widmet.
Nikolaus Starbatty

4. Die bilanzielle Behandlung von Derivaten in der US-amerikanischen Rechnungslegung

Zusammenfassung
Derivative Instrumente nehmen in der Praxis eine Vielzahl von Ausgestaltungsvarianten an, lassen sich aber bis auf Ausnahmen auf wenige Grundformen zurückführen. Zum besseren Verständnis werden die wichtigsten Bausteine sowie ihre Charakteristika vorgestellt, bevor die konkrete Vorgehensweise zur Abbildung von derivatives bzw. embedded derivatives näher erläutert wird. Derivate fallen — wie aus der Bezeichnung bereits hervorgeht — nicht unter die Kategorie der Kassageschäfte, sondern stellen Termingeschäfte dar. Je nachdem, ob es sich um bedingte oder unbedingte Kontrakte handelt, können sie nach der Systematik in Abbildung 4.1 unterteilt werden.
Nikolaus Starbatty

5. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Das zentrale Untersuchungsobjekt der Arbeit war, ob die US-amerikanischen Rechnungslegungsnormen so weiterentwickelt wurden, dass sie den gewandelten Umfeldbedingungen und den sich ändernden Informationsbedürfnissen gerecht werden. Die Relevanz der Jahresabschlussinformationen sollte zunehmen, ohne die Verlässlichkeit der Angaben zu gefährden. Bemerkenswert ist, welche Dynamik dieser Prozess gewonnen hat. Entscheidend hierfür war die Übertragung der Normensetzungskompetenz auf ein privates Rechnungslegungsgremium und die primäre Orientierung an den Interessen der Investoren.
Nikolaus Starbatty

Backmatter

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