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2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

16. Fallbeispiel

verfasst von: Claus Brell, Juliana Brell, Siegfried Kirsch

Erschienen in: Statistik von Null auf Hundert

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Zusammenfassung

An diesem Fallbeispiel lernen Sie, wie Sie die Kenntnisse aus den vorigen Kapiteln auf einen konkreten Fall anwenden. Das Fallbeispiel zeigt, wie Sie ein Untersuchungsdesign planen können und wie Sie anhand von erhobenen Daten mit zwei unterschiedlichen Methoden, dem Chi-Quadrat-Test und dem Test auf Anteilswerte, die Signifikanz eines Ergebnisses beurteilen.
Als Fallbeispiel dient eine Vorstudie zur Evaluierung von e-Learning an der Hochschule Niederrhein, die zu einer verbesserten Nutzung der neu eingeführten Lernplattform führen soll. Die Vorstudie erhebt in einer Befragung die Sicht der Studierenden, die die eigentlichen „Kunden“ der Lernplattform sind. Damit ist das Fallbeispiel prototypisch für viele Untersuchungen z.B. im Marketing. Verglichen wird die Wahrnehmung der Studierenden bezüglich der Aufbereitung der Vorlesungsunterlagen zum einen für die Betrachtung mit dem Smartphone und zum anderen für den Ausdruck auf Papier. Als Arbeitshypothese dient die Annahme, dass Studierende eine Aufbereitung für das Smartphone bevorzugen.
Fußnoten
1
Daten und Ergebnisse sind zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buches noch nicht veröffentlicht.
 
2
Z. B. die JIM-Studie: Die jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (MPFS) erhobenen Daten der Studie Jugend, Information, (Multi-) Media untersucht Jugendliche im Alter von 13–19 Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten. „Hier zeigt sich, dass die Quote der Haushalte, in denen Jugendliche leben, die mit Computern, Internet und Handys ausgestattet sind, in den seit Beginn der Erhebung von einem einstelligen Prozentbetrag auf über 90 Prozent gestiegen ist“ (Zorn, Isabel (2014): Lernen mit digitalen Medien. Zur Gestaltung der Lernszenarien. In: Gundolf S. Freyermuth, Lisa Gotto und Fabian Wallenfels (Hrsg.): Serious Games, Exergames, Exerlearning. Zur Transmedialisierung und Gamification des Wissenstransfers, Bd. 2. Bielefeld: transcript (Bild und Bit. Studien zur digitalen Medienkultur, v.2), S. 49–74.).
 
3
Wie man Fragen formuliert, sollte man in der reichlich vorhandenen Literatur zur Fragebogenkonstruktion nachlesen, z. B. Bühner, Markus (2011): Einführung in die Test- und Fragebogenkonstruktion. 3. aktualisierte und erw. Aufl. München.
 
4
Die Untersuchung hatte mehr Ankreuzmöglichkeiten, die aus Sicht der Didaktikforschung interessant sind, aber hier im Beispiel keinen Mehrwert bieten und daher unterschlagen werden.
 
5
Augenschein und selbst denken ist wichtig. Wenn ein Berechungsergebnis ein dem Augenschein widersprüchliches Ergebnis zeigt, ist die Gefahr groß, dass ein Rechenfehler vorliegt.
 
6
Das macht manuell wenig Freude, auch wenn es lehrreich ist, daher finden Sie auf www.​statistik-von-null-auf-hundert.​de dazu ein Excel-Arbeitsblatt.
 
7
Die χ2-Tabelle in diesem Buch ist nur ein grober Anhaltspunkt. Bei komplexeren Sachverhalten haben Sie vielleicht mehr Freiheitsgrade oder Zwischenstufen in der Wahrscheinlichkeit. Dann ermitteln Sie den Tabellenwert mit der passenden Excel-Funktion CHIQU.INV(Freiheitsgrad;Wahrscheinlichkeit) oder Sie googeln nach „chi quadrat tabelle“ oder nach „chi quadrat rechner“.
 
8
Einem Mathematiker wird auffallen, dass hier unterschlagen wurde, dass es sich um eine sog. verbundene Stichprobe handelt und die Berechung kein sehr exaktes Ergebnis liefert. Dieser marginale Fehler wird aufgrund der Einfachheit jedoch in Kauf genommen.
 
9
Das macht manuell auch wenig Freude, wenn es auch schneller von der Hand geht als der χ2-Test. Auch hierzu finden Sie auf www.​statistik-von-null-auf-hundert.​de ein Excel-Arbeitsblatt für den Hypothesentest auf den Anteilswert, das für den Test zweier Anteilswerte erweitert wurde.
 
Metadaten
Titel
Fallbeispiel
verfasst von
Claus Brell
Juliana Brell
Siegfried Kirsch
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-53632-2_16

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